Im Restaurant: Kinderteller für mich! ja oder nein

Gestern waren wir mit Freunden Essen.
Ein Freundin wollte zu Ihrem Salat gerne einen Kinderteller mit Kartoffelecken essen, da eine ganze Portion zu viel war.
Bei der Bestellung wurde ihr gesagt, daß sie keinen Kinderteller bestellen, da sie halt nicht im Kinderalter ist.

Dürfen Kinderteller und Seniorenteller wirklich nur von Kindern und Senioren bestellt werden?

Ich weiß, daß sich das jetzt sehr lustig anhört, dennoch würde ich mich über eine „ernste“ Antwort freuen.

Vielen Dank

Ingo Junglas

Hallo Ingo!

Dürfen???

Es ist doch dem Lokal überlassen, ob es das macht oder nicht!
Der Wirt entscheidet ganz allein darüber. Warum auch nicht??

Gruß Werner

Hallo Werner!

Ich will ja auch nicht den Korintenka…er heraushängen lassen.
Es war nur einfach mal eine für uns in dieser Situation interessante Frage. Dennoch ärgert es mich, wenn man sieht wieviel Essen (weil die Leute satt sind) in der Küche im Müll landen. Das muß ja nun nicht sein

Gruß

Der Ingo

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Huhu Ingo,

genauso wie der Wirt bestimmen kann wem er den Kinderteller gibt so kannst Du bestimmen zu welchem Wirt Du gehst!

Bye
Rolf

Hallo Ingo,

in den meisten Lokalen bekommt man meiner Erfahrung nach auch kleine Portionen der Gerichte, wenn man danach fragt, auch wenn man nicht Kind oder Senior ist. Außer bei Sachen die nicht beliebig teilbar sind (halbes Hähnchen, Entenbrust etc.). Leider sind diese meist nur unwesentlich billiger als die Normalportionen.

Viele Grüße
Petra

Korinthenkak…
Hallo Ingo,

für mich ist es Korinthenka…!
Ich glaube, rechtliche Bestimmungen in dieser Richtung gibts nicht.

Da ich auch keine Riesen-Portion-Esserin bin, bestelle ich mir öfters eine halbe Portion oder den Kinderteller. Bis her gabs noch nie Schwierigkeiten.
Sollte mir das einmal passieren, würde ich halt nie wieder in dieses Restaurant gehen. Und das würde ich dem Wirt auch unmissverständlich sagen!

Gruß
Lea

Hi Ingo,

rechtlich ist hier nicht zu diskutieren. Wir praktizieren in Deutschland eine freie Marktwirtschaft. Beide Vertragspartner können entscheiden, zu welchen Konditionen sie bereit wären, einen Vertrag einzugehen.
Das Verhalten der Restaurantleitung ist rein betriebswirtschaftlicher Natur. Kinderteller und Seniorenteller sind Angebote, Lockvögel, um kinderreiche Familien und Seniorengruppen ins Restaurant zu locken.
Diese Portionen sind zwar kleiner als die Standards, aber sie enthalten ansonsten die gleichen Zugaben und Bestandteile. Personalaufwand im Restaurant und in der Küche sind gleich hoch. Die Gewinnspanne ist aufgrund des niedrigen Sonderpreises sehr gering, manchmal rechnet es sich gar nicht.
Wenn der Kinderteller an Erwachsene abgegeben würde, könnte dies Schule machen und andere Gäste auch einen Kinderteller verlangen, weil er erheblich billiger ist. Damit würde das Restaurant nicht mehr kostendeckend oder mit Gewinn arbeiten.
Also verlangt man von dem Bedienungspersonal die strikte Einhaltung dieser Konditionen.

Gruß,
Francesco

Hallo,

für mich ist es Korinthenka…!

da gebe ich dir Recht.

Ich glaube, rechtliche Bestimmungen in dieser Richtung gibts
nicht.

So ist es, er darf anbieten, was er will.

Da ich auch keine Riesen-Portion-Esserin bin, bestelle ich mir
öfters eine halbe Portion oder den Kinderteller. Bis her gabs
noch nie Schwierigkeiten.

Dieses Problem scheint mir auch in anderer Form zu bestehen. Wenn ich hier in Magdeburg in bestimmten Läden etwas bestellen möchte, heißt es oft „haben wir nicht“, „machen wir nicht“, „wir haben nur eine bestimmte Anzahl, grundsätzlich, da müssen sie eben früher kommen“ (auch wenn es noch Stunden bis zum Ladenschluss dauert).

Sollte mir das einmal passieren, würde ich halt nie wieder in
dieses Restaurant gehen. Und das würde ich dem Wirt auch
unmissverständlich sagen!

Abgesehen davon, dass eine geeignete Alternative manchmal fehlt, besteht hier die zusätzliche Gefahr, sofort zum arroganten Besserwessi ernannt zu werden, der die Mentalität der Einheimischen nicht respektiert und der nur ihre Arbeitskraft ausbeuten will - und das im Jahre 2001. Naja, das Problem kennt ihr in Flensburg und Bayern nicht.

Herzliche Grüße

Thomas Miller

Hallo Thomas,

wenn meine Aussage sich möglicherweise arrogant angehört hat möchte ich noch einfügen, dass selbstverständlich(!) auf gegebene regionale Umstände Rücksicht genommen werden sollte.
Wenn etwas nicht machbar ist, egal ob in Magdeburg, Flensburg oder gerade auch im Ausland, na, dann gehts halt nicht…
Darauf zu bestehen, das wäre arrogant!

Nur schlägt einem oftmals diese Arroganz von seiten der Wirte entgegen…
Nun, und dann sollte man gehen!

Wie schon gesagt, bei uns in Bayern habe ich das in der Form noch nicht erlebt.
Vielleicht auch weil Bayern auf den Tourismus angewiesen ist und Freundlichkeit und Service zum Geschäft gehört.

Trotzdem weiter guten Appetit!

Lea

Hallo,

wenn meine Aussage sich möglicherweise arrogant angehört hat
möchte ich noch einfügen, dass selbstverständlich(!) auf
gegebene regionale Umstände Rücksicht genommen werden sollte.

nein, das klang gar nicht arrogant, jedenfalls nicht in meinen Ohren. Ich bin genau deiner Meinung.

Nur schlägt einem oftmals diese Arroganz von seiten der Wirte
entgegen…

Jaja´, genau die meinte ich auch.

Vielleicht auch weil Bayern auf den Tourismus angewiesen ist
und Freundlichkeit und Service zum Geschäft gehört.

Genau, aber auch Sachsen-Anhalt ist darauf angewiesen. Nur leider sind hier die Begriffe „Freundlichkeit“ und „Service“ oft den Gastwirten nicht so wichtig. Wenn man z. B. in einem Kaufhaus zu lange in eine Wursttheke schaut, muss man damit rechnen, dass man „Wolln se nun was koofen, oder nich?“ angemacht wird, oder das einige Frischwaren ab 17 Uhr 30 nicht mehr ausgepackt werden (grundsätzlich!), weil ja um 18 Uhr Feierabend ist und die Ware ja schon seit 17 Uhr 15 ruhig in der Packung schlummert. Wer um 17 Uhr 45 gar noch etwas möchte, muss gelegentlich auf Dosen zurückgreifen.

Das ist natürlich keineswegs immer so, sondern es hängt vom Personal ab, aber ich erlebe das hier schon beinahe täglich, so dass ich geneigt bin, von einer prozentual höheren Unfreundlichkeitsrate hier auszugehen.

Trotzdem weiter guten Appetit!

Das wünsche ich dir auch.

Herzliche Grüße

Thomas Miller

Wossies…
Hallo Thomas,

Abgesehen davon, dass eine geeignete Alternative manchmal
fehlt, besteht hier die zusätzliche Gefahr, sofort zum
arroganten Besserwessi ernannt zu werden, der die Mentalität
der Einheimischen nicht respektiert und der nur ihre
Arbeitskraft ausbeuten will - und das im Jahre 2001.

Das Problem habe ich auch manchmal - wohnend in Dresden und geboren in Erfurt… und nur zu Besuch im „Westen“.
Manchmal darf solch Leut wirklich nicht
ernst nehmen.
Vielleicht hilft ein sächsisch-Kurs ? Dann kannst Du Inkognito einkaufen!

Gruß,
Micha

Das freut mich
Hallo Jaku,

dass du meine Bemerkung nicht als Generalattacke auf Ossis überhaupt angesehen hast, freut mich sehr. Ich habe auch schon mit vielen Einheimischen gesprochen, die der gleichen Meinung sind und sogar behaupten, vor der Wende hätte das Verkaufspersonal die heimliche Bezirksregierung gestellt - und hätte sich auch so benommen. :smile:

Vielleicht hilft ein sächsisch-Kurs ? Dann kannst Du Inkognito
einkaufen!

Lieder nein, da ich Vorträge halte, bin ich ohnehin bekannt wie ein bunter Hund :smile: . Außerdem würden mich die Leute dann als Sachsen verfolgen (die mögen sie auch nicht!). :smile:

Und einen Anhaltiner Akzent oder gar Machdeburjerisch: da versagt dann mein Sprachjefiel!

Herzliche Grüße

Thomas Miller
(der aus Bremen stammt, aber lange Zeit in Münster lebte)

Hallo,
sicher, es ist dem Lokal überlassen, aber gerade in unseren
Breitengaden (Rüdesheim am Rhein) sind die Lokale auf die
Gäste angewiesen uns es setzt sich immer mehr durch, dass fast
alle Speisen einer Karte auch als halbe Portion (wenn auch
im Verhältnis etwas teurer) zu haben ist - und genau das
finde ich einen Service der vorbildlich ist.

es gibt aber auch andere Beispiele wie
1 mal Wiener Schnitzel mit Salat 18,50 DM
Umbestellungen ziehen 1,00 DM Aufschlag nach sich, d.h.
Wiener Schnitzel ohne Salat 19,50 DM. - lustig ???

Gruss

Günter

dann hilft nur eins:
Hallo Thomas,

Vielleicht hilft ein sächsisch-Kurs ? Dann kannst Du Inkognito
einkaufen!

Lieder nein, da ich Vorträge halte, bin ich ohnehin bekannt
wie ein bunter Hund :smile: .

hier ist natürlich ein gewisses Maß an Kreativität gefragt, beispielsweise durch geschicktes auswählen der Kleidung (siehe auch: „Vermummung“)

Außerdem würden mich die Leute dann
als Sachsen verfolgen (die mögen sie auch nicht!). :smile:
Und einen Anhaltiner Akzent oder gar Machdeburjerisch: da
versagt dann mein Sprachjefiel!

warum verstehe ich das …? dann, wie schon getitelt, hilft in Verbindung mit der Vermummung nur noch ein Russischkurs, der hat gegenüber dem Englischkurs auch noch den Vorteil, das man ein Verständigungschance hat.

Gruß,
Micha

(dessen Freundin aus Machdeburch kommt :wink: )