Re^8: Einlagensicherung???
Hallo,
Naja, bankrott hatte sich japraktisch seinerzeit schon Nixon
erklärt mit der Aufhebung der Golddeckung.
die zu dem Zeitpunkt schon eine Besonderheit an sich war. Der
Wert des Geldes wird nicht in Dollar ausgedrückt sondern in
dem, was man dafür kaufen kann. Der Glaube an Gold als einzig
wahren Wert scheint irgendwie noch aus den Urzeiten zu
stammen, in denen der steinzeitliche Mensch begeistert alles
einsteckte, was glänzte.
Irgendeinen Bezugswert braucht ja eine Währung, wenn sie fundiert funktionieren soll, da sind wir uns schon einig.
Da erscheint mir Gold doch seriöser, weil eben über eine ganze Menschheitsentwicklung erprobt und als gut befunden, als willkürliche Warenkörbe, deren Zusammensetzung fragwürdig ist.
Und die Warenkörbe sind nicht real da, als Gegenwert, es bleibt bei so einem System also möglich, Geld nachzudrucken, solange man will, oder es knallt.Darum das Gold.Welches so gesehen ideal ist, weil unverrottbar, hohes spezifisches Gewicht und kann nicht jeder mal eben herstellen.
Dafür wird keine Schein gedruckt und keine Münze geprägt.
Richtig ist, daß Kriege gerne mal über Staatsschulden
finanziert werden, aber ob man nun Kredite aufnimmt, um damit
in fernen Ländern Kriege zu führen oder um Beamte und
Sozialleistungen zu bezahlen, ist rein volkswirtschaftlich so
ziemlich das gleiche: weg ist weg.
Die Geldmenge wird erhöht, ob gedruckt, oder virtuell, ohne , dass ein Gegenwert rumliegt,z.B. Gold.
Macht am Ende Hyperinflation.
Die wir alle importieren, oder meinetwegen USA exportiert, solange der Dollar Leitwährung bleibt.
So exportieren die USA Inflation in die Welt, und es ist doch
nur eine Frage der Zeit, bis das kracht.
Inflation kann man nur importieren und nicht exportieren. Wir
importieren gerade Inflation, weil wir so viel Öl verbrauchen.
Würden wir nicht importieren, wenn Öl in Euro abgerechnet würde.
Und so ist es doch auch zu subprime gekommen, heisse Luft,
Kredite auf Hypotheken, die keinen realen Gegenwert hatten,
das flog auf, und da stehen wir nun.
Naa, die Werte waren in dem Moment der Kreditvergabe schon da
bzw. waren angesichts der steigenden Immobilienpreise schon am
Horizont zu erkennen. Das dumme war nur, daß die Kreditnehmer
ein zu geringes Einkommen hatten und die Notenbank die Zinsen
niedrig hielt. Das Problem waren also nicht die Werte sondern
die Rahmenbedingungen, unter denen man die Kredite vergeben
hat.
Waren sie aber später nicht mehr, als Hypotheken zum Stützen von Konsumkrediten auf Immobilien aufgenommen wurden, in MAssen, als Volksbeschäftigung geradezu, die auf irreal überhöhten, bis dahin rein theoretischen Immobilienwerten basierten.
Erst, als die Blase platzte, fing der Dominoeffekt an.
Die künstlich niedrigen Zinsen mögen eine Ursache sein, die künstlich überhöhten Immobilienwerte die andere.
Die Frage ist, welche und wessen Motive stecken wirklich hinter diesen beiden Täuschungen?
Was ich mit Zusammenbruch des Dollars meine, ist seine
Konfrontation mit seiner mangelnden realen Wertgrundlage.
Ich denke weniger an ein sinken, als an einen echten
Zusammenbruch.
Tja, der kann kommen, wenn auch aus anderen Gründen.
Aus so vielen, dass er wahrscheinlich wird.
Naja, die BAnken verdienen am Goldkauf, wenn man es denn bei
ihnen kauft, genau einmal.
Wenn man es zur Wertsicherung langfristig kauft, nicht zur
kurzen Spekulation.
Das hat mir sogar meine Bank bestätigt, dass sie aus diesem
Grund den Edelmetallbereich vernachlässigen.
Der Grund ist ein anderer: Gold ist unhandlich und teuer in
der Lagerung.
Du wirst aber schon verstehen, dass das Argument, die Banken verdienen an regelmäßigen Umsätzen einfach viel besser, als an einem Edelmetall,das nicht spekulativ genutzt wird, sondern zur Wertabsicherung, nicht wirklich absurd ist??
Der Grund mit der Lagerung leuchtet mir selbstverständlich schon auch ein.
Meist sind es viele Duínge, die zusammenspielen.
Regierungen haben auch nicht gerne die finanzielle Autonomie
ihgrer Bürger, allen voran die USA, in denen der Goldbesitz
lang genug verboten war,
Ja, weil man das Gold zentralisierte, um das Bankensystem zu
stabilisieren, weil das 1933/34 in Gefahr geraten war, weil
der Goldstandard existierte, sich jeder Gold gegen Dollar bei
jedem Kreditinstitut aushändigen lassen konnte und natürlich
nicht jedes Institut genug Gold bunkern konnte, um jedem
vorbeikommenden Kunden seine Dolores in Gold auszuzahlen.
Und vor allem, so viel Gold nicht vorhanden war.
MAn wollte also damals schon ein in sich instabiles, auf Sand gebautes System stabilisieren
Und weil man das über viele Jahrzehnte immer wieder irgendwie geflickt hat, sind wir jetzt da, wo wir sind.
weil der natürlich die Frage nach dem
realen Boden unseres Geldsystems auf den Punkt bringt, und es
aushebelt, wenn nur genügend Anleger aussteigen aus dem
Ganzen.
Das geht mir schon wieder zu sehr in Richtung
Verschwörungstheorie. Wenn später noch die Juden und die
Illuminaten auftauchen, bin ich raus.
Christian, diese Gedanken, insbesondere die Richtung mit "den Juden", könnte ich fast als beleidigend empfinden, wenn ich da empfindlich wäre.
Nein, Verschwörungstheorien dieser Art sind Ausgeburten menschlicher Ängste, deren Inhaber ihr Inneres in ein vermeintlich feindliches Aussen projizieren, und schaden der ernsthaften Diskussion, die wichtig und ernst genug ist, um ohne sowas auszukommen.
Die echten Bedrohungen reichen völlig aus, um sich drum zu kümmern und aus dem Tiefschlaf aufzuwachen, siehe ganz unten auch Deine Antwort auf meine letzte Frage.
Dem, was Du hier als System bezeichnest, wirst Du Dich nicht
entziehen können, außer wenn Du in den Wald ziehst und dort
Jägerin und Sammlerin wirst.
Ja, in diese Richtung geht es bei mir.
Möglichst weitgehende Autonomie ist mein Ziel, und es gibt viel, was man in diese Richtung tun kann, was sogar viel Spass macht.
Ja, und die Absicherung durch Edelmetalle statt virtuellem Geld, soweit man es sich erlauben kann.
Wie gesagt: das gibts seit Jahrtausenden. Jeder, der Waren
hat, die andere haben wollen, versucht den höchsten Preis zu
erzielen und das gilt für alle Waren. Wie weit man dabei geht,
ist eine moralische Frage, die jeder für sich selbst klären
muß(te).
Die ist die zentrale Frage.
Und weil das nicht funktioniert,braucht es eigentlich rechtliche Grenzen.Es ist nämlich so eine Sache, diese Frage zu klären, wenn man gerade wegen Verdoppelung des Reispreises seine Familie nicht mehr ernähren kann, obwohl man seine Arbeit hat und macht, wie schon immer.
Auf der ganzen Welt sind die Regale vor einer
angekündigten Erhöhung staatlich regulierter Preise leer, um
sich bei deren Inkrafttreten wieder schlagartig zu füllen. Das
ist auch Spekulation und zwar eine deutlich weniger abstrakte
als das Handeln an Warenterminbörsen, d.h. der Produzent
und/oder Händler bringt seine ihm im Zweifel persönlich
bekannten Kunden um die eigentlich vorhandene Ware. Das finde
ich persönlich durchaus verwerflicher als wenn man versucht in
Chicago ein paar Millionen Dollar mit konzentriertem
Orangensaft zu verdienen.
O-Saft isat nicht wirklich ein Grundnahrungsmittel, und DU hast Recht mit Deinem Beispiel, aber es ist ein kleines Randbeispiel, das einfach nicht in dem Ausmaß wirkt, wie es die Börsengeschäfte tun.
Und weil der eine ein Räuber ist, hat der andere Räuber ja noch lange nicht moralisch Recht.Die Frage ist, welch ein Denken und Handeln wir als Einzelner MEnsch unterstützen wollen.
Also, trotz unterschiedlichem Ausgangsdenken,bei uns jetzt,
Alarm sehen zunehmend Menschen aus den unterschiedlichsten
mentalen Herkünften, und das eben bestätigt mir, dass da
vielleicht tatsächlich etwas besorgniserregendes sich
entwickelt.
Wie gesagt: dergleichen schrieb ich schon vor über einem Jahr.
Ich empfinde solche Gespräche als sehr wertvoll, gerade mit Menschen wie Dir, die sicherlich einen ganz anderen Hintergrund, und auch eine ganz andere Meinung in vielen Dingen haben, als ich, da gerade durch diesen bunten Austausch Bewegung und Information ins Denken kommt für mich.
Du weisst vieles, und regst vieles in mir an, was für mich wichtig zu wissen und anzudenken ist, was ohne solche Gespräche niemals an mich heran käme.
SO auch übrigens der Wein, der noch wartet, auf´s Öffnen.HAb gerade gar keinen Weindurst.(Du erinnerst?)
Es ging jetzut schon ein wenig oT, hat sich so ergeben.
Es hat mich seit einiger Zeit schon gewundert, dass das Thema,
z.B. hier so fast gar nicht diskutiert wird.#SInd denn alle
noch im Schlaf, oder lähmt die Angst?
Das kann ich nicht beurteilen. Wahrscheinlich ist es Ignoranz
oder der Zweifel daran, daß mal etwas so richtig schieflaufen
kann. Die Weltwirtschaftskrise ist ja schon solange her, daß
sich wahrscheinlich kaum jemand vorstellen möchte oder kann,
daß sich ähnliches wiederholt oder gar schlimmeres möglich
ist.
Ich glaube es ist auch das Sicherheitsdenken und die dazugehörige Angst.
Unsere vermeintliche Sicherheit wird in den nächsten Jahren ganz bestimmt durch entsprechende staatliche ENtwicklungen noch bis ins Perverse verstärkt werden und doch wird es nicht helfen, weil gerade das am Ende zum Zusammenbruch führen wird.
Darum habe ich, schaue ich in die USA auch ein ähnlich besch.... Gefühl, wenn ich sehe, wie nun wahrscheinlich Sicherheit und nicht Konfrontation mit der Krise gewählt werden wird, wie ich es damals hatte, als es Babybush gelungen war, ob tatsächlich oder manipuliert ist eigentlich egal, das Steuer an sich und seine Hintermänner zu reissen.
Ich könnte gerade wieder nur noch kotzen.
Sorry, hab mich schon wieder im Griff,danke für die Anregungen, die Deine Gedanken mir geben!
Zahira
Kann ich gut verstehen, aber es hilft ja nichts, die Augen zu zumachen.