habe irgendwo und irgendwann einmal gelesen, dass es einer sehr aktiven „Spenden-Familie“ steuerlich an den Kragen gehen soll.
Die haben zB Straßenfeste abgehalten, Flohmärkte usw usw veranstaltet.
Der entstandene Gewinn wurde zu 100% gemeinnützigen Vereinen gespendet.
Sämtliche Veranstaltungen waren auch bereits im Vorfeld als Spendenaktionen angekündigt.
Gibt es das wirklich?
Das Finanzamt verlangt Steuern für Spendensammlungen uä?
Der Begriff Spende ist gesetzlich als freigiebige Zuwendung zu verstehen.
Wenn A etwas an C verkauft und das Geld an B spendet, liegt eine freigiebige Zuwendung des Geldes von A an B und ein normales Veräußerungsgeschäft von A an C vor.
Was für Geld gespendet wird (also dessen Herkunft) ist nicht von Bedeutung. Es kann sich z. B. um Einkünfte aus Gewerbebetrieb oder sonstige Einkünfte handeln. Ebenfalls kommen nicht steuerbare private Veräußerungsgeschäfte in Betracht. Wenn A also mit Gewinnerzielungsabsicht auf Flohmärkten irgendwelchen „Ramsch“ mit der Absicht veräußert, die Einnahmen zu spenden, erzielt A Einkünfte aus Gewerbebetrieb. Die freigiebige Zuwendung folgt erst danach, da sie aus diesen Einkünften bestritten wird.
Anders wäre es, wenn der „Ramsch“ direkt gespendet würde, nämlich als Sachspende von A an B.