Einlagensicherung???

Von: , Frage gestellt am Mo, 15. Sep 2008

Hallo,

bei der Krise macht man sich seine Gedanken.
Wie ist das bei der 1822 Direktbank beim Tagesgeld?
Wie ist das bei der Dresdner beim Festgeld für 3 Monate?

Sind diese Gelder sicher?

Danke!
Sebastian

20 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 14 Stunden 1 hilfreich
    Re: Einlagensicherung???

    Hallo, bei der Krise macht man sich seine Gedanken.
    Wie ist das bei der 1822 Direktbank beim Tagesgeld?
    Wie ist das bei der Dresdner beim Festgeld für 3 Monate?

    Sind diese Gelder sicher?
    tja, hättest Du die Frage vor einem Jahr gestellt, hätte die Antwort ohne wenn und aber gelautet, daß die Gelder sicher sind, weil sie bei diesen Instituten durch den Einlagensicherungsfonds des BdB (Dreba) und die anderen Sicherungssysteme (1822) abgesichert sind (mehr zu dem Thema: FAQ:2682) und zwar in voller Höhe und ohne Selbstbehalt des Kunden.

    Nun sind aber die Einlagensicherungssysteme darauf ausgelegt, die Kundengelder für den Fall einer einzelnen Institutspleite abzusichern. In der Vergangenheit hat das auch ganz prima geklappt, weil nur kleinere Institute zusammengeklappt sind und natürlich auch nicht das gesamte Vermögen der Kreditinstitute verschwunden war. Die Sicherungssysteme (in der Vergangenheit immer nur der Einlagensicherungsfonds des privaten Bankgewerbes) mußten daher nur kleinere Beträge ausbringen.

    Die Frage ist nun, ob die Sicherungssysteme einer Pleitewelle standhalten könnten, wie sie die USA gerade erleben. Dort gerät die staatliche Einlagensicherung mittlerweile durchaus ins Schlingern:
    http://www.ftd.de/unternehmen/finanzdienstleister/:H...

    Vorweg: von einer derartigen Pleitewelle sind wir in Deutschland weit entfernt.

    Die deutschen Einlagensicherungssysteme werden im wesentlichen durch ihre Mitgliedsinstitute getragen. Deren jährlicher Beitrag bemißt sich nach der Größe definierter Bilanzpositionen. So der erhält Einlagensicherungsfonds jährlich Beiträge von einigen hundert Mio. Euro. Nun verwalten aber die deutschen Kreditinstitute Kundenguthaben von rd. 3 Billionen Euro und ein einzelnes größeres Kreditinstitut bringt es leicht auf einen zweistelligen Milliardenbetrag.

    Demzufolge gab es schon Anfang des Jahres angesichts der durchaus nicht unwahrscheinlichen Pleite der IKB Überlegungen, ob denn die deutsche Einlagensicherung einem größeren Ausfall gewachsen wäre:
    http://www.welt.de/welt_print/article1729085/Die_Tue...

    Gruß
    Christian

    • Antwort von nach einem Tag 0 hilfreich
      Re^2: Einlagensicherung???

      Danke für diese ehrliche und realistische Stellungnahme.
      Meine Folgefrage wäre, wenn Du magst, gibt es nicht schon Institute, die aufgrund mangelnder Involviertheit in fadenscheinige Geschäfte seriöser, soll heissen, sicherer da stehen, als andere?
      Sparkassen zum Beispiel?
      Es sind ja nicht alle Banken gleichermaßen involviert, in wie weit können die mit rein gerissen werden?

      Ich denke, es ist allerhöchste Zeit für ehrliche und realistische Worte, und es wundert mich ein wenig, dass die Krise, von der sogar ich, die eigentlich null Ahnumng hat, schon vor Monaten geredet und auf die ich mich vorbereitet habe, so wenig Beachtung findet, auch hier, macht sich denn kaum einer Gedanken, was auf uns alle zu kommt?


      Gruß,
      Zahira

      • Antwort von nach einem Tag 0 hilfreich
        Re^3: Einlagensicherung???

        Danke für diese ehrliche und realistische Stellungnahme.
        Meine Folgefrage wäre, wenn Du magst, gibt es nicht schon
        Institute, die aufgrund mangelnder Involviertheit in
        fadenscheinige Geschäfte seriöser, soll heissen, sicherer da
        stehen, als andere?
        Sparkassen zum Beispiel?
        In der Tat stehen Sparkassen auf jeden Fall besser da, weil für sie der Gewährträger haftet, also in der Regel die Gemeinde. Es sind ja nicht alle Banken gleichermaßen involviert, in wie
        weit können die mit rein gerissen werden?
        Ich möchte an der Stelle klarstellen, daß ich nicht davon ausgehe, daß deutsche KI in dem Maße betroffen sind wie es amerikanische Institute sind. Davon auszugehen, daß - wie von der Politik behauptet - das deutsche Finanzsystem vollkommen von den internationalen Finanzsystemen abgekoppelt ist, ist allerdings auch fahrlässig. Ich denke, es ist allerhöchste Zeit für ehrliche und
        realistische Worte, und es wundert mich ein wenig, dass die
        Krise, von der sogar ich, die eigentlich null Ahnumng hat,
        schon vor Monaten geredet und auf die ich mich vorbereitet
        habe, so wenig Beachtung findet, auch hier, macht sich denn
        kaum einer Gedanken, was auf uns alle zu kommt?
        Och, ich habe vor über einem Jahr vorhergesagt, daß uns die größte Finanzkrise seit Jahrzehnten droht. Damals habe ich auch erwähnt, daß ich mich von allen WP-Positionen getrennt habe und nur noch kurzfristigen Handel betreibe. Dafür wurde ich - vorsichtig formuliert - belächelt.

        Gruß
        Christian

        • Antwort von nach einem Tag 0 hilfreich
          Re^4: Einlagensicherung???





          "In der Tat stehen Sparkassen auf jeden Fall besser da, weil
          für sie der Gewährträger haftet, also in der Regel die
          Gemeinde."



          Danke, das wollte ich wissen.
          Es liegt ja an uns allen und unserer Verantwortung, welchem Institut wir unsere materiellen Werte anvertrauen, und auch, welche Form des Umganges damit, letztendlich sogar, welche Ethik wir mitmachen.
          Es sind ja nicht alle Banken gleichermaßen involviert, in wie
          weit können die mit rein gerissen werden?


          "Ich möchte an der Stelle klarstellen, daß ich nicht davon
          ausgehe, daß deutsche KI in dem Maße betroffen sind wie es
          amerikanische Institute sind. Davon auszugehen, daß - wie von
          der Politik behauptet - das deutsche Finanzsystem vollkommen
          von den internationalen Finanzsystemen abgekoppelt ist, ist
          allerdings auch fahrlässig."



          So nehme ich es auch wahr.
          Die bange Frage ist, wie weit die Verstrickung am Ende geht.
          Kracht der Dollar, was sicherlich andere Ursachen noch haben wird, als nur subprime, könnte es einen Tsunami geben.
          Dann wird sich zeigen, welche Werte mehr als nur Papier und heisse Luft sind.Und, welche Ethik hinter ihnen steht.
          Das ist meine Laienbefürchtung, die ich aus anderen Quellen, als vorrangig wirtschaftlichen Kenntnissen gewonnen habe.



          "Och, ich habe vor über einem Jahr vorhergesagt, daß uns die
          größte Finanzkrise seit Jahrzehnten droht. Damals habe ich
          auch erwähnt, daß ich mich von allen WP-Positionen getrennt
          habe und nur noch kurzfristigen Handel betreibe. Dafür wurde
          ich - vorsichtig formuliert - belächelt."



          Ja, da bin ich auch gelandet.
          Und vor allem "echte" , unzerstörbare Werte wie Edelmetalle gehören zu den Dingen, die Gelassenheit erhöhen. Zumindest bei mir.
          Gold z.B. ist freilich ein Wert, den jene, die mit Heuschreckendenken reich geworden sind, dazu gehören leider viele Banken und den die Regierungen nicht gerne in unseren Händen sehen.

          Pervertiert wird so ein Setzen auf reale Werte aber natürlich auch gleich wieder, so ist für mich die Spekulation mit Nahrungsmitteln eine völlig unfassbare Sache, hier mal wieder ein Punkt, in dem Regierungen versagen, und sich das schlimme Ausmaß der Krankheit, an dem die schöne freie Marktwirtschaft leidet, offenbart.

          Danke für Deine offenen Antworten.
          Es sollte angefangen werden, über diese Dinge geredet zu werden, wenn sie uns nicht mitreissen sollen.
          Ohne in Panik zu verfallen, aber mit der Bereitschaft zu einer gewissen Frustrationstoleranz.

          Der nun in den USA zu befürchtende Wahlausgang ist besorgniserregend, und wird uns zeigen, wie ein Volk, das die Augen zu macht und lieber bei den alten, schon lang nicht mehr wirksamen, Sicherheiten bleibt in den Zeiten der Globalisierung eine ganze Welt nah an den Abgrund bringen kann.

          Gruß!
          Zahira

          PS, ich sehe gerade, dass eine Insolvenz von AIG abgewendet worden ist dadurch, dass staatlich mal wieder rein gepumpt wurde.
          Also, wer jetzt immer noch nicht aufwacht und seine Schäfchen in den Stall treibt kann wirklich nicht sagen, er sei nicht mehrfach vorgewarnt worden...

          • Antwort von nach einem Tag 0 hilfreich
            Re^5: Einlagensicherung???

            Hallo, Es liegt ja an uns allen und unserer Verantwortung, welchem
            Institut wir unsere materiellen Werte anvertrauen, und auch,
            welche Form des Umganges damit, letztendlich sogar, welche
            Ethik wir mitmachen.
            ich hoffe, Du meinst damit nicht, daß die Sparkassen ethischer handeln als andere Institute. Es sind ja nicht alle Banken gleichermaßen involviert, in wie
            weit können die mit rein gerissen werden?
            Nur ein Beispiel auf die schnelle:
            http://www.handelsblatt.com/unternehmen/banken-versi... So nehme ich es auch wahr.
            Die bange Frage ist, wie weit die Verstrickung am Ende geht.
            Kracht der Dollar, was sicherlich andere Ursachen noch haben
            wird, als nur subprime, könnte es einen Tsunami geben.
            Wo soll der Dollar hinkrachen? Er steht schon jetzt sehr niedrig und ist dabei auch unterbewertet. Ja, da bin ich auch gelandet.
            Und vor allem "echte" , unzerstörbare Werte wie Edelmetalle
            gehören zu den Dingen, die Gelassenheit erhöhen. Zumindest bei
            mir.
            Gold z.B. ist freilich ein Wert, den jene, die mit
            Heuschreckendenken reich geworden sind, dazu gehören leider
            viele Banken und den die Regierungen nicht gerne in unseren
            Händen sehen.
            Wieso sollte es irgendjemand nicht gerne sehen, wenn Privatpersonen Gold kaufen bzw. bunkern? Mal abgesehen davon, daß ich persönlich Gold für keine besonders sinnvolle Anlageform halte. Pervertiert wird so ein Setzen auf reale Werte aber natürlich
            auch gleich wieder, so ist für mich die Spekulation mit
            Nahrungsmitteln eine völlig unfassbare Sache, hier mal wieder
            ein Punkt, in dem Regierungen versagen, und sich das schlimme
            Ausmaß der Krankheit, an dem die schöne freie Marktwirtschaft
            leidet, offenbart.
            Die Spekulation mit Nahrungsmitteln – wie Du es nennst – ist Jahrtausende alt und keine Erfindung unserer Marktwirtschaft. Waren und Dienstleistungen werden zu den höchsten Preisen verkauft, die sich dafür erzielen lassen und das gilt für Nahrungsmittel genauso wie für Rohstoffe oder Geld. Der nun in den USA zu befürchtende Wahlausgang ist
            besorgniserregend, und wird uns zeigen, wie ein Volk, das die
            Augen zu macht und lieber bei den alten, schon lang nicht mehr
            wirksamen, Sicherheiten bleibt in den Zeiten der
            Globalisierung eine ganze Welt nah an den Abgrund bringen
            kann.
            Der in den USA zu erwartende Wahlausgang ist letztlich auch ein „selber Schuld“-Problem wie ich es ja weiter oben schon für die Kleinanleger formulierte. Einfach nur mit der Gesamtsituation unzufrieden zu sein, ist für eine Veränderung nicht ausreichend. Im Falle des in den USA zu erwartenden Wahlergebnisses hilft es ungemein, sich als Wähler registrieren zu lassen und wählen zu gehen. PS, ich sehe gerade, dass eine Insolvenz von AIG abgewendet
            worden ist dadurch, dass staatlich mal wieder rein gepumpt
            wurde.
            Also, wer jetzt immer noch nicht aufwacht und seine Schäfchen
            in den Stall treibt kann wirklich nicht sagen, er sei nicht
            mehrfach vorgewarnt worden...
            Tja, das sehen die Märkte anders. Ich habe mich auch schon letzte Woche gefragt, was daran positiv sein soll, daß der Staat die zwei großen Immobilienbuden mit 200 Mrd. USD unterstützt und kontrolliert. Ich deute solche Vorgänge als Alarmzeichen wie auch schon die übers Knie gebrochene Zinssenkung vor einem Jahr aber wie gesagt: die Märkte sehen das anders.

            Gruß
            Christian

            • Antwort von nach einem Tag 0 hilfreich
              Re^6: Einlagensicherung???


              Hallo Christian! ich hoffe, Du meinst damit nicht, daß die Sparkassen ethischer
              handeln als andere Institute.
              Vermutlich nicht, nein.Nachdem ich Deine andere Antwort zu den Sparkassen gelesen habe, schon gar nicht mehr.
              Wo soll der Dollar hinkrachen? Er steht schon jetzt sehr
              niedrig und ist dabei auch unterbewertet.

              Naja, bankrott hatte sich japraktisch seinerzeit schon Nixon erklärt mit der Aufhebung der Golddeckung.
              Dass Dollars gedruckt werden,um u.A. Kriege zu finanzieren ist doch auch kein Geheimwissen mehr.
              So exportieren die USA Inflation in die Welt, und es ist doch nur eine Frage der Zeit, bis das kracht.
              Gefallen hat mir seit langem schon die hübsche Geschichte wie die Franzosen seinerzeit versucht haben, das Ganze anzugehen, indem sie Dollars gegen Gold getauscht haben und zudem das Gold physisch haben wollten, in Frankreich.

              Und so ist es doch auch zu subprime gekommen, heisse Luft, Kredite auf Hypotheken, die keinen realen Gegenwert hatten, das flog auf, und da stehen wir nun.

              Was ich mit Zusammenbruch des Dollars meine, ist seine Konfrontation mit seiner mangelnden realen Wertgrundlage.
              Ich denke weniger an ein sinken, als an einen echten Zusammenbruch.




              .
              Wieso sollte es irgendjemand nicht gerne sehen, wenn
              Privatpersonen Gold kaufen bzw. bunkern? Mal abgesehen davon,
              daß ich persönlich Gold für keine besonders sinnvolle
              Anlageform halte.
              Naja, die BAnken verdienen am Goldkauf, wenn man es denn bei ihnen kauft, genau einmal.
              Wenn man es zur Wertsicherung langfristig kauft, nicht zur kurzen Spekulation.
              Das hat mir sogar meine Bank bestätigt, dass sie aus diesem Grund den Edelmetallbereich vernachlässigen.

              Regierungen haben auch nicht gerne die finanzielle Autonomie ihgrer Bürger, allen voran die USA, in denen der Goldbesitz lang genug verboten war, weil der natürlich die Frage nach dem realen Boden unseres Geldsystems auf den Punkt bringt, und es aushebelt, wenn nur genügend Anleger aussteigen aus dem Ganzen.
              Ich weiss, dass das alles in Bankenkreisen großteils belächelte Argumente sind, aber spätestens, seit mir das AUsmaß der kommenden Krise deutlich geworden ist, und vor allem, seit ich sogar m Gespräch mit Bankern und freien Beratern in der Wirtschaft immer öfter höre, dass sie es ganz genau ebenso sehen, hab ich gedanklich und real das System verlassen und kann dazu nur jeden ermutigen, der immer noch glaubt, das wird jetzt nicht schmerzhaft werden, was gerade erst angefangen hat.






              Die Spekulation mit Nahrungsmitteln – wie Du es nennst – ist
              Jahrtausende alt und keine Erfindung unserer Marktwirtschaft.
              Waren und Dienstleistungen werden zu den höchsten Preisen
              verkauft, die sich dafür erzielen lassen und das gilt für
              Nahrungsmittel genauso wie für Rohstoffe oder Geld.
              Regulation von Angebot und NAchfrage ist etwas anders, als gezieltes Spekulieren und Hoffen auf fette kurzfristige Gewinne, während eben aus diesem Denken und HAndeln heraus Hunegr aufgrund nicht mehr ausreichend erwerbbarer Grundnahrungsmittel entsteht.
              Viel war in der letzten Zeit über Reis zu lesen.




              Der in den USA zu erwartende Wahlausgang ist letztlich auch
              ein „selber Schuld“-Problem wie ich es ja weiter oben schon
              für die Kleinanleger formulierte. Einfach nur mit der
              Gesamtsituation unzufrieden zu sein, ist für eine Veränderung
              nicht ausreichend. Im Falle des in den USA zu erwartenden
              Wahlergebnisses hilft es ungemein, sich als Wähler
              registrieren zu lassen und wählen zu gehen.
              Oder wenn manche das wählen lieber liessen...
              Tja, das sehen die Märkte anders. Ich habe mich auch schon
              letzte Woche gefragt, was daran positiv sein soll, daß der
              Staat die zwei großen Immobilienbuden mit 200 Mrd. USD
              unterstützt und kontrolliert. Ich deute solche Vorgänge als
              Alarmzeichen wie auch schon die übers Knie gebrochene
              Zinssenkung vor einem Jahr aber wie gesagt: die Märkte sehen
              das anders.
              Also, trotz unterschiedlichem Ausgangsdenken,bei uns jetzt, Alarm sehen zunehmend Menschen aus den unterschiedlichsten mentalen Herkünften, und das eben bestätigt mir, dass da vielleicht tatsächlich etwas besorgniserregendes sich entwickelt.

              Es ging jetzut schon ein wenig oT, hat sich so ergeben.
              Es hat mich seit einiger Zeit schon gewundert, dass das Thema, z.B. hier so fast gar nicht diskutiert wird.#SInd denn alle noch im Schlaf, oder lähmt die Angst?

              Viele Grüße,
              Zahira

            • Antwort von nach einem Tag 0 hilfreich
              Re^7: Einlagensicherung???

              Hallo, Naja, bankrott hatte sich japraktisch seinerzeit schon Nixon
              erklärt mit der Aufhebung der Golddeckung.
              die zu dem Zeitpunkt schon eine Besonderheit an sich war. Der Wert des Geldes wird nicht in Dollar ausgedrückt sondern in dem, was man dafür kaufen kann. Der Glaube an Gold als einzig wahren Wert scheint irgendwie noch aus den Urzeiten zu stammen, in denen der steinzeitliche Mensch begeistert alles einsteckte, was glänzte. Dass Dollars gedruckt werden,um u.A. Kriege zu finanzieren ist
              doch auch kein Geheimwissen mehr.
              Dafür wird keine Schein gedruckt und keine Münze geprägt. Richtig ist, daß Kriege gerne mal über Staatsschulden finanziert werden, aber ob man nun Kredite aufnimmt, um damit in fernen Ländern Kriege zu führen oder um Beamte und Sozialleistungen zu bezahlen, ist rein volkswirtschaftlich so ziemlich das gleiche: weg ist weg. So exportieren die USA Inflation in die Welt, und es ist doch
              nur eine Frage der Zeit, bis das kracht.
              Inflation kann man nur importieren und nicht exportieren. Wir importieren gerade Inflation, weil wir so viel Öl verbrauchen. Und so ist es doch auch zu subprime gekommen, heisse Luft,
              Kredite auf Hypotheken, die keinen realen Gegenwert hatten,
              das flog auf, und da stehen wir nun.
              Naa, die Werte waren in dem Moment der Kreditvergabe schon da bzw. waren angesichts der steigenden Immobilienpreise schon am Horizont zu erkennen. Das dumme war nur, daß die Kreditnehmer ein zu geringes Einkommen hatten und die Notenbank die Zinsen niedrig hielt. Das Problem waren also nicht die Werte sondern die Rahmenbedingungen, unter denen man die Kredite vergeben hat. Was ich mit Zusammenbruch des Dollars meine, ist seine
              Konfrontation mit seiner mangelnden realen Wertgrundlage.
              Ich denke weniger an ein sinken, als an einen echten
              Zusammenbruch.
              Tja, der kann kommen, wenn auch aus anderen Gründen. Wieso sollte es irgendjemand nicht gerne sehen, wenn
              Privatpersonen Gold kaufen bzw. bunkern? Mal abgesehen davon,
              daß ich persönlich Gold für keine besonders sinnvolle
              Anlageform halte.
              Naja, die BAnken verdienen am Goldkauf, wenn man es denn bei
              ihnen kauft, genau einmal.
              Wenn man es zur Wertsicherung langfristig kauft, nicht zur
              kurzen Spekulation.
              Das hat mir sogar meine Bank bestätigt, dass sie aus diesem
              Grund den Edelmetallbereich vernachlässigen.
              Der Grund ist ein anderer: Gold ist unhandlich und teuer in der Lagerung. Regierungen haben auch nicht gerne die finanzielle Autonomie
              ihgrer Bürger, allen voran die USA, in denen der Goldbesitz
              lang genug verboten war,
              Ja, weil man das Gold zentralisierte, um das Bankensystem zu stabilisieren, weil das 1933/34 in Gefahr geraten war, weil der Goldstandard existierte, sich jeder Gold gegen Dollar bei jedem Kreditinstitut aushändigen lassen konnte und natürlich nicht jedes Institut genug Gold bunkern konnte, um jedem vorbeikommenden Kunden seine Dolores in Gold auszuzahlen. weil der natürlich die Frage nach dem
              realen Boden unseres Geldsystems auf den Punkt bringt, und es
              aushebelt, wenn nur genügend Anleger aussteigen aus dem
              Ganzen.
              Das geht mir schon wieder zu sehr in Richtung Verschwörungstheorie. Wenn später noch die Juden und die Illuminaten auftauchen, bin ich raus. Ich weiss, dass das alles in Bankenkreisen großteils
              belächelte Argumente sind, aber spätestens, seit mir das
              AUsmaß der kommenden Krise deutlich geworden ist, und vor
              allem, seit ich sogar m Gespräch mit Bankern und freien
              Beratern in der Wirtschaft immer öfter höre, dass sie es ganz
              genau ebenso sehen, hab ich gedanklich und real das System
              verlassen und kann dazu nur jeden ermutigen, der immer noch
              glaubt, das wird jetzt nicht schmerzhaft werden, was gerade
              erst angefangen hat.
              Dem, was Du hier als System bezeichnest, wirst Du Dich nicht entziehen können, außer wenn Du in den Wald ziehst und dort Jägerin und Sammlerin wirst. Die Spekulation mit Nahrungsmitteln – wie Du es nennst – ist
              Jahrtausende alt und keine Erfindung unserer Marktwirtschaft.
              Waren und Dienstleistungen werden zu den höchsten Preisen
              verkauft, die sich dafür erzielen lassen und das gilt für
              Nahrungsmittel genauso wie für Rohstoffe oder Geld.
              Regulation von Angebot und NAchfrage ist etwas anders, als
              gezieltes Spekulieren und Hoffen auf fette kurzfristige
              Gewinne, während eben aus diesem Denken und HAndeln heraus
              Hunegr aufgrund nicht mehr ausreichend erwerbbarer
              Grundnahrungsmittel entsteht.
              Wie gesagt: das gibts seit Jahrtausenden. Jeder, der Waren hat, die andere haben wollen, versucht den höchsten Preis zu erzielen und das gilt für alle Waren. Wie weit man dabei geht, ist eine moralische Frage, die jeder für sich selbst klären muß(te). Auf der ganzen Welt sind die Regale vor einer angekündigten Erhöhung staatlich regulierter Preise leer, um sich bei deren Inkrafttreten wieder schlagartig zu füllen. Das ist auch Spekulation und zwar eine deutlich weniger abstrakte als das Handeln an Warenterminbörsen, d.h. der Produzent und/oder Händler bringt seine ihm im Zweifel persönlich bekannten Kunden um die eigentlich vorhandene Ware. Das finde ich persönlich durchaus verwerflicher als wenn man versucht in Chicago ein paar Millionen Dollar mit konzentriertem Orangensaft zu verdienen. Also, trotz unterschiedlichem Ausgangsdenken,bei uns jetzt,
              Alarm sehen zunehmend Menschen aus den unterschiedlichsten
              mentalen Herkünften, und das eben bestätigt mir, dass da
              vielleicht tatsächlich etwas besorgniserregendes sich
              entwickelt.
              Wie gesagt: dergleichen schrieb ich schon vor über einem Jahr. Es ging jetzut schon ein wenig oT, hat sich so ergeben.
              Es hat mich seit einiger Zeit schon gewundert, dass das Thema,
              z.B. hier so fast gar nicht diskutiert wird.#SInd denn alle
              noch im Schlaf, oder lähmt die Angst?
              Das kann ich nicht beurteilen. Wahrscheinlich ist es Ignoranz oder der Zweifel daran, daß mal etwas so richtig schieflaufen kann. Die Weltwirtschaftskrise ist ja schon solange her, daß sich wahrscheinlich kaum jemand vorstellen möchte oder kann, daß sich ähnliches wiederholt oder gar schlimmeres möglich ist.

              Gruß
              Christian

            • Antwort von nach einem Tag 0 hilfreich
              Re^8: Einlagensicherung???

              Hallo, Naja, bankrott hatte sich japraktisch seinerzeit schon Nixon
              erklärt mit der Aufhebung der Golddeckung.
              die zu dem Zeitpunkt schon eine Besonderheit an sich war. Der
              Wert des Geldes wird nicht in Dollar ausgedrückt sondern in
              dem, was man dafür kaufen kann. Der Glaube an Gold als einzig
              wahren Wert scheint irgendwie noch aus den Urzeiten zu
              stammen, in denen der steinzeitliche Mensch begeistert alles
              einsteckte, was glänzte.
              Irgendeinen Bezugswert braucht ja eine Währung, wenn sie fundiert funktionieren soll, da sind wir uns schon einig.

              Da erscheint mir Gold doch seriöser, weil eben über eine ganze Menschheitsentwicklung erprobt und als gut befunden, als willkürliche Warenkörbe, deren Zusammensetzung fragwürdig ist.
              Und die Warenkörbe sind nicht real da, als Gegenwert, es bleibt bei so einem System also möglich, Geld nachzudrucken, solange man will, oder es knallt.Darum das Gold.Welches so gesehen ideal ist, weil unverrottbar, hohes spezifisches Gewicht und kann nicht jeder mal eben herstellen. Dafür wird keine Schein gedruckt und keine Münze geprägt.
              Richtig ist, daß Kriege gerne mal über Staatsschulden
              finanziert werden, aber ob man nun Kredite aufnimmt, um damit
              in fernen Ländern Kriege zu führen oder um Beamte und
              Sozialleistungen zu bezahlen, ist rein volkswirtschaftlich so
              ziemlich das gleiche: weg ist weg.
              Die Geldmenge wird erhöht, ob gedruckt, oder virtuell, ohne , dass ein Gegenwert rumliegt,z.B. Gold.
              Macht am Ende Hyperinflation.
              Die wir alle importieren, oder meinetwegen USA exportiert, solange der Dollar Leitwährung bleibt.



              So exportieren die USA Inflation in die Welt, und es ist doch
              nur eine Frage der Zeit, bis das kracht.
              Inflation kann man nur importieren und nicht exportieren. Wir
              importieren gerade Inflation, weil wir so viel Öl verbrauchen.
              Würden wir nicht importieren, wenn Öl in Euro abgerechnet würde. Und so ist es doch auch zu subprime gekommen, heisse Luft,
              Kredite auf Hypotheken, die keinen realen Gegenwert hatten,
              das flog auf, und da stehen wir nun.
              Naa, die Werte waren in dem Moment der Kreditvergabe schon da
              bzw. waren angesichts der steigenden Immobilienpreise schon am
              Horizont zu erkennen. Das dumme war nur, daß die Kreditnehmer
              ein zu geringes Einkommen hatten und die Notenbank die Zinsen
              niedrig hielt. Das Problem waren also nicht die Werte sondern
              die Rahmenbedingungen, unter denen man die Kredite vergeben
              hat.
              Waren sie aber später nicht mehr, als Hypotheken zum Stützen von Konsumkrediten auf Immobilien aufgenommen wurden, in MAssen, als Volksbeschäftigung geradezu, die auf irreal überhöhten, bis dahin rein theoretischen Immobilienwerten basierten.
              Erst, als die Blase platzte, fing der Dominoeffekt an.
              Die künstlich niedrigen Zinsen mögen eine Ursache sein, die künstlich überhöhten Immobilienwerte die andere.
              Die Frage ist, welche und wessen Motive stecken wirklich hinter diesen beiden Täuschungen? Was ich mit Zusammenbruch des Dollars meine, ist seine
              Konfrontation mit seiner mangelnden realen Wertgrundlage.
              Ich denke weniger an ein sinken, als an einen echten
              Zusammenbruch.
              Tja, der kann kommen, wenn auch aus anderen Gründen.
              Aus so vielen, dass er wahrscheinlich wird.




              Naja, die BAnken verdienen am Goldkauf, wenn man es denn bei
              ihnen kauft, genau einmal.
              Wenn man es zur Wertsicherung langfristig kauft, nicht zur
              kurzen Spekulation.
              Das hat mir sogar meine Bank bestätigt, dass sie aus diesem
              Grund den Edelmetallbereich vernachlässigen.
              Der Grund ist ein anderer: Gold ist unhandlich und teuer in
              der Lagerung.
              Du wirst aber schon verstehen, dass das Argument, die Banken verdienen an regelmäßigen Umsätzen einfach viel besser, als an einem Edelmetall,das nicht spekulativ genutzt wird, sondern zur Wertabsicherung, nicht wirklich absurd ist??
              Der Grund mit der Lagerung leuchtet mir selbstverständlich schon auch ein.
              Meist sind es viele Duínge, die zusammenspielen. Regierungen haben auch nicht gerne die finanzielle Autonomie
              ihgrer Bürger, allen voran die USA, in denen der Goldbesitz
              lang genug verboten war,
              Ja, weil man das Gold zentralisierte, um das Bankensystem zu
              stabilisieren, weil das 1933/34 in Gefahr geraten war, weil
              der Goldstandard existierte, sich jeder Gold gegen Dollar bei
              jedem Kreditinstitut aushändigen lassen konnte und natürlich
              nicht jedes Institut genug Gold bunkern konnte, um jedem
              vorbeikommenden Kunden seine Dolores in Gold auszuzahlen.
              Und vor allem, so viel Gold nicht vorhanden war.
              MAn wollte also damals schon ein in sich instabiles, auf Sand gebautes System stabilisieren
              Und weil man das über viele Jahrzehnte immer wieder irgendwie geflickt hat, sind wir jetzt da, wo wir sind. weil der natürlich die Frage nach dem
              realen Boden unseres Geldsystems auf den Punkt bringt, und es
              aushebelt, wenn nur genügend Anleger aussteigen aus dem
              Ganzen.
              Das geht mir schon wieder zu sehr in Richtung
              Verschwörungstheorie. Wenn später noch die Juden und die
              Illuminaten auftauchen, bin ich raus.
              Christian, diese Gedanken, insbesondere die Richtung mit "den Juden", könnte ich fast als beleidigend empfinden, wenn ich da empfindlich wäre.

              Nein, Verschwörungstheorien dieser Art sind Ausgeburten menschlicher Ängste, deren Inhaber ihr Inneres in ein vermeintlich feindliches Aussen projizieren, und schaden der ernsthaften Diskussion, die wichtig und ernst genug ist, um ohne sowas auszukommen.
              Die echten Bedrohungen reichen völlig aus, um sich drum zu kümmern und aus dem Tiefschlaf aufzuwachen, siehe ganz unten auch Deine Antwort auf meine letzte Frage.





              Dem, was Du hier als System bezeichnest, wirst Du Dich nicht
              entziehen können, außer wenn Du in den Wald ziehst und dort
              Jägerin und Sammlerin wirst.
              Ja, in diese Richtung geht es bei mir.
              Möglichst weitgehende Autonomie ist mein Ziel, und es gibt viel, was man in diese Richtung tun kann, was sogar viel Spass macht.
              Ja, und die Absicherung durch Edelmetalle statt virtuellem Geld, soweit man es sich erlauben kann.





              Wie gesagt: das gibts seit Jahrtausenden. Jeder, der Waren
              hat, die andere haben wollen, versucht den höchsten Preis zu
              erzielen und das gilt für alle Waren. Wie weit man dabei geht,
              ist eine moralische Frage, die jeder für sich selbst klären
              muß(te).
              Die ist die zentrale Frage.
              Und weil das nicht funktioniert,braucht es eigentlich rechtliche Grenzen.Es ist nämlich so eine Sache, diese Frage zu klären, wenn man gerade wegen Verdoppelung des Reispreises seine Familie nicht mehr ernähren kann, obwohl man seine Arbeit hat und macht, wie schon immer.




              Auf der ganzen Welt sind die Regale vor einer angekündigten Erhöhung staatlich regulierter Preise leer, um
              sich bei deren Inkrafttreten wieder schlagartig zu füllen. Das
              ist auch Spekulation und zwar eine deutlich weniger abstrakte
              als das Handeln an Warenterminbörsen, d.h. der Produzent
              und/oder Händler bringt seine ihm im Zweifel persönlich
              bekannten Kunden um die eigentlich vorhandene Ware. Das finde
              ich persönlich durchaus verwerflicher als wenn man versucht in
              Chicago ein paar Millionen Dollar mit konzentriertem
              Orangensaft zu verdienen.
              O-Saft isat nicht wirklich ein Grundnahrungsmittel, und DU hast Recht mit Deinem Beispiel, aber es ist ein kleines Randbeispiel, das einfach nicht in dem Ausmaß wirkt, wie es die Börsengeschäfte tun.
              Und weil der eine ein Räuber ist, hat der andere Räuber ja noch lange nicht moralisch Recht.Die Frage ist, welch ein Denken und Handeln wir als Einzelner MEnsch unterstützen wollen.



              Also, trotz unterschiedlichem Ausgangsdenken,bei uns jetzt,
              Alarm sehen zunehmend Menschen aus den unterschiedlichsten
              mentalen Herkünften, und das eben bestätigt mir, dass da
              vielleicht tatsächlich etwas besorgniserregendes sich
              entwickelt.
              Wie gesagt: dergleichen schrieb ich schon vor über einem Jahr.
              Ich empfinde solche Gespräche als sehr wertvoll, gerade mit Menschen wie Dir, die sicherlich einen ganz anderen Hintergrund, und auch eine ganz andere Meinung in vielen Dingen haben, als ich, da gerade durch diesen bunten Austausch Bewegung und Information ins Denken kommt für mich.
              Du weisst vieles, und regst vieles in mir an, was für mich wichtig zu wissen und anzudenken ist, was ohne solche Gespräche niemals an mich heran käme.

              SO auch übrigens der Wein, der noch wartet, auf´s Öffnen.HAb gerade gar keinen Weindurst.(Du erinnerst?)




              Es ging jetzut schon ein wenig oT, hat sich so ergeben.
              Es hat mich seit einiger Zeit schon gewundert, dass das Thema,
              z.B. hier so fast gar nicht diskutiert wird.#SInd denn alle
              noch im Schlaf, oder lähmt die Angst?
              Das kann ich nicht beurteilen. Wahrscheinlich ist es Ignoranz
              oder der Zweifel daran, daß mal etwas so richtig schieflaufen
              kann. Die Weltwirtschaftskrise ist ja schon solange her, daß
              sich wahrscheinlich kaum jemand vorstellen möchte oder kann,
              daß sich ähnliches wiederholt oder gar schlimmeres möglich
              ist.
              Ich glaube es ist auch das Sicherheitsdenken und die dazugehörige Angst.
              Unsere vermeintliche Sicherheit wird in den nächsten Jahren ganz bestimmt durch entsprechende staatliche ENtwicklungen noch bis ins Perverse verstärkt werden und doch wird es nicht helfen, weil gerade das am Ende zum Zusammenbruch führen wird.
              Darum habe ich, schaue ich in die USA auch ein ähnlich besch.... Gefühl, wenn ich sehe, wie nun wahrscheinlich Sicherheit und nicht Konfrontation mit der Krise gewählt werden wird, wie ich es damals hatte, als es Babybush gelungen war, ob tatsächlich oder manipuliert ist eigentlich egal, das Steuer an sich und seine Hintermänner zu reissen.
              Ich könnte gerade wieder nur noch kotzen.

              Sorry, hab mich schon wieder im Griff,danke für die Anregungen, die Deine Gedanken mir geben!

              Zahira
              Kann ich gut verstehen, aber es hilft ja nichts, die Augen zu zumachen.

            • Antwort von nach 2 Tagen 0 hilfreich
              Re^9: Einlagensicherung???

              Hallo, Da erscheint mir Gold doch seriöser, weil eben über eine ganze
              Menschheitsentwicklung erprobt und als gut befunden,
              ich kann mich nicht entsinnen, daß in Krisenzeiten Gold jemals die gängige Schattenwährung gewesen wäre. Das sind in der Regel vielmehr Naturalien wie Lebensmittel oder – wie nach dem zweiten Weltkrieg – Zigaretten. Es hat sich nämlich im Laufe der Menschheitsgeschichte herausgestellt, daß sich Gold nur sehr bedingt für eine ausgewogene Ernährung eignet. Und wenn es erst einmal wieder so weit ist, daß sich jemand für Gold interessiert und einen angemessenen Preis dafür bezahlt, ist die Krise schon wieder vorüber.

              Wenn man schon krisensicher investieren will, würde ich eher eine Schafherde erwerben als einen Klumpen gelben Metalls, das sogar zu weich ist, um ein gescheites Jagdmesser daraus zu machen. willkürliche Warenkörbe, deren Zusammensetzung fragwürdig ist.
              Die Zusammensetzung ist überhaupt nicht fragwürdig. Hier kannst Du Dir das Wägungsschema anschauen:
              http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/des...
              Wägungsschema für den Verbraucherpreisindex Deutschland als Download Und die Warenkörbe sind nicht real da, als Gegenwert, es
              bleibt bei so einem System also möglich, Geld nachzudrucken,
              solange man will, oder es knallt.Darum das Gold.Welches so
              gesehen ideal ist, weil unverrottbar, hohes spezifisches
              Gewicht und kann nicht jeder mal eben herstellen.
              Hm, der Warenkorb hat nichts mit dem Wert des Geldes zu tun, sondern mit der Wertenwicklung. Dafür wird keine Schein gedruckt und keine Münze geprägt.
              Richtig ist, daß Kriege gerne mal über Staatsschulden
              finanziert werden, aber ob man nun Kredite aufnimmt, um damit
              in fernen Ländern Kriege zu führen oder um Beamte und
              Sozialleistungen zu bezahlen, ist rein volkswirtschaftlich so
              ziemlich das gleiche: weg ist weg.
              Die Geldmenge wird erhöht, ob gedruckt, oder virtuell, ohne ,
              dass ein Gegenwert rumliegt,z.B. Gold.
              Macht am Ende Hyperinflation.
              Nein, Inflation. Für Hyperinflation braucht man was anderes als ein paar hundert Milliarden, die in Rauch und Trümmer umgesetzt werden. Die wir alle importieren, oder meinetwegen USA exportiert,
              solange der Dollar Leitwährung bleibt.
              Inflation ist nur dann grenzüberschreitend, wenn man sich verteuernde Waren importiert. Was die USA mit ihrer Währung treiben, interessiert uns in Euroland nur sehr eingeschränkt. Da steigende Inflation häufig mit einem fallenden Wechselkurs einhergeht, kommt sie nicht oder nur vermindert in einem anderen Land an. So hat uns der gefallene US-Dollar vor einem großen Teil des Ölpreisanstiegs bewahrt. So exportieren die USA Inflation in die Welt, und es ist doch
              nur eine Frage der Zeit, bis das kracht.
              Inflation kann man nur importieren und nicht exportieren. Wir
              importieren gerade Inflation, weil wir so viel Öl verbrauchen.
              Würden wir nicht importieren, wenn Öl in Euro abgerechnet
              würde.
              Siehe oben. Naa, die Werte waren in dem Moment der Kreditvergabe schon da
              bzw. waren angesichts der steigenden Immobilienpreise schon am
              Horizont zu erkennen. Das dumme war nur, daß die Kreditnehmer
              ein zu geringes Einkommen hatten und die Notenbank die Zinsen
              niedrig hielt. Das Problem waren also nicht die Werte sondern
              die Rahmenbedingungen, unter denen man die Kredite vergeben
              hat.
              Waren sie aber später nicht mehr, als Hypotheken zum Stützen
              von Konsumkrediten auf Immobilien aufgenommen wurden, in
              MAssen, als Volksbeschäftigung geradezu, die auf irreal
              überhöhten, bis dahin rein theoretischen Immobilienwerten
              basierten.
              Erst, als die Blase platzte, fing der Dominoeffekt an.
              Die künstlich niedrigen Zinsen mögen eine Ursache sein, die
              künstlich überhöhten Immobilienwerte die andere.
              Die Frage ist, welche und wessen Motive stecken wirklich
              hinter diesen beiden Täuschungen?
              Und wieder: wer hinter einer Situation auf diese Situation zielgerichtete Aktivitäten vermutet, begibt sich in den Bereich der Verschwörungstheorien.

              Das Geld war billig zu bekommen, was dem Wirtschaftsgenie Greenspan zu verdanken ist, der damit die Folgen der dotcom-Krise um den Jahrtausendwechsel abmildern wollte. Dadurch und weil die Kreditinstitute bis neulich über eine implizite Staatsgarantie verfügten, wurden Immobilienkredite an jeden Hilfsarbeiter vergeben. Dadurch stieg die Nachfrage nach Häusern, was zu steigenden Preisen führte und das wiederum zu höheren Finanzierungsquoten (wenn der Preis der Hütte mit praktisch absoluter Sicherheit steigt, kann man schon mal 120 oder 130% des aktuellen Wertes mit Kredit finanzieren.

              Es entstand eine klassische Blase, die genauso klassisch platze. Alles nichts besonderes, wenn die Blase einerseits nicht so unglaublich groß gewesen wäre und andererseits die Risiken nicht gebündelt, verpackt und weiterverkauft worden wären, bis keiner mehr genau wußte, wo sie waren. Die Ratingagenturen waren dabei natürlich auch keine große Hilfe.

              Kurzum: keine Verschwörung, keine zielgerichteten Aktivitäten. Die einen wollten Häuser, die anderen Gewinne und alle bekamen über Jahre genau das, was sie wollten. Was ich mit Zusammenbruch des Dollars meine, ist seine
              Konfrontation mit seiner mangelnden realen Wertgrundlage.
              Ich denke weniger an ein sinken, als an einen echten
              Zusammenbruch.
              Tja, der kann kommen, wenn auch aus anderen Gründen.
              Aus so vielen, dass er wahrscheinlich wird.
              Der Zusammenbruch des US-Dollars wurde schon für die 80er Jahre prognostiziert, weil die USA über eine chronisch negative Leistunugsbilanz verfügen. Schon damals wurde argumentiert, es sei unmöglich, daß die restliche Welt auf Dauer den Konsum der USA finanzieren würde.

              Naja, das ist nun auch schon 20 Jahre her. Der Grund ist ein anderer: Gold ist unhandlich und teuer in
              der Lagerung.
              Du wirst aber schon verstehen, dass das Argument, die Banken
              verdienen an regelmäßigen Umsätzen einfach viel besser, als an
              einem Edelmetall,das nicht spekulativ genutzt wird, sondern
              zur Wertabsicherung, nicht wirklich absurd ist??
              Es ist nicht absurd, aber auch nicht schlagend. Jemand, der Golf kaufen will und dessen Kreditinstitut ihm das Zeug nicht verkaufen kann, wird nicht auf einmal anfangen, mit Derivaten zu handeln.

              Genauso wie die wenigsten Institute heute noch nennenswerte Sortenbestände halten, bunkert man nicht Gold in Hoffnung darauf, daß mal ein Kunde ein paar Gramm kaufen will. Regierungen haben auch nicht gerne die finanzielle Autonomie
              ihgrer Bürger, allen voran die USA, in denen der Goldbesitz
              lang genug verboten war,
              Ja, weil man das Gold zentralisierte, um das Bankensystem zu
              stabilisieren, weil das 1933/34 in Gefahr geraten war, weil
              der Goldstandard existierte, sich jeder Gold gegen Dollar bei
              jedem Kreditinstitut aushändigen lassen konnte und natürlich
              nicht jedes Institut genug Gold bunkern konnte, um jedem
              vorbeikommenden Kunden seine Dolores in Gold auszuzahlen.
              Und vor allem, so viel Gold nicht vorhanden war.
              MAn wollte also damals schon ein in sich instabiles, auf Sand
              gebautes System stabilisieren
              Und weil man das über viele Jahrzehnte immer wieder irgendwie
              geflickt hat, sind wir jetzt da, wo wir sind.
              Verschwörungstheorie. weil der natürlich die Frage nach dem
              realen Boden unseres Geldsystems auf den Punkt bringt, und es
              aushebelt, wenn nur genügend Anleger aussteigen aus dem
              Ganzen.
              Das geht mir schon wieder zu sehr in Richtung
              Verschwörungstheorie. Wenn später noch die Juden und die
              Illuminaten auftauchen, bin ich raus.
              Christian, diese Gedanken, insbesondere die Richtung mit "den
              Juden", könnte ich fast als beleidigend empfinden, wenn ich da
              empfindlich wäre.
              Das sind die üblichen Argumentationswege. Am Ende taucht dann als Beweis für die große Verschwörung noch Auge und Pyramide auf den Dollarnoten auf. Ob der betreffende als Strippenzieher nun die Illuminaten, die Juden oder die Freimaurer vermutet, spielt für mich keine Rolle. Auf der ganzen Welt sind die Regale vor einer angekündigten Erhöhung staatlich regulierter Preise leer, um
              sich bei deren Inkrafttreten wieder schlagartig zu füllen. Das
              ist auch Spekulation und zwar eine deutlich weniger abstrakte
              als das Handeln an Warenterminbörsen, d.h. der Produzent
              und/oder Händler bringt seine ihm im Zweifel persönlich
              bekannten Kunden um die eigentlich vorhandene Ware. Das finde
              ich persönlich durchaus verwerflicher als wenn man versucht in
              Chicago ein paar Millionen Dollar mit konzentriertem
              Orangensaft zu verdienen.
              O-Saft isat nicht wirklich ein Grundnahrungsmittel, und DU
              hast Recht mit Deinem Beispiel, aber es ist ein kleines
              Randbeispiel, das einfach nicht in dem Ausmaß wirkt, wie es
              die Börsengeschäfte tun.
              Der Orangensaft spielte auf einen Film aus den frühen 80ern an:
              http://www.imdb.com/title/tt0086465/

              Es ist egal, welche Ware man betrachtet, ob nun Zink, Orangensaftkonzentrat oder Schweinebäuche oder den einzigen Laden im Dorf, der nach 20 Uhr geöffnet hat: Der Preis richtet sich nach Angebot und Nachfrage.

              Der Staat kann da gerne eingreifen, wenn er möchte, aber das Ergebnis ist nicht zwangsläufig besser. Wenn der Preis den Anbietern zu niedrig und die Ware nicht leicht verderblich ist, wird das Zeug halt solange gebunkert, bis der Preis wieder paßt – oder eben auf dem Schwarzmarkt verlauft. Der Versuch, seitens des Staates in die Wirtschaft einzugreifen, ist nur selten von Erfolg gekrönt. Also, trotz unterschiedlichem Ausgangsdenken,bei uns jetzt,
              Alarm sehen zunehmend Menschen aus den unterschiedlichsten
              mentalen Herkünften, und das eben bestätigt mir, dass da
              vielleicht tatsächlich etwas besorgniserregendes sich
              entwickelt.
              Wie gesagt: dergleichen schrieb ich schon vor über einem Jahr.
              Ich empfinde solche Gespräche als sehr wertvoll, gerade mit
              Menschen wie Dir, die sicherlich einen ganz anderen
              Hintergrund, und auch eine ganz andere Meinung in vielen
              Dingen haben, als ich, da gerade durch diesen bunten Austausch
              Bewegung und Information ins Denken kommt für mich.
              Du weisst vieles, und regst vieles in mir an, was für mich
              wichtig zu wissen und anzudenken ist, was ohne solche
              Gespräche niemals an mich heran käme.
              Fein. SO auch übrigens der Wein, der noch wartet, auf´s Öffnen.HAb
              gerade gar keinen Weindurst.(Du erinnerst?)
              Klar. Schon probiert?

              Gruß
              Christian



Keine passende Antwort gefunden? Jetzt eigene Frage stellen!