Seit 1995 bin ich nebenberuflich für eine Versicherung tätig.
Das Finanzamt hat mich aufgefordert alle Einnahmen ab 95
nachzumelden. Eine pauschale Anerkennung meiner Ausgaben soll
nur in Höhe von 25% anerkannt werden.
schon aus Gründen der Zeitersparnis, würde ich den Abzug von 25 % akzeptieren. Du muß beweisen, welche Ausgaben Du gehabt hast. Das ist nicht immer leicht!
Also bin ich genötigt Einzelnachweise zu erstellen.
Kann ich die Werbungskosten, hier Fahrkosten, nachträglich
erstellen anhand einer Excel-Datei belegen oder muss ein
handgeschriebenes Fahrtenbuch vorgelegt werden?
wie Du ein Fahrtenbuch führst, ist dem Finanzamt (derzeit) noch egal. Doch eines muß es sein, absolut aktuell. Wenn Du nun nachträglich eines bastelst, dann wird es im günstigensten Fall nicht akzeptiert - dazu gibt es Urteile! - schlimmstenfalls kannst Dir eine Anzeige wegen versuchter Steuerhinterziehung einhandeln.
Ich führe, bei Null-Punkten in Flensburg (dieser Hinweis zur Klarstellung!), seit mehr als 10 Jahren ein Fahrtenbuch. Dazu verwende ich einen normalen Taschenkalender, der im Auto ist. Die Daten übertrage ich dann, mühselige Kleinarbeit, auf ein einfaches Fahrtenbuchprogramm, das mir dann automatisch sowohl die km, Abwesenheitszeit und damit die Übernachtungspauschale errechnet. Den ganzen Papierkrusch bekommt mit der ESt-Erklärung das Finanzamt und kann sich dann damit amüsieren; vielleicht träumen von meinen Touren durch Deutschland.
Einmal war ein Prüfer bei mir. Dieser war besonders neugierig und fing an die Daten zu überprüfen (soweit das möglich ist). Die korrekten Aufzeichnungen waren stimmig und seitdem habe ich meine Ruhe mit neugierigen Fragen.
Gibt es EDV Programme dafür?
Im shareware und freesoftware-Bereich gibt es viele Möglichkeiten. Teuer sind die Geräte, die direkt mit dem Tacho verbunden werden.
Die Adressen kann man aus der Klicktel CD kopieren in Excel.
Was müssen für Angaben gemachtwerden?
Beginn der Fahrt (Uhrzeit - Kilometerstand), Ende der Fahrt (Uhrzeit - Kilometerstand) und Ort, ggf. will später das Finanzamt die Namen wissen. Soweit ich mich erinnere, sogar vom Arzt, welche Patienten er besuchte (natürlich ohne Angabe der Diagnose). Du liest also, wie wichtig ein korrektes Fahrtenbuch für das Finanzamt ist. Die wollen alles wissen!
Wer hat Erfahrung?
Über ein Mail würde ich mich freuen.
Gruß…Norbert