Hallo Dirk,
hier eine kurze verständliche Definition:
In der Wirtschaft ist ein Derivat ein Produkt, dessen Preis vom Preis anderer Produkte abhängt oder davon abgeleitet wird.
Beispiel:
Du hast einen Betrieb, der braucht zum Produzieren ständig Rohöl. Und Deine Kunden wollen langfristige Lieferverträge zu festgeschriebenen Preisen. Damit Dich ein künftig steigender Rohölpreis nun nicht ruinieren kann, hast Du zwei Möglichkeiten: Entweder jetzt den kompletten Ölbedarf einkaufen und einlagern oder Du kaufst ein Derivat, z.B. Optionsschein. Damit hast Du ein Recht, ein Faß Öl am 1. Januar 2005 (z.B.) für 40 $ zu kaufen. Kostet das Öl dann nur 30 $, dann hast Du das Geld für den Optionschein umsonst ausgegeben. Sollte das Öl aber 50$ kosten, dann erstattet Dir der Herausgeber des Scheines die Differenz.
Wie in der Definition: Der Preis des Derivates "Öloptionsschein" ist nicht mit dem Ölpreis identisch, hängt aber stark von ihm ab.
Derivate kann man zur Absicherung anderer Geschäfte sehr gut nutzen, aber auch als Selbstzweck zum Geldverdienen sind sie geeignet.
Ein Derivat auf Öl paßt in jedes Depot, ein reales Faß ist doch viel aufwendiger zu händeln.
Und Derivate gibts nun auf fast alles, was an einer Börse gehandelt wird. Aktien, Schweinebäuche, Gold, Weizen, Zinsen ...
Gruß
Boris
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