Hallo zusammen.
Eine Person arbeitet in einem Unternehmen auf 400€ Basis neben dem Studium. Dabei werden sehr viele Stunden aufgehäuft. Teilweise sind noch Stunden aus dem Vorjahr nicht bezahlt. Für oben genannte Person läuft das Bäfög aus und die Person möchte anstatt der mtl. 400 € einen höheren Betrag ausgezahlt bekommen, da 400€ zum Lebensunterhalt nicht reichen.
Das Unternehmen sieht jedoch keine Möglichkeit einen höheren Betrag auszahlen zu können, da die Std. auch aus dem Vorjahr stammen.
Die Konsequenz wäre, das die Person sich ein knappes Jahr mit 400€ mtl. begnügen müsste.
Gibt es da eine ander Möglichkeit?
Vielen Dank!
Hallo,
das ist wohl ein arbeitsrechtliches Problem, nicht ein steuerrechtliches Problem. Das Steuerrecht verbietet keine Verdienste! Wohl versucht hier der Arbeitgeber den Studie im Minijob zu halten um Abgaben zu sparen. Wenn hier Arbeitszeitkonten vorliegen, ist die Minijob-Abrechnung eh fraglich. Der Arbeitgeber soll sich nicht so haben, Überstunden auszahlen lassen, ab dem Monat ist der Studie dann allerdings nicht mehr Minijobber sondern normal sv-pflichtiger Beschäftigter.
Mfg vom
showbee
Hi !
Steuervermeidungsberatung ist hier in diesem Forum nicht erlaubt. Sicherlich kann aber eine Erstberatung (ist nicht sehr teuer) bei einem Steuerberater oder Anwalt (Schwerpunkt Steuerrecht) hier ein paar nützliche Hinweise bringen.
BARUL76
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Ein 400 Euro Job heißt auf alle Fälle darauf zu achten, dass man nicht zu viele Stunden arbeitet.
Wer mehr verdient muss damit rechnen, dass Steuern-und Sozialabgaben fällig werden. Dies bedeutet bei einer Überschreitung dieses Betrages bekommt man keine 400Euro mehr ausbezahlt. In meinem Fall erhalte ich im Monat ein Gesamtbrutto von 419,53 Euro. Pech!!! Raus kommen unterm Strich bei Lohnsteuerklasse V
noch 338,40 Euro. Mein Mann ist voll berufstätig und somit dürfen wir in der Jahresabrechnung, weil er gut verdient sogar noch Steuer nachzahlen.
Mein Stundenlohn wird somit immer weniger je mehr ich arbeite in den Grenzen von 400-800 Euro. Bei meinem Weihnachtgeld wird es besonders deutlich. Ich verdiene 768,97 Euro und bekomme 494,44 ausbezahlt, allerdings ohne die gemeinsame Steuerberechnung mit meinem Mann.
Prinzipiell heißt das, dass es finanziell nicht sinnvoll ist mehr Stunden zu arbeiten als vereinbart.
Es wäre also sinnig, mit dem Arbeitgeber zu reden, ob er einen die vielen Stunden abgleiten läßt (nicht arbeitet). Ansonsten könnte es sein, dass man selbst und der Arbeitgeber draufzahlt. Also Geld bereits ausgegeben hat, das einem eigentlich nicht zusteht.
Wie weit dies machbar ist, hängt natürlich von der Arbeitssituation ab. Leider ist es hier wirklich so, dass jede Stunde, die man mehr leistet im einem weniger an Einkommen bringt.
Mein Mann ist voll berufstätig und somit
dürfen wir in der Jahresabrechnung, weil er gut verdient sogar
noch Steuer nachzahlen.
Mein Stundenlohn wird somit immer weniger je mehr ich arbeite
in den Grenzen von 400-800 Euro.
Hallo!
diese Ansicht kann ich nicht teilen! Immerhin muss beachtet werden, dass der Alleinverdiener auf Steuerklasse III auch doppelte Freibeträge in der Karte hat. Im Verhältnis zu 2 Singles verdient man immernoch mehr, durch III/V eine Nivellierung auf den Durchschnitt erfolgt. Es ist schon ein Unterschied ob ich bspw.
4.000 auf III und 750 auf V verdiene und das also mit der Jahreserklärung wie ein Durchschnittsgehalt von 2.375 EUR je Person ist oder ob man getrennt veranlagt und einer tatsächliche 4.000 versteuert und der andere bei 750 effektive steuerfrei ist.
Aber, ja, der Staat schröpft uns alle, arbeiten lohnt sich nicht, Steuersätze sind über 100%…
*grummel*
der showbee
Hallo nochmal…
Mir geht es ja nicht darum Steuern zu sparen…
Ich möchte nur irgendwie das Geld ausbezahlt bekommen.
Der Arbeitgeber ist jedoch der Meinung das es NUR über die 400€ Basis ausgezahlt werden kann.
Zudem hat der Arbeitgeber darauf bestanden das ich im letzten Jahr die Std. mache aufgrund eines personellen Engpasses.
Noch mal Danke für die Hilfe.
Der Arbeitgeber ist jedoch der Meinung das es NUR über die
400€ Basis ausgezahlt werden kann.
Hallo,
m.E. hat der Arbeitgeber kein Geld oder will sich nicht an „Abmachungen“ halten. Aber Steuerrechtlich ist das Problem nicht. Im Notfall sollte arbeitsrechtlich der zustehende Lohn eingeklagt werden.
Mfg vom
showbee
Alles in allem eine ziemlich bescheuerte Situation. Zum Leben braucht man mehr und da wäre nur noch eine weitere Möglichkeit einen anderen zusätzlichen Job bei einem anderen Arbeitgeber, das ist leider so.
Dies könnte ein Ferienjob sein, nicht länger als 50 Tage innerhalb der letzten 12 Monate, der wäre zum Überleben auch noch recht lukrativ, weil eben sozialversicherungsfrei. Ich hoffe die Angaben stimmen noch.
Deine persönliche Situation kenne ich nicht. Du hast eine Menge Überstunden wie mir scheint. Braucht dein Arbeitgeber eine zuverlässige Arbeitskraft? Er kann dich doch auch fest und sozialversicherungspflichtig einstellen. Dies verlangt von beiden allerdings einen Mehraufwand. Mehr Geld für gleiche Arbeit für den Arbeitgeber, weniger Geld für dich für mehr Arbeit. Vater Staat hat da eine Menge mitzureden. Wir sind in Deutschland halt kompliziert.
Eigentlich geht es jas gar nicht um die Steuer. Es ist aber doch der Wahnsinn, wenn auch besser wie früher, dass je mehr man arbeitet man weniger Verdienst von der Stunde hat. Ich halte unser System für absolut bescheuert, wenn da und dort mal Mehrwertsteuer,Versicherungssteuer,Salzsteuer, Getränkesteuer, Wohnsitzsteuer, KFZ-Steuer, Kaffeesteuer, Alkoholsteuer für Sekt gibts noch extra Steuer, Zweitwohnsitzsteuer, Mineralölsteuer, Lohnsteuer, Einkommensteuer. Besser und gerechter und auch überschaubarer wäre es wohl eine Konsumsteuer einzuführen, diese natürlich Europaweit, aber so ehrlich will halt auch keiner sein und den Einzelnen zeigen, was ein Staat wirklich kostet.
Mir geht es vorwiegend darum, dass der Einzelne weiß, was er zum Leben hat, wenn er sich so und so verhält. Der große Hammer kommt bestimmt.
Vor einigen Jahren habe ich kräftig Versicherungsvergleiche durchgeführt und mich zum Schluß gefreut, dass ich einiges sparen konnte. Leider wurde bald darauf die Versicherungssteuer erhöht von 5 auf 15%!!!. Es war dann leider nichts mehr übrig von meinem Gesparten. Gut durch meine Aktion ging es mir wohl besser wie anderen, aber dies beweißt doch auch, dass Leistung nicht unbedingt belohnt wird. In heutigen Zeiten kann keiner mehr rechnen und wenn man die Pläne der Regierung so hört, könnte es durchaus sein, dass Leute in der Pleite landen, weil plötzlich die Beitragsbemessungsgrenzen (Gut, ist Sozialversicherung) überdurchschnittlich angehoben werden und die 100 Euro dann halt fehlen. Erhebliche Einschnitte in die persönliche Lebensführung sind dann der Fall. Mir wird der Abschluß einer privaten Rentenversicherung empfohlen um meinen Lebensstandard zu halten. Sobald ich da rein zahle kann ich mir meinen Standard eh’ nicht mehr leisten und wieviel muss ich denn später abdrücken alt und grau, wenn ich mir mein Medikament abhole oder eine Tafel Schokolade kaufen will?
Die mitten im Leben stehende Generation mit Kindern im halbwüchsigen Alter konnte nie mit festen Zusagen rechnen und wird zerquetscht durch hohe Rentenbeiträge und Zukunftsinvestitionen für die Kinder mit schwierigen Aussichten.
Ein Staat, der sich nur noch um Lobbyisten kümmert und einen faulen Kompromiß nach dem anderen eingeht, der muss sich nicht wundern, wenn die Leute sich nicht mehr wohl fühlen und faul werden - und sich über die Abgabenlasten beschweren und die liegen letztendliche weit höher als die Mehrwertsteuer oder Lohnsteuer.