Re: Finanzierung Hausbau/-kauf in drei Jahren
Hi erstma,
1. Reduzierung von BSV2 auf 10 Tsd. EUR, da der Darlehenszins
mit 4,5% viel zu hoch sei
2. Anlage zweier neuer BSVs ueber jeweils 50 Tsd. und diese
dann ansparen (Darlehenszins bei LBS wohl momentan 2,9%)
So doof wie sich der Vorschlag anhört ist er eigentlich gar nicht, er hat ein paar vor und auch ein paar Nachteile.
1. Es dauert viel zu lange bis die BSV zuteilungsreif sind
(oder geht das auch ueber drei Jahreund nicht sieben?).
Vergeß die 7 Jahre, diese Frist ist nur für VL- Anlagen interessant, und die auch nur wenn man die sttaltiche Förderung haben will. Da ihr knapp 25.000 € im Jahr übrig habt, werdet ihr die aber wohl eher nicht erhalten, da ihr zu viel verdienen werdet. Ansonsten sind Bausparverträge theoretisch sehr schnell ansparbar, es gibt halt nur je nach Tarif eine Mindestansparzeit, die liegt meist so um die 18 Monate.
2. Das Ganze wird jede Menge Gebuehren nach sich ziehen
korrekt und zwar genau die Abschlussprovision für die neuen BSV-Verträge, in der Regel 1 % der Bausparsumme. Also bei 100.000€, 1000€ Provision
3. Wenn ich die BSV zwischenfinanziere, nuetzt mir der gute
Darlehenszins (momentan wohl 2,9 %) auch nichts mehr...
Falsch, hängt von der Dauer der Zwischenfinanzierung ab, aber in der Regel ist die Aufnahme eines Bauspardarlehens, trotz Zwischenfinanzierung(die Teurer ist als ein Annuitätendarlehen) insgesamt über die Dauer immer noch deutlich günstiger als die Aufnahme eines Annuitätendarlehens. da das deutlich günstigere Bausaprdarlehen dies mehr als wett macht über die Zeit einiger Jahre.
Hinzu kommt, das ihr höchstwahrscheinlich gar nicht Zwischenfinanzieren müßt. Mit dem Geld was ihr bis dahin anspart würdet ihr die beiden Bausparverträge locker Zuteilungsreif bekommen
4. Schlechte Rendite fuer das angesparte Geld
Ich wuerde eher dazu tendieren, weiter Geld auf
Tagesgeldkonten anzusparen
Zu 4 stimmt, die Verzinsung von Bausparverträgen ist wirklich Grottenschlecht. Aber das schöne an Bausparverträgen ist, man muss nicht regelmäßig in einen Bausparvertrag ansparen. Spar dein Geld ruhig auf Tagesgeldkonten an, und wenn es mit dem Hausbau konkret wird, rufst du bei deiner Bank an und fragst welche Summe du auf deine Bausparverträge jetzt einzahlen mußt um den zu einen bestimmten Termin Zuteilungsreif zu haben. Dann überweist du die Gesamtsumme. So kannst du beides haben Gute Verzinsung und das günstige Bauspardarlehen.
Mein Vorschlag an euch wäre:
- ruhig Abschluss 1 weiteren BSP-Vertrages über 50.000€ (die BSP-Darlehen sind zZ einfach sensationell günstig)
- nur geringe Regelmäßige Ratenbesparung der BSP-Verträge (regelmäßige Sparer haben bessere Bewertungskennzahl, also irgendwie nur 10€ oder 20€ Rate im Monat einzahlen)
- Ansparung auf besser verzinsten Sparverträgen/Tagesgeldkonten etc.
- Abwägung ob Darlehenszinsersparnis bei Abschluss 2 BSP-Vertrages zu eurem bereits vorhandenen 50.000€ BSP- Vertrag, erneute Abschlussgebühr von 500€ über Tilgungsdauer wettmachen kann
- falls ja Fristgerechte Kündigung der vorhandenen Bausparverträge, dass Geld darauf ist einfach zu schlecht verzinst, also weg damit und Lagerung auf gut verzinsten Anlagen
Vorteile:
- Wahrnehmung zinsgünstiger Bauspardarlehen
- dadurch weniger Risiko für finanzierende Bank, bringt günstigeren Annuitätendarlehenszinssatz
- für euch größere Flexibilität bei der Tilgung der Darlehen, bei Bauspardarlehen könnt ihr jederzeit in beliebiger Höhe Sondertilgen und so die Abzahlung des Darlehens beschleunigen. Dies ist bei Annuitätendarlehen nicht möglich, selbst wenn ihr eine Sondertilgung mit der Bank vereinbart ist diese in der Regel auf eine bestimmte Höchstsumme gedeckelt. Diese Flexibilität kann euch über die Jahre viel Geld sparen.
Nachteile:
- zusätzliche Gebühren für Bausparvertragsabschlüsse
- Bauspardarlehen werden in der Regel schneller getilgt als Annuitätendarlehen (BSP-Verträge: 8-12 Jahre, je nach Tarif, Annuitätendarlehen 20-30 Jahre)
- dadurch höhere monatliche Raten insgesamt zu Beginn der Finanzierung