Re^3: Drucken Zinsen nicht Geld??
da ist ein Denkfehler. Wenn ich mir Geld leihe und es mit
Zinsen zurückzahle, das Einkommen sich aber nicht ändert, dann
muss ich diese Zinsen irgendwo einsparen. Z. B. nicht auswärts
Essen gehen, kein Kino usw.
D. h., meine verfügbare Geldmenge bleibt gleich, der
Ausgabenzwecke ändert sich aber.
Vielleicht sind die Modellannahmen, die hier diskutiert werden einfach zu restriktiv bzw. zu weit von der Realität weg.
Früher hat man sich mal Geld geliehen um irgendwelche Investitionen zu tätigen. Der Geldleiher war dabei jedoch in der Regel Mitinvestor. Es wurde also nicht einfach Geld verliehen, um dafür Geld zu erhalten, es hatte mehr den Charakter einer Beteiligung. Früher war es hier in unseren Breitengraden und ist es in weiten Teilen der Welt bis heute sehr verpönt, nur fürs Geldverleihen Geld zu nehmen. Die Mitglieder einer bestimmten religiösen Weltanschauung hatten damit allerdings nie ein Problem. Aus diesem Grund sitzen haben sie heute einen maßgeblichen Einfluß im Finanzsektor und sind bei den Mitgliedern anderer Anschauungen nicht ganz so gut gelitten.
Aber zurück zum Thema. Wenn das Verleihen also die Beteiligung an einer Unternehmung im weitesten Sinne ist, dann entsteht dadurch ja ein gewisser Mehrwert. Am Ende ist also nicht nur mehr Geld vorhanden, sondern auch mehr Werte. Wäre die Geldmenge strikt festgeschrieben, müßten die Preise sinken. Das will man aber aus diversen Gründen nicht.
Gruß