Frage zur MwSt. in Sonderfällen im Vertrieb

Hallo,
XY vertreibt ein Produkt (Business to Business).

Wie verhält es sich bei den Produkten (die XY zum Nettopreis bezieht) mit der MwSt., wenn

a)XY dem Händler ein Produkt als Musterwerbegeschenk zukommen lasse?

b)Ware durch sein Verschulden zu Bruch geht?

c)XY Produkte zum EK an z.B. seine Schwester verkauft?

Vielen Dank
Bert

Hallo,

a)XY dem Händler ein Produkt als Musterwerbegeschenk zukommen
lässt?

Kein Umsatz, da kein Leistungsaustausch. Keine USt-Pflicht. Keine Kürzung der auf den Einkauf abgezogenen Vorsteuer, weil das Werbegeschenk dem Unternehmen dient. Buchungssatz dazu: Aufwand Werbung an Warenbestand.

b)Ware durch sein Verschulden zu Bruch geht?

Kein Umsatz, da kein Leistungsaustausch. Keine USt-Pflicht. Keine Kürzung der Vorsteuer, weil der Bruch durch den Betrieb veranlasst ist. Buchungssatz dazu: Schwund/Bruch an Warenbestand oder, Monate später, Inventurdifferenz an Warenbestand.

c)XY Produkte zum EK an z.B. seine Schwester verkauft?

Umsatzsteuerpflicht, da Verkauf. Mindestbemessungsgrundlage ist unabhängig vom VK = EK plus Anschaffungsnebenkosten, >> 158 UStR. Falls der VK die Mindestbemessungsgrundlage überschreitet, ist dieser Bemessungsgrundlage.

Buchungssatz wie üblich Forderungen an Umsatz.

Schöne Grüße

MM