Hallo Forum! 
Ein verheirateter Steuerpflichtiger wurde innerbetrieblich in eine andere Abteilung des Unternehmens versetzt und arbeitet dadurch nun in einer anderen Stadt. Seine Entfernung Wohnung-Arbeitsstätte erhöht sich dadurch von 40km auf 90km. Er pendelt etwa 9 Monate täglich diesen Weg, bis es ihm zuviel wird. Er beschließt, zusammen mit seiner Frau in die Stadt seiner neuen Arbeitsstätte zu ziehen. Die Ehefrau wird folgen, ist allerdings zunächst beruflich längerfristig in der alten Stadt gebunden.
Das Ehepaar sucht in der neuen Stadt eine Wohnung und miete diese an. Der Stpfl. wird diese Wohnung sofort im Sinne einer Zweitwohnung zunächst für etwa 3 Monate alleine bewohnen. Dann wird seine Frau nachziehen. Da Szenario befindet sich allerdings noch in der Planphase, so dass die steuerliche Gestaltung noch möglich ist.
Wie kann das Ehepaar den Umzug steuerlich ideal gestalten?
Ich habe mich über doppelte Haushaltsführung und berufsbedingten Umzug informiert und finde, dass eine doppelte Haushaltsführung für die Dauer von den erwähnten drei Monaten sinnvoll ist. Abzugsfähig sind dabei die Familienheimfahrten. Was noch?
Sobald die Ehefrau umzieht und auch der Ehemann seinen Erstwohnsitz in die neue Stadt verlegt, dürfte es sich wohl um einen berufsbedingten Umzug handeln, oder?
Dazu habe ich einige Fragen:
- Ist es schädlich, dass der Stpfl. 9 Monate lang gependelt ist, bis er sich zu einer doppelten Haushaltsführung entschließt?
- Handelt es sich tatsächlich um eine doppelte Haushaltsführung, obwohl die neue Wohnung von Anfang an durch ihre Größe und Ausstattung auf den Nachzug der Ehegattin ausgelegt ist?
- handelt es sich tatsächlich um einen berufsbedingten Umzug, obwohl die Wohnung vorher als Zweitwohnung genutzt wurde?
Danke im Voraus & Gruß
Jens