Re: Kredit auch über 20 Jahre?
Hallo Petra,
vergiss als erstes ganz schnell, was Dennis unten schreibt - ich finde es immer wieder erstaunlich, wie schnell hier Menschen in existenzbedrohenden Fragen irgendein Blödsinn empfohlen wird. Wie können das die Antwortenden verantworten?
Ob 60.000 für Euch eine Überschuldung bedeutet, kann man ohne weitere Angaben nicht sagen. Wichtig wäre zu wissen, welches Einkommen dagegen steht, ob Vermögen vorhanden ist, ob ihr sonstige Verpflichtungen habt.
Um eine Handlungsempfehlung zu geben, müsste man außerdem wissen, wo welche Kredite zu welchem Zinssatz laufen (Baufinanzierungen, Ratenkredite, Ratenkäufe, Kreditkarten, etc.). Eine Umschuldung kann, muss aber nicht sinnvoll sein. Die Idee mit dem Bausparvertrag streich mal schnell wieder.
Meine Empfehlung wäre: such aus Euren Unterlagen möglichst genau raus:
- alle Verbindlichkeiten inkl. aktuellem Saldo, Restlaufzeit, Zinssatz, Kündbarkeit, Gläubigername und -anschrift
- Alle Vermögenswerte mit gleichen Angaben.
Dann erstelle eine Einnahmen- und Ausgabenrechnung: was gebt ihr monatlich aus (Miete, Nebenkosten, Kredite, Lebenshaltung, Abonnements, Kfz, Versicherungen, Vereinsbeiträge, etc.), was nehmt ihr ein.
Nun könnt Ihr Euch erstmal selbst einen Überblick verschaffen, wenn Ihr einen Banker im Bekanntenkreis habt, bittet ihn, sich mal mit Euch hinzusetzen und Euch zu beraten, ansonsten kümmert Euch um einen Beratungstermin bei der Schuldnerberatung (Achtung, lange Wartezeiten) - falls denn der Handlungszwang wirklich so groß ist. Wenn es nur darum geht, dass Ihr Euch den dritten Urlaub dieses Jahr nicht leisten könnt und Du deshalb Umschulden möchtest, wäre das natürlich mit Kanonen auf Spatzen geschossen.
Viele Grüße
Ramona
P.S.: 20-Jahres-Kredite halte ich ohne beleihbare Immobilie für fast ausgeschlossen, mit Immobilie für unwahrscheinlich und davon abgesehen nicht für die richtige Lösung.