Anzeige wegen Nötigung (PKW)

Hallo,

wenn ich jemanden wegen Nötigung anzeige, was für Folgen hat das für mich und für den Angezeigten.

Der Vorfall: ich fuhr wegen der momentanen Witterungsverhältnisse 70 wo 100 erlaubt sind. Ein anderer PKW fuhr mit ca. 10 Metern Abstand hinter mir und gab mehrmals Lichthupe (mein PKW ist technisch in Ordnung, also kein „Hinweissignal“). Obwohl die Strecke auf ca. 2 km einsehbar und ohne Gegenverkehr war überholte er nicht. Selbst dann nicht, als ich meine Geschwindigkeit verringerte und rechts blinkte (keine scharfe Bremsung!). Er fuhr dann nur noch dichter auf.
Zeuge: Meine Beifahrerin (meine Frau)

Gruss, Niels

Hallo,

wenn ich jemanden wegen Nötigung anzeige, was für Folgen hat
das für mich und für den Angezeigten.

Folgen für Dich und Deine Frau:

Vernehmung bei der Polizei und evtl. Zeugenaussagen in späterer Gerichtsverhandlung.

Folgen für den Angezeigten:

Vernehmung bei der Polizei und evtl. in späterer Gerichtsverhandlung.
Je nach Verfahrens-/Ermittlungsverlauf muss er evtl. den Führerschein abgeben und wird Verurteilt bzw. Freigesprochen.

Meine Frage noch dazu:
War denn vorher irgendwas?
Ein solch merkwürdiges Verhalten ergibt sich meist aus vorangegangenen Geschenissen und nicht einfach so.

M.

Hallo,

Meine Frage noch dazu:
War denn vorher irgendwas?
Ein solch merkwürdiges Verhalten ergibt sich meist aus
vorangegangenen Geschenissen und nicht einfach so.

tja, darüber habe ich auch die ganze Zeit nachgedacht. Ich wohne 2 Strassen vom Ortsausgang entfernt. Ich bin aus dem Ort rausgefahren und dort passierte das dann. Viel Zeit für vorangegangene Geschehnisse war da nicht.
Ich habe niemandem die Vorfahrt genommen, nur einmal bin ich im Ort vor einem PKW eingebogen der an der Einmuendung gewartet hatte (rechts vor links, ich kam von rechts). Ob es sich um denselben PKW handelt weiss ich nicht, da ich nur seine Scheinwerfer gesehen habe.

Der „nötigende PKW“ war übrigens ein Kleintransporter mit dem orangenen Schild für Kinder-/ Behindertentransport. Er hat mich nach ca 2 km kurz vor dem nächsten Ort laut hupend überholt und ist mit recht hoher Geschw. in den Ort hineingefahren.

Gruss, Niels

Hallo Niels,
für Dich gibt das schon Laufereien zur Polizei und eventuell vor Gericht. (Da bekommst Du wenigstens Zeugengeld). Ich habe deshalb noch niemanden angezeigt der mich genötigt oder behindert hat. War mir die Sache nie wert meine Zeit dafür zu opfern. Aber wenn Du es auf Dich nimmst und denjenigen anzeigst ist das schon gut. Gruß elmore

Hi Niels!

Das einzige was dabei herauskommt ist eine gehörige Portion Ärger für alle Beteiligten.
Ich meine das jetzt nicht böse, aber findest Du nicht auch, daß die deutschen Gerichte auch ohne Deine Anzeige genug zu tun haben?
Es gab keinen Unfall und Du bist deutlich unterhalb der erlaubten Geschw. unterwegs gewesen.

Laß` es gut sein. Dieses gegenseitige Anzeigen auf der Straße ist ein Krebsgeschwür geworden.

Grüße,

Mathias

wenn ich jemanden wegen Nötigung anzeige, was für Folgen hat
das für mich und für den Angezeigten.

Der Vorfall: ich fuhr wegen der momentanen
Witterungsverhältnisse 70 wo 100 erlaubt sind. Ein anderer PKW
fuhr mit ca. 10 Metern Abstand hinter mir und gab mehrmals
Lichthupe (mein PKW ist technisch in Ordnung, also kein
„Hinweissignal“). Obwohl die Strecke auf ca. 2 km einsehbar
und ohne Gegenverkehr war überholte er nicht. Selbst dann
nicht, als ich meine Geschwindigkeit verringerte und rechts
blinkte (keine scharfe Bremsung!). Er fuhr dann nur noch
dichter auf.
Zeuge: Meine Beifahrerin (meine Frau)

Hallo Niels,

auf einen wirklich gravierenden Fall mit ernsthafter Gefährdung würde ich mit einer Anzeige reagieren. Wenn man aber bei jedem zu dichten Auffahren, bei jeder Geschwindigkeitsübertretung, mißbräuchlichen Benutzung der Hupe, zu schnellem Heranfahren an eine Kreuzung etc eine Anzeige aufgibt, hättest Du viel zu tun. In jedem Einzelfall kommt Zeitaufwand und eine Zeugenaussage auf Dich zu. Was willst Du damit erreichen?

Gruß
Wolfgang

Hallo,

Das einzige was dabei herauskommt ist eine gehörige Portion
Ärger für alle Beteiligten.

Dass das für mich Aufwand bedeutet ist mir schon klar.

Es gab keinen Unfall

Ich weiss, es muss immer erst was passieren!

und Du bist deutlich unterhalb der
erlaubten Geschw. unterwegs gewesen.

Was hat das damit zu tun? Ich habe ihn ja nicht behindert. Die Strasse war frei zum Ueberholen. 70 km/h halte ich im Uebrigen bei Null Grad und leicht feuchter Strasse für eine recht flotte Geschwindigkeit.

Laß` es gut sein. Dieses gegenseitige Anzeigen auf der Straße
ist ein Krebsgeschwür geworden.

Tja, nur wenn nie jemand so etwas anzeigt, ist das doch ein Freibrief für schlechtes Benehmen auf der Strasse.

Gruss, Niels

Hallo,

weisst du, es geht mir nicht darum, dass mich jemand sauber im Ueberholverbot ueberholt, oder mit 150 auf der Landstrasse faehrt.
Bei Null Grad und feuchter Strasse haette ich gerne etwas Abstand nach vorne und hinten. Nach vorne kann ich beeinflussen, nach hinten leider nur durch Gasgeben. Und das ist unter diesen Umstaenden eher nicht empfehlenswert. Wieso hat er nicht ueberholt? Die Strasse war doch frei und gut einsehbar?

Ich habe bisher erst einmal jemanden angezeigt. Der hat mich auf einem geteerten Feldweg (ca 2m breit, gesperrt für Kfz) mit seinem 3,5 Tonner überholt. Zwischen seinem Aufbau und meinem Fahrradlenker waren maximal 10 cm Platz. Von der Anzeige habe ich nie wieder etwas gehört. Ich sagte es bereits unten: Es muss immer erst etwas passieren.

Gruss, Niels

Moien!

Laß dich net einschüchtern! Ne Anzeige ist das einzig Richtige und was dann daraus wird liegt dann nicht mehr an Dir! Insbesondere da der Fahrer ja noch seine Insassen in Gefahr bringt!
Bei den Vorstellungen von guter Fahrweise bei Matthias ist es logisch, daß er gegen Anzeigen ist, sonst bekäm er ja ständig welche ;o)))

Bernd

Arbeitgeber des Fahrers informieren
Hallo Niels,

nur so ne Idee:

da es wie du sagst eine Art Schulbus/Behindertenfahrzeug war, könntest du mit etwas Glück vielleicht die Einrichtung ermitteln, für die das Fahreug unterwegs ist. (du hast sicher das Kennzeichen notiert, damit ist also schon mal der Ort bekannt). Die werden dann evtl. mit dem Fahrer ein Wörtchen reden, das ist für dich nicht mit so großem Aufwand verbunden und für den Fahrer sicher auch eine Lehre.

Gruß
Stefan

War bestimmt ein ‚Zivi‘…
Hallo Niels,

Der „nötigende PKW“ war übrigens ein Kleintransporter mit dem
orangenen Schild für Kinder-/ Behindertentransport. Er hat
mich nach ca 2 km kurz vor dem nächsten Ort laut hupend
überholt und ist mit recht hoher Geschw. in den Ort
hineingefahren.

Bei uns fahren manche Jungs der Zivi-Organisationen auch so, weil Sie mal einen 9 Sitzer fahren dürfen. (Ist halt groooooooß !!) „Müssen“ halt die Sau raushängen lassen…

Ich würde zur Polizei gehen, das schildern und um die Adresse oder Namen der Organisation bitten, vor Ort antraben und dem Chef das sachlich ruhig Schildern und um eine persönliche Aussprache mit dem Fahrer bitten.

Bekommst Du die Adresse nicht, Anzeige machen, warten bis was kommt, und ggf. die Anzeige bei erkennbarer „Reue“ zurückziehen…

Muckst Sich keiner (Chef oder Fahrer), Anzeige machen und alles weitere gehen lassen. Dann kriegt er einen Dämpfer…

Man Bedenke, es könnten Deiner NAchbarn Kinder drin sitzen, oder gar behinderte Kinder…

gruß

dennis

Hi!

Das einzige was dabei herauskommt ist eine gehörige Portion
Ärger für alle Beteiligten.

Dass das für mich Aufwand bedeutet ist mir schon klar.

Es gab keinen Unfall

Ich weiss, es muss immer erst was passieren!

So ist das eben leider nicht.
Eine ordentliche Zahl Oberlehrer fühlt sich ja genötigt, jeden Käse zur Anzeige zu bringen und legen dabei vollkommen wirklichkeitsfremde Maßstäbe an.
Denke mal darüber nach. Soll keine Unterstellung sein.

und Du bist deutlich unterhalb der
erlaubten Geschw. unterwegs gewesen.

Was hat das damit zu tun? Ich habe ihn ja nicht behindert. Die
Strasse war frei zum Ueberholen.

Das ist relativ.

70 km/h halte ich im Uebrigen
bei Null Grad und leicht feuchter Strasse für eine recht
flotte Geschwindigkeit.

Auch das liegt im Auge des Betrachters.

Laß` es gut sein. Dieses gegenseitige Anzeigen auf der Straße
ist ein Krebsgeschwür geworden.

Tja, nur wenn nie jemand so etwas anzeigt, ist das doch ein
Freibrief für schlechtes Benehmen auf der Strasse.

Sehr richtig. Nur ist „schlechtes Benehmen auf der Straße“ ebn auch wieder relativ.

Naja, Du wirst schon wissen was Du tust.

Grüße,

Mathias

Hi Bernd!

Bist Du auch wieder mal dabei!?
Wie schön…
Da haben sich dann ja zwei gefunden.

Kommt mir bloß nicht in die Quere…:wink:

Mathias

Laß dich net einschüchtern! Ne Anzeige ist das einzig Richtige
und was dann daraus wird liegt dann nicht mehr an Dir!
Insbesondere da der Fahrer ja noch seine Insassen in Gefahr
bringt!
Bei den Vorstellungen von guter Fahrweise bei Matthias ist es
logisch, daß er gegen Anzeigen ist, sonst bekäm er ja ständig
welche ;o)))

Bernd

Hallo,

Eine ordentliche Zahl Oberlehrer fühlt sich ja genötigt, jeden
Käse zur Anzeige zu bringen und legen dabei vollkommen
wirklichkeitsfremde Maßstäbe an.

Diese Betrachtungsweise ist relativ (um bei deinen Worten zu bleiben, die so unglaublich sachdienlich sind).

Was hat das damit zu tun? Ich habe ihn ja nicht behindert. Die
Strasse war frei zum Ueberholen.

Das ist relativ.

2 Kilometer freie Sicht und kein Gegenverkehr sollten auch einem leistungsschwachen Auto genügen. Zumal das gleiche Auto mich dann anschliessend bei ca 200 Metern Sicht überholt hat.

Gruss, Niels

Hi

Was du tun musst, weisst Du ja jetzt, ich wollte nur nochmal sagen, dass ich das an deiner Stelle auch durchziehen würde.

Bin letztens bei nem heftigen Herbststurm über die 555 Köln-Bonn gefahren, mittlere Fahrspur, mit ca. 80km/h so wie alle vor und rechts neben mir auch bei ca. 70m Sicht, dicke Ästen auf der Fahrbahn, starkem Seitenwind - und hinter mir ein Mercedes mit ca. 10m Abstand, Lichthupe und wilden Gesten anstatt einfach zu überholen… so Idioten sollte man eigentlich schon anzeigen. Leute, die so fahren, sind ja teils auch schon früher durch verkehrswidriges Verhalten aufgefallen (insbesondere Wohlhabende scheinen ja die Neigung zu haben, sich alles herauszunehmen, weil man ja n guten Anwalt hat und Strafzettel locker bezahlen kann) - dementsprechend höher fallen dann aber auch die Strafen für sie aus und Deine Chancen steigen.
Für mich haben so Leute nix auf der Strasse zu suchen. Hätten halt Rennfahrer werden sollen oder sollten mal zum Psychologen gehen…

Grüsse