[LoSt] wie wird geldwerter Vorteil 'Pkw' behandelt

Hallo,
bitte berücksichtigen, bin kein Steuergenie. Drei Anliegen:

Anliegen A)
Ein AN wird ein Firmenwagen zur Verfügung gestellt, mit dem er jeden Tag direkt von zu Hause aus zu den jeweiligen Baustellen fährt oder zwischendurch auch mal zur Firma. Getankt wird nur auf Firmenkosten und nur für Betriebsfahrten.

Angenommen er hätte nun in einem Monat, im Jahre 2005 normalerweise Brutto 5.623,68 € verdient, der AG rechnet jedoch auf dieses Einkommen noch 335,75 € drauf in Form von Posten wie Prämie Firmenwagen, Sachbezug Firmenwagen. Der AN hat also lt. Abrechnung ein Bruttoeinkommen von insgesamt 5.959,43 €. Er hat einen monatlichen Freibetrag von 47,50 € und Lohnsteuerklasse 3, Bundesland NRW. Chef berechnet ihm von dem Lohn 1058,66 € Steuern und 58,22 € Soli.
Frage: Wie kommt er auf die Höhe dieser Steuern und Soli. ?
(AN kommt nicht auf diese Summen).

Anliegen B)
Dadurch das der Chef Kosten für Firmenwagen auf den Bruttolohn drauf berechnet, hat der AN auch höhere Abgaben zu leisten. Chef jedoch zieht ihm Netto genau den selben Betrag wieder ab, den er Brutto drauf gerechnet hatte. Also im Grunde hat der AN zwar höhere Abgaben aber keine Gewinne, da dieses direkt an den Chef zurückgeleitet wird. Der Chef handelt so, da von seinem Steuerberater empfohlen. (?). Nun muß AN am Ende des Jahres seine Einkünfte mit dem Fiskus klären und hätte normalerweise einen pauschalen Freibetrag von 920 €. Wenn er das Fahrgeld beim Ausgleich brutto oder netto extra angeben möchte, verringt sich jedoch sein Freibetrag.
Wie soll er das Fahrgeld gegenüber dem Fiskus handhaben, ohne das der Freibetrag kleiner wird. ?

Anliegen C)
Angenommen AN ist verheiratet und sie bezieht Rente, die auch zu 50 % versteuert wird. Beide Einkommen werden also zusammengerechnet und dann vom Fiskus versteuert. Dadurch das ihm Chef ein höheres Bruttoeinkommen beschert, nur durch die sog. Posten für Firmenfahrzeug, hat er auch gegenüber dem Fiskus ein höheres Einkommen zu versteuern, was sich zusätzlich auch auf die zu versteuernde Rente mit auswirkt. Kann er was dagegen tun. ?

Ich hoffe die Fragen sind einigermaßen verständlich.

Vielen Dank im voraus
Dagmar

Hallo,

Frage: Wie kommt er auf die Höhe dieser Steuern und Soli. ?
(AN kommt nicht auf diese Summen).

ich komm sogar auf noch höhere Abgaben bei den Zahlen.
Einfach mal selberrechnen: http://www.kgo.de/
steuerrechner.html
wenns nicht passt, Chef fragen!

Dadurch das der Chef Kosten für Firmenwagen auf den
Bruttolohn
drauf berechnet, hat der AN auch höhere Abgaben zu leisten.

Korrekt!

Chef jedoch zieht ihm Netto genau den selben Betrag wieder
ab,
den er Brutto drauf gerechnet hatte. Also im Grunde hat der
AN zwar höhere Abgaben aber keine Gewinne,

Doch, auch korrekt. Die zu und ab Geschichte ersetzt doch die
Private Nutzung des PKW. Statt Cash gibts die Kfz Nutzung. Da
sagt der Staat einfach, bei solchem PKW und soviel Km zur
Arbeit ist dem Arbeitnehmer der Wagen soundsoviel Euro Wert.
Also ist der Wert Steuerpflichtig (oben drauf) und wird
natürlich in Natura „geleistet“, also zahlt der Chef das
nicht in cash, sondern indem er den Kfz Schlüssel überlässt!

Wenn er
das Fahrgeld beim Ausgleich brutto oder netto extra angeben
möchte, verringt sich jedoch sein Freibetrag.
Wie soll er das Fahrgeld gegenüber dem Fiskus handhaben,

Ganz normal. Der AN Setzt Werbungskosten an, er hatte ja auch
Aufwendungen. Nur wenn der AG explizit auch diese Kosten
erstattet (dann + in cash), dann ist das gegenzurechnen.

Kann er was dagegen tun. ?

Nein, wer mehr verdient muss auch mehr Steuern zahlen. Und
wenn man zusätzlich zum Gehalt nun ein Auto bekommt ist das
eben ein „Mehr“!

Mfg vom

showbee