Firmenfahrzeug rentabel ?

Hallo ,

wäre vielleicht auch etwas für die FAQ:

Gbt es ein Tool oder Programm, wo ich berechnen kann, was ein Firmen/Dienstwagen für ein Mitarbeiter kostet und zwar a) in € und b) alternativ nach Fahrtbuch-Methode oder der 1% regelung ?

Danke und Gruß

Hi!

Gbt es ein Tool oder Programm, wo ich berechnen kann, was ein
Firmen/Dienstwagen für ein Mitarbeiter kostet und zwar a) in €
und b) alternativ nach Fahrtbuch-Methode oder der 1% regelung
?

Da es individuell versteuert wird, ist das ja nun mal nicht ganz so einfach pauschl zu berechnen.

Jedes halbwegs akzeptable Abrechnungsprogramm kann das - frage mal bei der BKK Mann & Hummel nach! Die verteilen in letzter Zeit an Unternehmen ein Programm, das sich Pay-Slip nennt. Es ist zwar alles andere als komfortabel, rechnet aber die richtigen Zahlen.

Wobei: Die 1% (zzgl. 3 Promille)-Rechnung ist ja noch recht einfach zu rechnen. Aber wenn Du wirklich die Fahrtenbuchmethode rechnen willst, dann musst Du ja eh bis zum Ende des Jahres warten, da Du die Kosten des PKW ebenso wenig kennst, wie die gefahrenen Kilometer…

Rentabel ist das aber doch fast immer! Wenn ich mir so überlege, dass ich bei Steuerklasse IV für ein 30.000,-€-Auto knapp 250,- € zahlen müsste… Das verballer ich momentan ja fast an monatlichen Benzinkosten…(mit einer Möhre, keinem Auto)

Grüße
Guido

Hi,

Gbt es ein Tool oder Programm, wo ich berechnen kann, was ein
Firmen/Dienstwagen für ein Mitarbeiter kostet

ja, bei mir auf der Festplatte bis justamente letzten Freitag, dann habe ich das Ding gelöscht :wink:

Eigentlich ist es aber kein großes Ding, ein solches selber zu basteln und zwar unter Excel.

Ganz grob gesagt, haben Kollegen von mir immer dann dankend abgewunken, wenn sie weiter als 25 km vom Arbeitsplatz entfernt wohnten oder/und weniger als 18.000 km im Jahr fuhren.

Grß
Christian

Naja…
Hi!

Ganz grob gesagt, haben Kollegen von mir immer dann dankend
abgewunken, wenn sie weiter als 25 km vom Arbeitsplatz
entfernt wohnten oder/und weniger als 18.000 km im Jahr
fuhren.

Ich habe gerade vor einer Woche einem Mitarbeiter mal eine Aufstellung gemacht, die ziemlich genau passt…

Sein „normales“ Einkommen im Jahr ist ziemlich genau 55.000,- €

Bei einem Dienst-PKW im Wert von 30.000,-€ plus MWSt kommt er auf eine monatliche steuerliche Mehrbelastung ohne Kirche (SV bleibt in seinem Fall unberührt - wegen des Einkommens) von rd. 309,- €.

Wenn mal mal dagegen stellt: 21 Arbeitstage bei einer Entfernung von 50 km (hin und zurück) und einem Durchschnittsverbrauch von 7,5 Litern zu je 1,05 € vertankt er alleine für Dienstwege knappe 83 €. Wenn ich dazu Steuern (150€) und Versicherung (450€) rechne, komme ich auf monatliche PKW-Kosten von knapp 133€.

Er würde aber keine Reparaturkosten, Reifenkosten, Inspektionskosten, etc. zahlen.

Wenn er im Monat noch 500 km privat fährt, kommt er schon auf knappe 170€ (immer noch ohne Inspektion, Reparatur und Verschleiß).

Natürlich steht da eine Differenz von 139 € im Monat, aber: Zum einen ist ein 30.000,-€ Auto schon was „Vernünftiges“, zum anderen ist es vor allem etwas meist neuwertiges! Und wenn ich jetzt mal rechnen müsste, wie lange man mit 139€ im Monat sparen müsste, um auf den Anschaffungswert zu kommen, dann komme ich auf fast 18 Jahre (ok. bei 4% Zinsen auf knappe 14 Jahre)…

Also ich zumindest würde das nicht ablehnen (mir würde aber auch ein 20.000€-Auto reichen)

Grüße
Guido

Ich sollte vielleicht erwähnen, daß sich meine Angaben auf unser Konstrukt bezog, bei dem die Leasingraten zum Teil zu Lasten des Mitarbeiters gehen.

Mit einem rein arbeitgeberfinanzierten Leasing ist eine Excel-Tabelle noch einen Tacken leichter zu erstellen.

Gruß
Christian

werd mal was basteln
hi,

ich werde mich mal dransetzen und eine excel-tabelle zimmern, in der man die wichtigsten dinge nachrechnen kann…

mal sehen wie ich die lohnsteuern einbauen werde (grosse formeln :wink:

also, nicht gleich naechste woche rufen, aber ich denk drann!

gruss vom

showbee

OK
Hi!

Ich sollte vielleicht erwähnen, daß sich meine Angaben auf
unser Konstrukt bezog, bei dem die Leasingraten zum Teil zu
Lasten des Mitarbeiters gehen.

Naja - in diesem Fall sollte man wirklich genau nachrechnen (weiß ja nicht, wie hoch der Teil ist)

Grüße
Guido

Vorab schon mal Danke.

???
Hi Guido,

Bei einem Dienst-PKW im Wert von 30.000,-€ plus MWSt kommt er
auf eine monatliche steuerliche Mehrbelastung ohne Kirche (SV
bleibt in seinem Fall unberührt - wegen des Einkommens) von
rd. 309,- €.

Eine Steuerliche Mehrbelastung von € 309,- ???
Bei meinem Firmenwagen habe ich einen Geldwerten Vorteil von
€ 312,52. Wie kommst Du auf diese Mehrbelastung?
Auf 312,52€ zahle ich doch keine Steuern in Höhe von 309,-€.
Was habe ich hier nicht verstanden?

Gruss Sebastian

Eigentlich ganz einfach
Hallo Sebastian,

Eine Steuerliche Mehrbelastung von € 309,- ???
Bei meinem Firmenwagen habe ich einen Geldwerten Vorteil von
€ 312,52. Wie kommst Du auf diese Mehrbelastung?
Auf 312,52€ zahle ich doch keine Steuern in Höhe von 309,-€.
Was habe ich hier nicht verstanden?

Als Berechnungsgrundlage musste ich meinen Kollegen nehmen. Stkl. IV - Jahreseinkommen 55.000 €

Bei einem PKW-Wert von 30.000 € fallen zum einen die 300 € (1%) an, und bei 25 km noch einmal 225 € an KM-Pauschale (3 Promille je km) an. Oder warte mal - habe ich noch 16% MwSt auf die 30000 € geschlagen? Dann wären es sogar 348 € zzgl. 261 €, also gesamt 609 € - da sind 309 € nicht weit (obgleich ich jetzt beim Lesen der Zahlen irgendwie das Gefühle habe, in der Steuertabelle etwas in der Zeile verrutscht zu sein - bei einem Spitzensteuersatz von 48,5% passt das vorne und hinten nicht). Sei es drum - zieh pauschl 30 € ab, dann sollte es in etwa passen…

*grübel* Ich schaue moegne noch mal im Büro, was ich da verzapft habe *g*

Grüße
Guido

Hi Guido,
also mein Geldwerter Vorteil liegt wie gesagt bei €312,52.
Davon entfallen €278,66 auf die 1% Regelung. War der einfache Weg nicht nur mit 0,03% anzurechnen anstatt 3 Promille?
Ich rechne gerade hin und her. Bei Deiner Rechnung wäre ich bei einem Geldwerten Vorteil von € 473,72. Bischen heftig, oder?
Ich fahre Zafira, keinen Porsche :wink:
Die Berechnung des Geldwerten Vorteils wurde in unserer Firma aber gerade geprüft und für richtig befunden. Desweiteren heisst Geldwerter Vorteil von € 312,52 ja nicht steuerliche Mehrbelastung von € 312,52, sondern nur,das ich auf diese € 312,52 Steuern zahlen muss. Lass das etwa € 110,- sein (hab gerade nicht die Prozentsätze zur Hand). Allein diese Summe hab ich locker im Monat an Sprit, von Versicherung, Finanzierung, Werkstatt, Steuern und Reparaturen mal ganz abgesehen. Lohnt sich also immer für mich. Auch bei längerem Arbeitsweg lohnt sich das bis zu einer bestimmten Grenze. Mein Arbeitsweg beträgt 4km. Auch unter http://www.stud.fernuni-hagen.de/q5223709/ich_ag/fm_… komme ich zu einem meinem recht ähnlichen Ergebnis.
Gruss Sebastian
In wessen Rechnung ist hier jetzt der Wurm?

Hi Sebastian

also mein Geldwerter Vorteil liegt wie gesagt bei €312,52.
Davon entfallen €278,66 auf die 1% Regelung. War der einfache
Weg nicht nur mit 0,03% anzurechnen anstatt 3 Promille?

Ähm - ist das nicht das Gleiche?

Ich rechne gerade hin und her. Bei Deiner Rechnung wäre ich
bei einem Geldwerten Vorteil von € 473,72. Bischen heftig,
oder?

Es ging in meinem Beispiel auch um ein teures Auto!
Nochmal:
30000 € zzgl. MwSt. = 34800 €

von diesen 34.800€ sind ein Prozent 348 €.

3 Promille (oder 0,03 %) von 34.800 € sind 10,44 €.

Diese 10,44 € mal 25 (km einfacher Weg) = 261 €

348 € + 261 € = 609 €

Bei einem Jahreseinkommen von 55.000 € komme ich auf ein monatliches von 4583,33 €.

Hierauf entfallen Lohnsteuer und Soli in Höhe von 1.348,73 €.

Erhöhe ich das monatliche Brutto um die 609 € bekomme ich eine Berechnungsgrundlage von 5.192,33 €

Lohnsteuer und Soli hierfür = 1.657,93 €

Dasmacht eine Differenz (oder stuerliche Mehrbelastung) von 309,20 € (passt also doch…)

Ich fahre Zafira, keinen Porsche :wink:

Nun ja - mein Kollege bekommt jetzt einen (schon fast preiswerten) BMW.

Die Berechnung des Geldwerten Vorteils wurde in unserer Firma
aber gerade geprüft und für richtig befunden. Desweiteren
heisst Geldwerter Vorteil von € 312,52 ja nicht steuerliche
Mehrbelastung von € 312,52, sondern nur,das ich auf diese €
312,52 Steuern zahlen muss. Lass das etwa € 110,- sein (hab
gerade nicht die Prozentsätze zur Hand).

Ich glaube kaum, dass Du da mit Prozentsätzen weiterkommst! Der Steuersatz steigt progresiv zum Einkommen! Zwar kann die km-Pauschale pauschal versteuert werden (bis zu einer Grenze), aber zum einen kenne ich keinen AG, der das tut, zum anderen gilt das nur bis zur Höhe der Entfernungspauschale.

In wessen Rechnung ist hier jetzt der Wurm?

Ich glaube nicht, dass in meiner Rechnung etwas rumkriecht - dafür mache ich das zu lange. Aber Du führst selbst an: Du fährst einen Zafira und hast nur einen Anfahrtsweg von 4 km! Da ich Dein Einkommen nicht kenne, vermag ich nicht zu urteilen, wie sehr viel rentabler es für Dich ist (wobei ich ja gesagt habe: Eigentlich lohnt es sich immer).

Liebe Grüße
Guido

Hi Guido,

also mein Geldwerter Vorteil liegt wie gesagt bei €312,52.
Davon entfallen €278,66 auf die 1% Regelung. War der einfache
Weg nicht nur mit 0,03% anzurechnen anstatt 3 Promille?

Ähm - ist das nicht das Gleiche?

Ups, äh, ööhm :wink:

Es ging in meinem Beispiel auch um ein teures Auto!
Nochmal:
30000 € zzgl. MwSt. = 34800 €

Ok, bei mir warens halt knapp 28.000 incl.Mwst.

Ich habe mich wohl etwas in der KM-Pauschale verheddert :wink:
Also in meinem Fall bräuchte ich wohl Schläge, wenn ich den Firmenwagen ablehnen würde. Wenn ich mal wieder mit meiner Tochter quer durch Deutschland zu einer ihrer Tanzveranstaltungen fahre lohnt sich das schon über die Spritkosten.
Gruss und schönes Wochenende
Sebastian