Zuerst werden alle
geldwirksamen Bewegungen separat erfasst, „Zwischenergebnis“ =
Geldflussrechnung, und erst in einem zweiten separaten Schritt
kümmert man sich um die geldunwirksamen Buchungen (Zunahme
Debitoren, Abschreibungen etc.).
Das bringt z. B. folgenden Nutzen: Der erste Teil kann auch
eine Person erledigen, die mit Soll/Haben/etc. nicht so
vertraut ist.
Hallo,
m.E. ein irrglaube, dass es Personen gibt, die
a) keine Ahnung von Soll- und Haben haben ABER
b) dafür zwischen ertragswirksam und nicht wirksam
unterscheiden können! Ich finde es bleibt beim gleichen Aufwand. Ob ich nun erst die Daten vom Kontoauszug erfasse und den erfassten Zahlungen dann Posten zuführe, oder ob ich erst Debitoren-Kreditoren erfasse und diesen dann die Zahlungen zuführe. Wo soll da die Ersparnis sein? M.E. größtes Problem, es ist nicht durchsetzbar, weil ALLE seit 150 Jahren es andersherum machen. Die aktuelle Bfg-Software ist nichts weiter als die elek. Abbildung der doppelten Buchhaltung mit Grundbuch und Nebenbüchern.
Ansonsten ist es m.E. auch ein heeres Unterfangen (Mut!), internes an externes Rechnungswesen zu koppeln. Das mag bei Kleinunternehmern gehen, wo man aus der Steuerbilanz ein paar „steuertypische“ Erträge / Aufwendungen korrigiert. Das endet aber dann, wenn man ganze Unternehmensstrukturen nur wegen der Steuerentlastung bildet. Wenn ich nur um Steuern zu sparen eine Ltd. in den Dublin-Docks habe um via Verrechnungspreisen, Darlehensverbindungen, Cash-Pooling und Lizenzzahlungen meine Steuer optimiere, dann kann man aus solchen Transaktionen nichts mehr effektiv für das Controlling ablesen.
Fakt ist auch, dass das Steuerrecht immer komplizierter wird und langsam die Controller ihr eigenes Ding (aber dann gut) machen und den Steuermist den Steuerleuten überlassen. Das führt zwar mitunter zur doppelten Erfassung von Geldflüssen etc., aber ist mitunter effektiver. Bspw. braucht man ja für ein Controlling nicht unbedingt die einzelnen Veränderungen der Deb/Kred erfassen. Hier reichen i.d.R. Stände, Veränderungen absolut von Zeitraum zu Zeitraum. Aber gleichzeitig interessiert den Controller mehr, als den Steuermann. Bspw. Veränderungen der nicht fertigen Bestände, nicht passivierbare Risiken und nicht aktivierbare Chancen. Fortgang bei der Forschung etc.
Also, m.E. nur eine Idee für den kleinen Mittelstand.
Mfg vom
showbee