Liebe Wissende,
Eine gute Freundin von mir befindet mich in einem absoluten Loch: Sie hat soeben das Referendariat zur Grundschullehrerin absolviert. Als Referendarin war sie Beamtin auf Widerruf und bekam das Gehalt am Anfang des Monats. - Abgesehen davon dass es sowieso sehr wenig war, konnte sie am Ende auch ihren zusätzlichen Job nicht mehr ausüben, um sich auf die Prüfung zu konzentrieren, so dass ihr Girokonto nun bis zum Limit überzogen ist. - Nun hat sie direkt im Anschluss ans Referendariat einen BAT-Vertrag bekommen. Hier wird man am Ende des Monats bezahlt, d.h. Ende November. - Nun dachte sie, es müsste möglich sein, einen Abschlag zu bekommen, denn sie ist die Hauptverdienerin ihrer Familie. Dies ist aber nicht möglich. Daraufhin ist sie zu ihrer Bank gegangen, um dort einen Kredit zu beantragen: Da aber ihr Vertrag befristet ist (es gibt keine unbefristeten Vertraege mehr! - Sie gehen immer nur Halbjahresweise, d.h. jetzt für drei Monate), meint die Bank, dass sie ihr wahrscheinlich nichts geben könne.
Nach dem Referendariat kann man sich auch nicht arbeitslos melden. - Könnt Ihr mir mal sagen, wie das eigentlich gehen soll, wenn man - wie meine Freundin - keine reichen Eltern oder gut verdienenden Ehemann im Hintergrund hat???
Ich bin leider auch nicht in der Lage, ihr zu helfen. - Wisst ihr irgendwelche Möglichkeiten? - Wenn das Geld erstmal an Land kommt, verdient sie übrigens besser als je zuvor…! - Und die Befristung stellt auch kein wirkliches Problem dar, denn die Klasse, die sie führt, muss ja im Februar immernoch weitergeführt werden!
Also: Ich haette gern Tipps, wie meiner Freundin zu helfen ist. Außerdem wuesste ich gern, bei wem man sich eigentlich beschweren kann über so eine unhaltbare Situation. Es müsste doch möglich sein, eine Übergangszahlung oder Ähnliches zu erhalten (denn ansparen kann man von dem Referendarsgehalt wahrlich nichts…!).
Viele Grüße von einer in ihrem Weltbild erschütterten und nachdenklichen
Matuja