ein bekannter von mir hat ein Online-Unternehmen gegründet und hat mir jetzt ein Angebot gemacht, dass ich Geld investiere in form eines Genussscheines. Ich bekämme da 8,9% Zinsen auf den Gewinn. Mindesteinlage 1000,00€, Laufzeit 5 Jahre. Zu seinem Unternehmen, er ist einzelunternehmer, also keine gmbH oder AG oder so, seine Rentabilitätsvorschau kann sich sehen lassen wurde auch von der Bank geprüft und er hat Fördermittel bekommen. Kann er da eigentlich so etwas anbieten, muß er da nicht eine AG sein? Und wie genau funktioniert so ein Genusschein? Ist so etwas zu empfehlen? Bitte nicht lachen, aber ich kenne mich da nicht so aus und möchte einfach mehr wissen bevor ich da irdendetwas investiere. Vielen, vielen Dank schon im vorraus für eure Hilfe.
Hi Also Genussscheine kann schon einmal jede Firma heraus geben es muss keine AG sein.
Ein Genussschein funktioniert im endeffekt wie ein Kredit du leihst deinem Bekannten Geld und er zahlt dir Zinsen dafür.
Ich finde Genussscheine nicht schlecht aber bei einer Rendite von 8,9% wäre ich vorsichtig da bei hohen Renditen auch meist ein hohes Risiko dabei ist. Du solltest wenn du so etwas machst sicher sein das die Firma auch in 5 Jahren noch existiert. Bei BMW Audi Telekom usw kann man das bedenkenlos machen jedoch zahlen die auch keine 8,9% sondern eher 3 oder 4.
danke für deine schnelle Antwort. Wie muss ich das verstehen, Risiko?
Wenn das Unternehmen Gewinn macht, bekomme ich auf den Gewinn oder meiner Einlage 8,9%, oder?
Was passiert wenn das Unternehmen Verlust macht? Wird mir dann geld von meiner Einlage abgezogen?
Und wenn er pleite macht, was passiert dann mit meiner Einlage?
Schöne Grüße und vielen lieben Dank schon im voraus.
Gerhard
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ein bekannter von mir hat ein Online-Unternehmen gegründet und
hat mir jetzt ein Angebot gemacht, dass ich Geld investiere in
form eines Genussscheines. Ich bekämme da 8,9% Zinsen auf den
Gewinn. Mindesteinlage 1000,00€, Laufzeit 5 Jahre. Zu seinem
Unternehmen, er ist einzelunternehmer, also keine gmbH oder AG
oder so, seine Rentabilitätsvorschau kann sich sehen lassen
wurde auch von der Bank geprüft und er hat Fördermittel
bekommen. Kann er da eigentlich so etwas anbieten, muß er da
nicht eine AG sein? Und wie genau funktioniert so ein
Genusschein? Ist so etwas zu empfehlen? Bitte nicht lachen,
aber ich kenne mich da nicht so aus und möchte einfach mehr
wissen bevor ich da irdendetwas investiere.
es empfiehlt sich, genau auf die Ausgestaltung des GS zu achten, d.h. ob bspw. eine Partizipation am Verlust festgeschrieben wird oder ein Nachrang gegenüber den anderen Verbindlichkeiten besteht. Nachrang bedeutet, daß im Insolvenzfall zunächst alle anderen Verbindlichkeiten bedient werden und erst dann die GS, wobei GS typischerweise nachrangig sind.
Aus dem genannten Grunde sind GS eben keine klassischen Kredite sondern stellen eine Mischform zwischen Eigen- und Fremdkapital dar, daher werden sie meist auch höher verzinst als „gewöhnliche“ Kredite. Andererseits werden sie - im Gegensatz zum Eigenkapital - normalerweise nach einem definierten Zeitraum zurückgezahlt.
Fazit: Es empfiehlt sich (wie erwähnt), die Bedinungen, zu denen der GS begeben wird, genau zu studieren, um zu wissen, auf was man sich genau einläßt.
Neben den wie immer sehr richtigen Hinweisen von christian möchte ich anmerken, dass ohne die genauen Konditionen des Genussscheins zu haben, keinerlei Aussage über Sinn und Unsinn der Investition möglich ist.
Man darf sich aber von den 8,9% nicht blenden lassen.
Genussscheine haben zumeist - aber auf den konkreten Fall bezogen ist auch das nur eine Vermutung - die Eigenschaft, ganz weit hinten in der Kette derjenigen zu kommen, die Geld sehen.
In sofern stellt sich in jedem Falle die Frage ob das Unternehmen in der Lage ist, so hohe Erträge zu generieren, dass bei der entsprechenden Verwendung auch noch was für den Genussscheininhaber abfällt.
Auch wenn du die Konditionen hast, dürfte es hier im Brett schwierig werden eine Werthaltigkeit der Forderung zu beurteilen.
Interessant fände ich weitere Daten zum Gs allerdings schon.