Hi,
ich hab mein eigentlich ganz gut laufendes Geschäft (Einzelunternehmen). Nun bekam ich ein Angebot, ein Laden-Geschäft (Schmuckladen) zu kaufen. Das Geschäft läuft relativ gut, gewisse Investitionen sind nötig. Die vielleicht 6000 Euro für neue Ausstattung und vorhandene Verbindlichkeiten kann ich schon investieren, doch was bietet sich an? Ein zweiter Gewerbeschein? Oder den bestehenden Schein erweitern (Hausmeisterdienstleistung bis jetzt, erweitert um Handel mit Schmuck oder so)? Da dies ein ganz anderes Betätigungsfeld ist, tendiere ich zu einer zweiten Gewerbeanmeldung. Klar, getrennte Buchhaltung ist in jedem Fall nötig. Ich habe 3 Angestellte in dem Geschäft, wobei ich 2 übernehmen würde.
Sind total unterschiedliche Unternehmensformen (Dienstleistung und Verkauf) steuerlich günstigerweise zusammenzufassen, oder ist eine Trennung besser sinnvoll? Besonders weil ich etwas investieren muß.
Gruß
André
Moin!
Ich würde Dir empfehlen, Deine Gewerbeanmeldung einfach zu erweitern und den Schmuckhandel einfach als weiteren Geschäftszweig zu integrieren. Erscheint mir einfacher zu sein.
Klar, getrennte Buchhaltung ist in jedem
Fall nötig.
Das ist das wesentliche. Trenne einfach die Buchhaltung soweit möglich. Andererseits ist es doch so, das Du sicherlich als Einzelunternehmer am Jahresende per Einnahme-Überschußrechnung Deine Gewinnermittlung vornimmst, oder?
Hier kannst Du wunderschön die Ausgaben ordnen nach den einzelnen Geschäftszweigen, eventuell aber auch zusammenfassen. Ausgaben für Bürobedarf oder PC-Wartung oder sonstige Verbrauchsmaterialien fallen sicher hier wie dort an.
Die Einnahmen kannst Du genauso schön aufteilen.
Sind total unterschiedliche Unternehmensformen (Dienstleistung
und Verkauf) steuerlich günstigerweise zusammenzufassen, oder
ist eine Trennung besser sinnvoll? Besonders weil ich etwas
investieren muß.
Unterm Strich ist es für Dich doch egal, ob Du Deinen Gewinn aus dem einen oder aus dem anderen Geschäftszweig ziehst. Du wirst doch als Einzelunternehmer sowieso mit der Summe Deiner Einkünfte veranlagt. Wo das Geld herkommt, ist doch für die Höhe Deines Steuersatzes wurscht. Es sind doch alles Einkünfte aus Gewerbebetrieb.
Das Du eine Trennung der Geschäftszweige vornimmst, ist eigentlich hauptsächlich für Dich selbst wichtig, damit Du am Ende weißt, wo Du am besten dastehst.
Gruß und
Bye…
Der Dicke MD.
erweiterung
hi andre,
soweit ist dem dicken recht zu geben. steuerlich wäre es nur interessant die sachen zu trennen, da beide gewerbe (es sind m.E. 2 verschiedene, welche nach 2 gewerbeanmeldungen rufen) verschiedene gewerbeobjekte i.S.d. GewStG sind.
der gewerbeertrag muesste sowieso für jedes getrennt ermittelt werden, weshalb ich auch 2 gewinnermittlungen favorisieren würde…
die umsatzsteuer kommt wiederum in eine erklärung kummuliert und ob du in der einkommensteuererklärung (anlage GSE) eine oder zwei zahlen eintraegst … egal!
gruss vom
showbee
Hi showbee,
und: den Gewerbeertrag kann man mit 2 total unterschiedlichen Unternehmen so schon minimieren. Außer der Märchensteuer wirds echt lustig.
*schnellweg*
André