Wohnriester-Bausparvertrag soll als Tilgung dienen

Von: , Frage gestellt am Mi, 10. Feb 2010

Eine Bank unterbreitet für ein Darlehen über 110.000 Euro folgendes Angebot:

Bankdarlehen: 70.000 Euro
Zinssatz: 3,99
Tilgung: 1%
Festschreibung: 10 Jahre
Restschuld nach Zinsbindung: ca. 61.400

KFW-Darlehen: 40.000 Euro
Zinssatz: 4,11
Tilgung: 1%
Festschreibung: 10 Jahre
Restschuld: ca. 34.000

Jetzt soll parallel dazu ein Bausparvertrag beginnen, welcher mit 154,- Euro Riestergefördert wird (der Antragsteller ist ledig, ohne Kinder). Monatlich sollen 130,- angespart werden, welche dann steuerlich geltend gemacht werden können.
Nach ca. 10 Jahren erzielt dieser Bausparvertrag eine Bausparsumme von ca. 20.000,- Euro. Dieser betrag soll sofort die Restschuld mindern:

Also:
61.400 Bank
+34.000 KFW
-20.000 Bausparkonto
-------
=75.400 Restschuld

Das Besondere ist jetzt, dass nach den 10 Jahren aus dem Bausparvertrag ein günstiges Bauspardarlehen über 20.000 Euro entsteht welches mit 2,95 % verzinst wird.

Das ganze klingt auf den ersten Blick sehr attraktiv.
Aber was ist jetzt mit den anfallenden Steuern im Rentenalter? Das ersparte muß doch versteuert werden. Oder nicht? Wie hoch wird es denn versteuert?
Kann das spätere Bauspardarlehen auch mit der Riester-Förderung getilgt werden?

Vielen Dank für eure Antworten

4 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 10 Stunden 0 hilfreich
    Re: Wohnriester-Bausparvertrag soll als Tilgung di

    Guten Tag Angelo,
    Sie sind bereits auf der richtigen Spur und haben erkannt, dass es bei einem sogenannten R.-Bausparvertrag auch noch eine Wirklichkeit gibt, die sich - sagen wir mal - etwas im Hintergrund darstellt.
    Ihre Fragen sind die richtigen. Es gibt auch noch drei bis fünf andere Fragen, die betrachtet werden sollten. Aber: Der sogenannte R.-Bausparvertrag wurde nun einmal von der Baukassenwirtschaft ideeiert und mit Hilfe des Parlamentes in die Welt geschmissen.
    Deswegen sollten Sie Ihre Fragen den Leuten stellen, die Ihnen bereits ein Angebot gemacht haben. Bei den Antworten werden Sie merken, dass eine Finanzierung und insbesondere ein R.-Bausparvertrag
    mit Dingen wie Lebensplanung, Familienplanung, Arbeitsplatzsicherheit,
    Steuergesetzgebung, Zinsentwicklung, Gesundheit sowie Ehe und Scheidung und nicht zuletzt mit Ihrem Durchhaltewillen zu tun haben.
    Das lässt sich hier alles schlecht darstellen.
    Gruß
    Günther

    • Antwort von nach 18 Stunden 0 hilfreich
      Re^2: Wohnriester-Bausparvertrag soll als Tilgung

      Guten Tag Günther,

      Wäre es denn nicht sinnvoller eine klassische Finanzierung zu wählen, und dort etwas mehr zu tilgen. Also eine Verbindung aus Bank-Darlehen und KFW-Darlehen ohne Riester-Bausparvertrag???

      Ich denke der Vorteil liegt dort darin, dass es zu einer tatsächlichen Reduzierung der Restschuld kommt. Außerdem ist die Immobilie frei zu nutzen (Vermietung, Verkauf).

      Außerdem erscheint mir die Riester-Geschichte aufgrund des steuerlichen Einflusses etwas untransparent. Es gibt zu viele "wenn und aber". Da blickt ein Nicht-Fachmann gar nicht mehr durch.

      Oder kann mich Jemand vom Gegenteil überzeugen, und für einen Riester-Bausparvertrag sprechen???

      Grüße Angelo

      • Antwort von nach 19 Stunden 0 hilfreich
        Re^3: Wohnriester-Bausparvertrag soll als Tilgung

        Oder kann mich Jemand vom Gegenteil überzeugen, und für einen
        Riester-Bausparvertrag sprechen???
        Natürlich, jeder der daran verdient dir so was anzudrehen. Geh einfach zur LBS&Co.
        Hier im Forum wohl nicht.

        Gruß

      • Antwort von nach einem Tag 0 hilfreich
        Re^3: Wohnriester-Bausparvertrag soll als Tilgung

        Guten Tag Günther,

        Ich bin zwar nicht Günther, aber trotzdem Hallo, Wäre es denn nicht sinnvoller eine klassische Finanzierung zu
        wählen, und dort etwas mehr zu tilgen. Also eine Verbindung
        aus Bank-Darlehen und KFW-Darlehen ohne
        Riester-Bausparvertrag???

        Ja! Es ist sogar viel sinnvoller. Ich denke der Vorteil liegt dort darin, dass es zu einer
        tatsächlichen Reduzierung der Restschuld kommt. Außerdem ist
        die Immobilie frei zu nutzen (Vermietung, Verkauf).

        100% richtig! Außerdem erscheint mir die Riester-Geschichte aufgrund des
        steuerlichen Einflusses etwas untransparent. Es gibt zu viele
        "wenn und aber". Da blickt ein Nicht-Fachmann gar nicht mehr
        durch.

        auch 100% richtig! Oder kann mich Jemand vom Gegenteil überzeugen, und für einen
        Riester-Bausparvertrag sprechen???

        Ich hoffe nicht. Grüße Angelo
        Gruß
        tycoon

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