Verlustvortrag einer GmbH

Hi,

bräuchte mal dringend die Hilfe von Euch Steuerspezialisten …

Mal angenommen eine Firma A-GmbH möchte einen in finanzielle Schieflage geratenen Mitbewerber (X-GmbH) übernehmen. Die X-GmbH hat in ihren Büchern eine Verbindlichkeit gegenüber der Mutter (Y-GmbH) in Höhe von 1 Mio. €. Beim Kauf des Unternehmens erklärt sich die Mutter (Y-GmbH) jedoch dazu bereit, auf diese Forderung an Ihre Tochter zu verzichten. Bei der Tochter (X-GmbH) hätte man somit einen Gewinn von 1 Mio. €, der sich steuerlich voll auswirkt.

Um dieser Problematik zu entkommen bzw. sie zu mildern kauft die A-GmbH den Mantel der Z-GmbH, der mit einem Verlustvortrag von 800.000 € versehen ist. Nach dem Erwerb der X-GmbH würde der Käufer sofort die beiden Firmen X-GmbH und Z-GmbH miteinander verschmelzen.

Kann das den funktionieren? Gibt es andere Möglichkeiten, die Steuerlast beim Kauf der X-GmbH in den Griff zu bekommen? Die X-GmbH steht derzeit kurz vor ihrem break-even.

Vielen Dank für Eure Unterstützung!

Hallo!

Um dieser Problematik zu entkommen bzw. sie zu mildern, kauft
die A-GmbH den Mantel der Z-GmbH, der mit einem Verlustvortrag
von 800.000 € versehen ist. Nach dem Erwerb der X-GmbH würde
der Käufer sofort die beiden Firmen X-GmbH und Z-GmbH
miteinander verschmelzen.

Eine Verlustverrechnung wäre nicht möglich bei Z-GmbH, denn…

  • Anteilserwerb A an Z-GmbH >50% (100%) und
  • Zuführung überwiegend neuen Betriebsvermögens

… führen zum Verlust der wirtschaftlichen Identität der Z-GmbH.

=> §8(4)KStG + BMF vom 16.4.1999 Rz.11

Ciao!
Nemo