Hallo.
Wenn man Samstags durch die Stadt bummelt wird man von überall angesprochen. Irgendwelches religiöses Zeug. Ob man nicht auch ins Paradies kommen will und so.
Ist denn das nicht verboten - ich meine - das Ansprechen - nicht das „Ins Paradies kommen“ ???
Ich hab mal gehört, dass es vor Jahren auch mal ein Urteil gegen die Zeugen Jehovas wegen solcher Praktiken gegeben hat. Und das wäre auch der Grund, warum sie heute nur noch Ihre Zeitschrift „Wachtum“ hinheben dürfen, niemand aber direkt ansprechen.
grundsätzlich ist er Mensch ein kommunikatives Lebewesen. Es gehört dazu, miteinander zu sprechen. Das Ansprechen auf der Straße ist eine der Möglichkeiten, Kontakt aufzunehmen.
Also sollte niemand dafür sein, es allgemein zu verdammen.
Andererseits ist es eine Belästigung, wenn man auf einem Wegstück von 500 Metern durch eine Fußgängerzone 15x angesprochen wird.
Und genau das zu entscheiden, was noch zumutbar ist und was als Belästigung gilt, ist Aufgabe der Ordnungsbehörden, die für die öffentliche Sicherheit und Ruhe verantwortlich sind.
Ich persönlich lasse mich ungern in Gespräche auf der Straße verwickeln, weil ich meistens mit einem bestimmten Ziel unterwegs bin und mich nicht aufhalten möchte. Aber ich bin damit einverstanden, dass Menschen mit ihren Anliegen auf die Straße gehen und andere für ihre Interessen gewinnen wollen.
was willst Du denn da machen. Es sind ja schließlich nicht immer die gleichen Leute, bzw. Leute mit dem gleichen Hintergrund, die davon wissen, dass Du bereits von Kollegen angesprochen worden bist. Wie es so schön heißt, fragen kostet nichts, und jeder hat in diesem Land zunächst einmal die Garantie der freien Entfaltung. Dazu gehört auch, andere ansprechen zu dürfen. Nur wenn auf eindeutige Ablehnung hin weiter bedrängt wird, ist es möglich etwas zu unternehmen. Aber dies natürlich auch nur, wenn man dies an einem Individuum festmachen kann, bzw. wenn es sich um ein organisiertes Vorgehen handelt. Selbst wenn Du Dir ein Schild umhängst: „Ansprechen verboten“, wirst Du Dich nicht dagegen rechtlich zur Wehr setzen können, wenn es trotzdem jemand tut.
Gruß vom Wiz
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
bin keine Juristin, daher nur ein Beitrag aus eigener Erfahrung.
Hier in München gab es früher immer eine Ecke an der die Scientology-Leute rumstanden und die Passanten zu ihrem komischen Test eingeladen haben. Jedesmal, wenn man an der Stelle vorbeiging, wurde man angequatscht. Und das war schon sehr lästig! Die standen da immer zu zweit, mit ein paar Metern Abstand. Wenn man dem ersten durch die Lappen gegangen ist, war der zweite am Zug. Ich habe damals immer versucht einen Bogen um die Ecke zu machen. Man kann zwar ablehnen, aber nervig war das trotzdem.
Jedenfalls stehen die jetzt nicht mehr an dieser Ecke und soweit ich weiß, auch an keiner anderen hier in der Stadt. Freiwillig haben die das sicher nicht gelassen! Und ich kann mich auch noch erinnern, daß es eine Diskussion gegeben hat, ob man es ihnen verbietet kann und wie. Und wie es scheint, hat das dann auch geklappt. Also irgendwelchen rechtlichen Möglichkeiten muß es da wohl doch geben.
nachdem die mich mehrmals Sonntag früh aus dem Bett geklingelt haben, habe ich irgendwann mal den Spruch logelassen: „Gehen Sie mit Gott, aber gehen Sie…“.
Das hat erstaunlicherweise bis heute geholfen…