Bausparvertrag

Von: , Frage gestellt am Sa, 17. Dez 2005

Hallo,
ich hoffe meine Frage ist nicht allzu dumm, aber wenn man von der Materie keine Ahnung hat...

Also angenommen man möchte ein Haus kaufen und ein Drittel der Finanzierung soll über ein Bausparvertrag, mit sog. Vorfinanzierung laufen (also nicht angespart). Angenommen die Laufzeit beträgt rd. 21 Jahre und der Zins für die ersten 10 Jahre wird einen genannt. Muss ein dann die Bank nicht auch sagen können, wie der weitere Zins für die restlichen Jahre ist, wenn der Bausparvertrag "gekippt" wird. ?
Hoffe man versteht mich.

Vielen lieben Dank
Moni

8 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 5 Stunden 0 hilfreich
    Re: Bausparvertrag

    Hallo, Also angenommen man möchte ein Haus kaufen und ein Drittel der
    Finanzierung soll über ein Bausparvertrag, mit sog.
    Vorfinanzierung laufen
    warum? (also nicht angespart). Angenommen die
    Laufzeit beträgt rd. 21 Jahre und der Zins für die ersten 10
    Jahre wird einen genannt. Muss ein dann die Bank nicht auch
    sagen können, wie der weitere Zins für die restlichen Jahre
    ist, wenn der Bausparvertrag "gekippt" wird. ?
    Nein, denn der Zinssatz, der dann am Markt gilt, ist logischerweise heute noch nicht bekannt.

    Gruß,
    Christian

  2. Antwort von nach 6 Stunden 0 hilfreich
    Re: Bausparvertrag

    Ich -glaub- der Gag am Bausparvertrag ist,
    dass es immer noch steuerliche Vorteile gibt,
    man spart VL/steuerbegünstigt an, und wenn man genug
    gespart hat, gibts den Rest zur Bau/Kaufsumme
    als Darlehen, dessen Zinssatz man schon Jahre
    vorher festgelegt hat, das betrifft auch den Sparzins.
    Auch mit den Steuervorteilen ist das nicht sonderlich
    attraktiv, aber man hat Sicherheit gegenüber
    Zinsveränderungen. Also wenn sich am Einkommen
    nichts negativ ändert kriegt man sein Haus in 10 Jahren
    zum jetzt festgelegten Zinssatz, garantiert,
    es kann aber sein, das der Hypomarktzins dann deutlich
    unter den Bausparzins gesunken ist, und man ärgert sich,
    (man kan sich das angesparte aber (fast zinsfrei) ausszahlen
    lassen, und ne Normale Hypo nehmen), Wenns umgekehrt geht,
    dann könnet man sich ohne den alte Bausparvetrag vielleicht gar kein Haus mehr leisten.

    Man kann auch von den Vertragsbetimmung abweichen,
    das dann aber zu jeweils marktüblichen Zinsen
    entweder bei der Bausparkasse oder woanders.

    Man kann nicht zu einer Hypobank gehen,
    und sagen, ich will in zehn Jahren bauen
    und dann einen jetzt garantierten Darlehenszinssatz.
    Wenn die Zinsen dann niedriger sind, will ich aber doch woanders
    ne Hypo aufnehmen. Unabhängig davon will ich jetzt sparen und ihnen
    den angesparten Betrag als Sicherheit anbieten,
    und wenn ich doch nicht soviel sparen kann oder früher bauen will,
    will ich doch ne günstige Hypo hoppla hopp, und ich mehr sparen kann,
    will ich doch nicht soviel Hypo aufnehmen.
    Also man kann das versuchen, aber es wird teurer,
    weil nicht aus einem Guss.

    Bei ner Bausparkasse geht das.

    • Antwort von nach 6 Stunden 0 hilfreich
      Re^2: Bausparvertrag

      Ich -glaub- der Gag am Bausparvertrag ist,
      dass es immer noch steuerliche Vorteile gibt,
      Die im Vergleich zu den Zinsverlusten ungefähr gar keine Rolle spielt. Bei Verheirateten liegt die maximale Füörderung bei rd. 150 Euro im Jahr. Bei einer unterstellten Zinsdifferenz von 1% zwischen Darlehenszins und Guthabenzinsen (eher zu niedrig) rechnet sich die Veranstaltung schon ab einem Bausparvertragsvolumen von 15.000 Euro nicht mehr (überschlägig geechnet), sofern ich jetzt im Eifer des Gefechtes nichts übersehen habe.

      Was viele nicht wissen (und auch ich erst sein einem guten Vierteljahr weiß): Der Arbeitgeber zahlt die VL nach entsprechendem Antrag auch direkt auf das Darlehenskonto aus, wahlweise als Sondertilgung oder als Reduzierung der monatlichen Rate. Besser als zur Schuldentilgung kann man sein Geld und auch das des Arbeitgebers nicht anlegen.

      Ich kann mir jedenfalls keine Konstruktion vorstellen, bei der sich der dargestellte Umweg über den Bausparvertrag rechnet - jedenfalls nicht für den Kreditnehmer.

      Gruß,
      Christian

      • Antwort von nach 7 Stunden 0 hilfreich
        Re^3: Hoppla

        Hab ich auch so gesehen und auch angedeuted,
        ohne das so genau zu wissen wie Du.
        >Auch mit den Steuervorteilen ist das nicht sonderlich
        >attraktiv, aber man hat Sicherheit gegenüber
        >Zinsveränderungen.

        Das mit den VL auf Darlehenskonto find sich sauinteressant.
        Heisst das, das ich als normaler Hyponehmer zum Arbeitgeber
        gehen kann, und der zahlt direkt auf mein Hypokonto?
        Gibts da einkomensgrenzen, oder werden damit
        steuerliche Nachteile ausgelöst, wenn es auch was bringt?

        • Antwort von nach 8 Stunden 1 hilfreich
          Re^4: Hoppla

          Das mit den VL auf Darlehenskonto find sich sauinteressant.
          Heisst das, das ich als normaler Hyponehmer zum Arbeitgeber
          gehen kann, und der zahlt direkt auf mein Hypokonto?
          Genau, sofern das finanzierende Kreditinstitut mitspielt. Allerdings sehe ich keinen Grund, warum die was dagegen haben sollte. Der Verwaltungsaufwand hält sich in Grenzen und andere Nachteile für das KI gibt es nicht. Gibts da einkomensgrenzen, oder werden damit
          steuerliche Nachteile ausgelöst, wenn es auch was bringt?
          Nein, keine. Außer natürlich, daß man die üblichen Förderungen (insbes. Arbeitnehmersparzulage) nicht erhält, was aber, wie vorgerechnet, netto kein Nachteil ist.

          Gruß,
          Christian

  3. Antwort von nach einem Tag 0 hilfreich
    Re: Bausparvertrag

    Diese Finanzierungsform hat ihre Tücken. Finger weg und lieber ein normales Tilgungsdarlehen abschließen. Wenn Du näheres wissen willst, schreib mir eine eMail.

    Gruß

    Nordlicht

  4. Antwort von nach 2 Tagen 0 hilfreich
    Re: Bausparvertrag

    Hallo,

    viel interessanter ist bei dem Thema Bausparvertrag der "Effektivzins des gesamten Vertrages"!
    Was machen die Bausparkassen? Sie locken mit optisch niedrigen Zinsen in der Darlehensphase -- und verkaufen das als "Effektivzins"...dabei werden noch 2 wichtige Phasen vergessen: Ansparen und Warten!
    Wie lange die Ansparphase bis zum Erreichen der Bewertungszahl ist, kann man meist noch relativ sicher bestimmen - wie lange die Wartezeit ist, dazu wird es keine verbindlichen Aussagen geben...
    Und die Variante "Bausparsofortdarlehen" ist besonder gefährlich (und teuer) für den Bauherrn (bzw. Darlehensnehmer);
    einerseits zahlt er hohe Darlehenszinsen auf das Sofortdarlehen; parallel dazu muss er den Bausparvertrag ansparen (der absolut geringe Guthabenzinsen bringt -- Zinsunterschied Darlehen vs. Guthaben!!); danach noch die unbekannt lange Wartezeit, bis der BSV zugeteilt wird und danach feste und relativ hohe Raten in der Tilgungsphase...
    M
    ein Rat lautet (wieder mal): Hände weg von solchen Modellen!
    Gruß von Fennchurch

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