[Link] Buchhaltung vereinfachen und optimieren

Ich habe mir diverse Gedanken zum Thema „Buchhaltung vereinfachen und optimieren“ gemacht und wünsche mir möglichst viele Meinungen und Feedbacks dazu, damit ich meine Ideen noch verbessern kann.

Mit diesen Methoden können Kosten reduziert, Steuern gespart, mehr Informationen und schneller aussagekräftige Zahlen ermittelt werden.

  1. Idee: Es wird als erstes eine Geldflussrechnung erstellt. In einem zweiten Schritt wird darauf die Finanzbuchhaltung aufgebaut.

  2. Idee: Einfache Ermittlung der internen Zahlen (Bereinigung der stillen Reserven) nur durch Einsetzen Bestände stille Reserven Vorjahr + Berichtsjahr, direkte Verknüpfung mit einer gegliederten Bilanz/Erfolgsrechnung und Formeln zur Bilanzanalyse der effektiven Zahlen.

Detaillierte Beschreibungen meiner Ideen, Beispiele und die entsprechenden Excel-Vorlagen sowie ausführliche Informationen betreffend Nutzen bei Anwendung dieser Methoden finden Sie auf meiner Homepage: http://www.schy.ch

Christian Plaschy

Hallo,

Mit diesen Methoden können Kosten reduziert, Steuern gespart,
mehr Informationen und schneller aussagekräftige Zahlen
ermittelt werden.

  1. Idee: Es wird als erstes eine Geldflussrechnung erstellt.
    In einem zweiten Schritt wird darauf die Finanzbuchhaltung
    aufgebaut.

Ööööökkk! Fehler! Nicht alle Buchhaltungen richten sich nach dem Zu- und Abfluss von Geldern! Insoweit krankt die Idee an der Basis! Wichtig ist für jeden Unternehmer, der sein Unternehmen nicht mehr mittels Blick auf den Kontoauszug und in die Geldbörse überblicken kann:

Trennung von internem und externem Rechnungswesen!
–> Die Zahlen die ich in Kalkulation, Kostenrechnung und Plänen ermittle, ermittle ich nur dafür
–> Die Zahlen die ich für das Finanzamt bzw. Handelsbilanz ermittle, ermittle ich nur dafür

Sonst wird das generell NIX!

Mfg vom

showbee

Ööööökkk! Fehler! Nicht alle Buchhaltungen richten sich nach
dem Zu- und Abfluss von Geldern! Insoweit krankt die Idee an
der Basis! Wichtig ist für jeden Unternehmer, der sein
Unternehmen nicht mehr mittels Blick auf den Kontoauszug und
in die Geldbörse überblicken kann:

Auch wenn Schuld- und Forderungsverhältnisse berücksichtigt werden müssen, hat man in der Regel Zu- und Abfluss von Geldern. In meiner Methode werden geldwirksame und geldunwirksame Buchungen strikte getrennt. Zuerst werden alle geldwirksamen Bewegungen separat erfasst, „Zwischenergebnis“ = Geldflussrechnung, und erst in einem zweiten separaten Schritt kümmert man sich um die geldunwirksamen Buchungen (Zunahme Debitoren, Abschreibungen etc.).

Das bringt z. B. folgenden Nutzen: Der erste Teil kann auch eine Person erledigen, die mit Soll/Haben/etc. nicht so vertraut ist. Somit werden mehr Mitwirkungsstufen des Treuhandkunden ermöglicht. Der Treuhänder/Buchhalter/Berater hat einen kleineren Zeitaufwand, was in der Regel eine tiefere Rechnung bewirkt. (Details auf meiner Homepage http://www.schy.ch)

Trennung von internem und externem Rechnungswesen!
–> Die Zahlen die ich in Kalkulation, Kostenrechnung und
Plänen ermittle, ermittle ich nur dafür
–> Die Zahlen die ich für das Finanzamt bzw. Handelsbilanz
ermittle, ermittle ich nur dafür

In einem ersten Schritt werden in der Regel die Zahlen für das Steueramt (bzw. Finanzamt) ermittelt. Für die internen Zahlen werden nicht nochmals sämtliche Belege einzeln erfasst, sondern man bastelt aus der externen Bilanz/Erfolgsrechnung die internen Rechnungen, die nur für die Geschäftsführung bestimmt sind. Die Frage ist also: Wie kann ich möglichst einfach und schnell aus den externen Zahlen die internen Zahlen ermitteln (Bereinigung der stillen Reserven)? Eine Idee habe ich inkl. Beispiel + detaillierte Beschreibung auf meiner Homepage.

Zuerst werden alle
geldwirksamen Bewegungen separat erfasst, „Zwischenergebnis“ =
Geldflussrechnung, und erst in einem zweiten separaten Schritt
kümmert man sich um die geldunwirksamen Buchungen (Zunahme
Debitoren, Abschreibungen etc.).

Das bringt z. B. folgenden Nutzen: Der erste Teil kann auch
eine Person erledigen, die mit Soll/Haben/etc. nicht so
vertraut ist.

Hallo,

m.E. ein irrglaube, dass es Personen gibt, die

a) keine Ahnung von Soll- und Haben haben ABER
b) dafür zwischen ertragswirksam und nicht wirksam

unterscheiden können! Ich finde es bleibt beim gleichen Aufwand. Ob ich nun erst die Daten vom Kontoauszug erfasse und den erfassten Zahlungen dann Posten zuführe, oder ob ich erst Debitoren-Kreditoren erfasse und diesen dann die Zahlungen zuführe. Wo soll da die Ersparnis sein? M.E. größtes Problem, es ist nicht durchsetzbar, weil ALLE seit 150 Jahren es andersherum machen. Die aktuelle Bfg-Software ist nichts weiter als die elek. Abbildung der doppelten Buchhaltung mit Grundbuch und Nebenbüchern.

Ansonsten ist es m.E. auch ein heeres Unterfangen (Mut!), internes an externes Rechnungswesen zu koppeln. Das mag bei Kleinunternehmern gehen, wo man aus der Steuerbilanz ein paar „steuertypische“ Erträge / Aufwendungen korrigiert. Das endet aber dann, wenn man ganze Unternehmensstrukturen nur wegen der Steuerentlastung bildet. Wenn ich nur um Steuern zu sparen eine Ltd. in den Dublin-Docks habe um via Verrechnungspreisen, Darlehensverbindungen, Cash-Pooling und Lizenzzahlungen meine Steuer optimiere, dann kann man aus solchen Transaktionen nichts mehr effektiv für das Controlling ablesen.

Fakt ist auch, dass das Steuerrecht immer komplizierter wird und langsam die Controller ihr eigenes Ding (aber dann gut) machen und den Steuermist den Steuerleuten überlassen. Das führt zwar mitunter zur doppelten Erfassung von Geldflüssen etc., aber ist mitunter effektiver. Bspw. braucht man ja für ein Controlling nicht unbedingt die einzelnen Veränderungen der Deb/Kred erfassen. Hier reichen i.d.R. Stände, Veränderungen absolut von Zeitraum zu Zeitraum. Aber gleichzeitig interessiert den Controller mehr, als den Steuermann. Bspw. Veränderungen der nicht fertigen Bestände, nicht passivierbare Risiken und nicht aktivierbare Chancen. Fortgang bei der Forschung etc.

Also, m.E. nur eine Idee für den kleinen Mittelstand.

Mfg vom

showbee