Hallo zusammen,
ich fand diese Ausführung ziemlich gelungen (daher *).
Ich möchte es allerdings anhand eines Beispiels etwas plastischer Ausdrücken.
Bei jeder Optiongibt es immer einen Käufer und einen der sich Verpflichtet (der Verkäufer des Calls oder Puts).
Also nehmen wir mal an der Käufer K kauft einen Call auf den Dax mit Basis 4000.
Dann hat K das Recht den Dax unabhängig vom tatsächlichen Dax, der nun möglicherweise bei 6000 steht, zu diesem Preis zu kaufen. V muss liefern, falls das Recht in Anspruch genommen wird.
Steht der Dax nur bei 3000, hat er die Optionsprämie (den Preis für das Recht) verdient - denn wer kauft schon zu 4000, wenn er etwas am Markt für 3000 bekommt?
Natürlich kann man keinen Dax wirklich kaufen, aber auch sonst wird meist einfach die Differenz gecleart (als via Geld ausgeglichen)
Beim Put (nehmen wir 4000 wieder als Basis) ist es wie - Erkan schon gesagt hat - anders herum.
Selbst wenn der Dax auf 0 fallen würde, hätte sich K das Recht gekauft den Dax zu 4000 zu verkaufen.
Warum unterscheidet Erkan aber noch zwischen short und long?
Weil es exakt 4 Positionen gibt die man bei diesen Geschäft eingehen kann. Neben der Möglickkeit als Käufer aufzutreten kann man ja auch der Verkäufer der Option sein.
Anmerkung meinerseits. Der Verkäufer einer Option verdient bestenfalls die Optionsprämie und hat hohe Verlustmöglichkeiten.
Der Käufer hat ein Totalverlustrisiko (der Optionsprämie) und letztendlich sehr hohe Gewinnmöglichkeiten.
In über 70% dieser Art von "Wetten" gewinnt der Verkäufer, da er den Markt besser einschätzen kann.
Gruß Ivo