Aktienfond langfristig

Von: , Frage gestellt am So, 28. Jan 2007

Ist es bei einem guten Aktienfonds der langfristig angelegt ist (Rente) nicht evtl. sinnvoll die Kursgewinne nach einigen Jahren auch mal abzuschöpfen und auf ein Tagesgeldkonto zu legen ? Denn je mehr Kapital angespart ist desto mehr Wertverlust hab ich ja wohl bei länger andauernden fallenden Kursen am Aktienmarkt (z.Bsp. 2000-2003) mit dem bereits angesparten Kapital. Dieses dann evtl. erhebliche Minus muss ja erstmal wieder ausgeglichen werden.

20 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 2 Minuten 0 hilfreich
    Re: Aktienfond langfristig

    Ist es
    Ich meine Sparplan, keine Einmalanlage.

    • Antwort von nach 21 Stunden 0 hilfreich
      Re^2: Aktienfond langfristig

      Hallo Rainer,

      zum Ersten wäre mal zu klären, ob eine reine Anlage in Aktien die richtige "Asset Allocation" für Dich ist.
      Es gibt verschiedenste Modelle und Ideen. Für eine mußt Du Dich entscheiden und dann hoffen, dass es eine gute ist. Wissen kann das niemand, nur aufgrund der Vergangenheitsdaten annehmen.

      Laut Portfoliotheorie ist eine Mischung aus verschiedenen unterschiedlichen Anlageklassen (z.B. Aktien / Renten / Immobilien) "effizienter" als eine reine Aktienanlage. Das bedeutet: Gleiche Rendite bei weniger Risiko (Geringere Schwankungen) oder mehr Rendite bei gleichem Risiko. Wie gesagt, Theorie.

      Wenn Du also Deine für Dich (zu Deiner Risikoneigung und dem Anlageziel) passende Allokation gefunden hast, kommt der Sparplan ins Spiel.
      Durch den Durchschnittskosteneffekt (Cost-Average) macht es aus meiner Sicht keinen Sinn, in etwas anderes als Aktienfonds zu sparen. Einen entsprechenden Zeithorizont vorausgesetzt.
      Wenn Du so etwas z.B. 1997 begonnen hast, dann dürfte dieses Depot derzeit satt im Plus liegen. Jetzt würde ich mir schon mal Gedanken machen, den angesparten Betrag in die eigenlich zu mir passende Allocation zu überführen, um das Risiko bei sinkenden Kursen zu begrenzen. Der Sparplan kann ruhig weiter laufen.

      Die Kunst liegt dann im Umgang mit der Allocation. Mit zunehmendem Lebensalter bzw. je näher man am Ende des Anlagezeitraumes ist, umso mehr Risiko sollte abgebaut werden, um nicht den beschriebenen "2000-2003-Effekt" zu erleiden.

      Genauso wichtig ist es aber auch, während der Laufzeit nach Verlustphasen wieder in die Aktien zu investieren. Z.B. indem einmal jährlich die gewünschte Basisallocation wieder hergestellt wird. Sonst bist Du beim nächsten Aufschwung an den Börsen nicht mit dabei.
      Logischerweise sollte nach starken Jahren der überschüssige Aktienanteil in die konservatien Anlagen umgeschichtet werden, um das Risiko im gewünschten Maß zu halten.

      Viele Grüße

      Schorsch

  2. Antwort von nach 44 Minuten 0 hilfreich
    Re: Aktienfond langfristig

    Was Sie meinen, nennt sich Asset Allocation.
    Dazu gibt es gute Bücher wie z.b. das von Bernstein " Die intelligente Asset Allocation "
    In der Tat sollten Sie mit fortschreitendem Alter den Anteil ihrer Aktienfonds im Portfolio zugunsten von Assetklassen mit niedriger Volatilität reduzieren.

    Das Problem hierbei ist, daß Ihnen bei größerem Umschichten von Aktienfonds in Tagesgelder oder andere festverzinsliche Anleihen durchaus auch sehr viel Rendite verloren gehen kann. D.h. wenn Sie das Risiko ihres Anlageportfolios einschränken, reduzieren Sie nicht nur die Chancen auf den Verlust sondern auch auf höheren Gewinn.
    Und das Dumme ist dabei: niemand kann Ihnen sagen, wann genau der richtige Zeitpunkt zum Ausstieg aus ihrem Aktienfonds da ist, bevor es mit ihm abwärts geht. Vielleicht verpassen Sie genau den Boom...

    "There ain't no thing such a free lunch" ;-)

    Grüße
    CE [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

    • Antwort von nach 3 Stunden 0 hilfreich
      Re^2: Aktienfond langfristig

      Was Sie meinen, nennt sich Asset Allocation.
      Danke für alle Antworten . Das ist mir aber alles schon bewußt. Meine Frage war aber eine andere. Ob es schon nach ein paar Jahren immer wieder Sinn macht den Gewinn rauszunehmen .Also einen Teil abzuschöpfen.

      • Antwort von nach 4 Stunden 0 hilfreich
        Re^3: Aktienfond langfristig

        Nein, es macht keinen Sinn.
        a) erzeugen Sie dadurch im Gegensatz zu einer Buy and Hold-Strategie höhere Transaktionskosten und was wichtiger ist
        b) niemand wird Ihnen sagen können, WANN genau sie ihr geld abziehen und wiederanlegen sollen.
        Falls Sie jemanden kennen, der die Kursentwicklungen genau vorhersagen kann, sagen Sie mir bitte Bescheid. Ich wäre auch gerne Multimilliardär. Durch Turbos und ähnliche Hebelprodukte sollte das dann ein Leichtes sein. [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

  3. Antwort von nach 49 Minuten 0 hilfreich
    Re: Aktienfond langfristig

    Ist es bei einem guten Aktienfonds der langfristig angelegt
    ist (Rente) nicht evtl. sinnvoll die Kursgewinne nach einigen
    Jahren auch mal abzuschöpfen und auf ein Tagesgeldkonto zu
    legen ?
    Es ist nicht verkehrt den Aktienanteil etwa 5-10 Jahre vor dem geplanten Rentenbeginn deutlich zu reduzieren, um sich nicht doch noch einen Rückschlag einzuhandeln. Dafür gibt es sogar eigene Konstruktionen, die es dir dann ermöglichen (im Regelfall innerhalb der Fondgesellschaft) kostenlos in einen Rentenfonds umzuschichten.
    Sonst ist es reine Spekulation, wann genau du umschichtest. Historische Rechnungen zeigen, daß damit auch nicht viel mehr zu verdienen ist, als wenn man durchgehend investiert gewesen wäre, da ja immer die Ausgabeaufschläge (bzw. allgemein Kosten) zu berücksichtigen sind.

    Cu Rene

    • Antwort von nach einer Stunde 0 hilfreich
      Re^2: Aktienfond langfristig

      Dafür gibt es sogar eigene Konstruktionen, die es dir dann ermöglichen (im
      Regelfall innerhalb der Fondgesellschaft) kostenlos in einen
      Rentenfonds umzuschichten.
      Der Sinn, weshalb in Rentenfonds umgeschichtet werden soll, ist mir ehrlich gesagt schleierhaft. Das Angebot der Fondsgesellschaft deutet daraufhin wem dies nutzt: der Fondsgesellschaft und weniger dem Anleger.
      Festverzinsliche Wertpapiere weisen ohnehin die etwas höhere Nettorendite auf als Rentenfonds und das Risiko einer Staatsanleihe in einem westeuropäischen EU-Land geht wie beim Rentenfonds gegen Null.
      Deshalb halte ich die Umschichtung in Geldmarktfonds, Tagesgeldkonten, etc. (wie vom Fragesteller beabsichtigt) für wesentlich geeigneter.

  4. Antwort von nach 2 Tagen 0 hilfreich
    Re: Aktienfond langfristig

    hallo rainer,

    wie der geldgeorg ja unten schrieb, verteilst du dein anlagevolumen ja nicht nur auf aktienanlagen, sondern um nicht- oder entegengesetzt korrelierende assetklassen und anlageformen (anlagearten).
    also, wenn eine korrektur an den aktienmärkten erfolgt, steuern andere teile deines anlagevolumens bei guter ausbalancierung dagegen.
    (googlen: "markovitz").
    wer nur in aktienfonds auf der longseite investiert ist, sollte sein portfolio unbedingt überprüfen. egal, ob es mehrere aktienfonds sind oder nicht.



    strubbel
    €:O)

    • Antwort von nach 2 Tagen 0 hilfreich
      Re^2: Aktienfond langfristig

      hallo rainer,

      wie der geldgeorg ja unten schrieb, verteilst du dein
      anlagevolumen ja nicht nur auf aktienanlagen,
      Hallo,

      also ich bin schon nur in Aktienfonds. In mehreren der großen Anbieter.
      Ob das ganz richtig ist frage ich mich auch...Die Fonds sind nicht nur in Aktien investiert aber doch fast ausschließlich .(meist 97 Prozent o.ä.)
      Mir scheint aber solange es nach einem Abwärts an der Börse (2000-2003 ) auch immer wieder steil bergauf geht (2003-jetzt) bringt ein guter (!) Aktienfonds mehr als ein Mischfond.Der hat nur weniger Volatilität und ist damit besser für die Nerven aber mit weniger Rendite. Es gibt aber auch miserable Fonds . So einen hatte ich auch (Sparkasse).


      Also denke ich : 5 Jahre vor Ablauf je nach Börsenphase in den sicheren Hafen und ich dürfte damit am Besten fahren. Was uns Vater Staat aber im Jahr 2030 noch lässt ist dann die Frage ! Vielleicht hätt man es auch verleben sollen .

      Übel war allerdings im Okt 2000 eine Einmalanlage von 5000.- gemacht zu haben ! Von einem Aktienfondvermittler (Firma) "beraten". Ich nenne das null Beratung , nur Verkauf sonst hätte man mir geraten den Trend abzuwarten oder hätte mich gewarnt dass es auch mal jahrelang tief abwärts gehen kann.Interessant dass dabei auch die weltweit anlegenden Fonds genauso wie der DAX verloren was mir heute sagt dass der Aufschwung (nicht in meinem Geldbeutel) an der Weltwirtschaft liegt und nicht an Reformen .



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