mich beschäftigt eine Frage und ich hoffe, ich bin damit im richtigen Brett.
Ich habe nun schon mehrmals bei einem bestimmten Händler Verbrauchsmaterial eingekauft und bin nun durch Zufall darauf gestoßen, dass die von seiner Kasse ausgewiesene MwSt nicht stimmt.
Beispiel: ich kaufe eine Ware und bezahle 8,25 Euro. Mein Taschenrechner und meine Buchhaltungssoftware sagen mir, dass der MwSt-Betrag (16% aus der bezahlten Summe) 1,32 Euro ausmacht, doch auf dem Kassenbon des Händlers lautet der Betrag 1,13 Euro.
Ich kann nun diesen Beleg nicht in der Buchhaltungssoftware verbuchen, denn dann stimmen meine Belege und die von der Software ausgerechneten Summen nicht mehr überein.
Was soll ich denn nun machen? Soll ich den Beleg einfach selber korrigieren?
Und soll ich den Händler darauf ansprechen?
Ich bin wirklich etwas ratlos, denn egal wo ich einkaufe, überall stimmen die MwSt-Beträge genau mit dem überein, was auch die Software und der Taschenrechner anzeigen nun bei dem Händler stimmt die MwSt NIE!
Könnt ihr mir da ein paar fachliche Tipps oder Ratschläge geben?
Das stimmt was mit Deinem Buchhaltungsprogramm nicht bzw. Du hast einen Denkfehler. Ich will dies, mit meinem Taschenrechner, beweisen.
Die Bruttorechnung lautet auf 8,25 €
darin ENTHALTEN sind 16% MwSt. Das bedeutet, daß die Gesamtsumme 100% Warenanteil UND 16% Steueranteil enthalten. Somit insg. 116%. Die Rückrechnung erfolgt so:
8,25 geteilt durch 116, dann bekommst 1% des Betrages, dann mal 100 = der Nettobetrag des Produktes. Einfacher geht es, wenn Du 8.25 geteilt durch 1.16 rechnest. Der Nettobetrag ist somit 7.1120689; also 7.11 €.
8.25 - 7.11 = 1,14 Umsatzsteuer (für Dich „Vorsteuer“)
Der Händler bescheißt also weder Dich noch das Finanzamt.
Alles klar?
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herzlichen Dank für Deine schnelle Antwort.
Du hast natürlich recht. Ich sollte mir abgewöhnen, meine Buchhaltung mitten in der Nacht zu machen, dann klappt es vielleicht auch mit dem „Nachrechnen“ besser *etwasrotwerde*.
Allerdings beharrt meine Buchhaltungssoftware weiter auf seinem eigenen Mehrwertsteuerbetrag (seltsam).
Nochmal lieben Dank für Deine schnelle Antwort!
dein programm rechnet scheinbar mit 19% umsatzsteuersatz. kann es sein, das du beim installieren der software und eingabe des regelsteuersatzes dich vertippt hast?
sonst würde ich behaupten, hast du eine niederländische lizenz, denn die haben z.Zt. die 19% USt …
19% für mich und 16% fürs Finanzamt, ach ja, das wär auch nichts schlechtes (nee-nee, ich bleib mal schön ehrlich).
Scherz beiseite!
Die Eingaben stimmen alle, trotzdem ist der Wurm drinne.
Ich werde das Programm jetzt mal von der Platte putzen und dann völlig neu installieren, hoffentlich hilfts (sonst brauche ich ein neues Programm *seufz*).
Liebe Grüße
Userine
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Könnt ihr mir da ein paar fachliche Tipps oder Ratschläge
geben?
Müssen nicht seit 1.1. auf allen Rechnungen sowohl Netto- alsauch Bruttobetrag und der Mehrwertsteuersatz sowie der Betrag der Mehrwertsteuer stehen, soweit man die Vorsteuer vom Finanzamt zurück haben will? Darauf solltest du deinen Händler mal ansprechen, bevor das Finanzamt dich anspricht.
also er hat den Bruttobetrag drauf, die sich daraus ergebende MwSt auch, doch der Nettobetrag fehlt.
Solange das Finanzamt meine Belege nicht haben will, mache ich mir darum momentan keine Gedanken. Ich habe keine sooo hohen MwSt-Ausgaben und die vom Finanzamt meinten, sie bräuchten derzeit keine Belege von mir (mit Ausnahme des Beleges für meinen Rechner). Was aber nicht heißen soll, dass ich nicht alles aufbewahre und aufliste (ich bin sogar so pingelig, dass ich ein Wareneingangs- u. Ausgangsbuch führe, was einige für Blödsinn halten). Ich bin da sehr vorsichtig, denn ich will mir nicht irgendwann mal sagen müssen, „hätte ich doch nur…“.
Na ja, ich hab von der Steuer wenig Ahnung, trotzdem mache ich meine monatl. Vorsteuer selber. Wenn ich mal was nicht weiss, dann rufe ich beim zuständigen Sachbearbeiter an (die sind immer sehr nett) und frage nach. Außerdem denke ich dass man mit der Vorsteuer nicht so viel falsch machen kann und wenn doch, dann glaube (hoffe) ich, dass man bei mir Nachfragen wird. Die Leute auf dem Finanzamt sind schließlich keine Ungeheuer und werden mir bei einem Fehler nicht gleich den Kopf abreißen.
Ach ja - meine Buchhaltungssoftware habe ich deinstalliert und wieder neu installiert und ich wage es beinahe nicht zu sagen - jetzt spinnt das Programm total. Nun hab ich es entgültig gelöscht und ab sofort werde ich meine komplette Buchhaltung von Hand erledigen (mit einem Kassenabrechnungsbuch - das scheint mir geeignet zu sein).
Liebe Grüße und euch allen ein schönes Wochenende
Userine
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und ab sofort werde ich meine komplette Buchhaltung
von Hand erledigen (mit einem Kassenabrechnungsbuch - das
scheint mir geeignet zu sein).
Ich nehme dazu eine einfache Tabellenkalkulation, da kann man alles gleich in eine passende Spalt eintragen, und nach Bedarf summieren und auswerten. Scheint mir übersichtlicher als meine unleserliche Handschrift