Elster vorrangig-wie lange?

Hallo liebe Experten,

wenn X die Steuererklärung z.B. am 01.06.2007 abgegeben hat wie lange dauert das in der Regel mit Elster bzw. wie läuft das eigentlich beim Finanzamt?

Elstererklärungen sollen doch vorrangig bearbeitet werden. Wie sieht das in der Praxis aus. Werden erst alle Elstererklärungen gemacht oder pro Abgabemonat? Würde mich mal interessieren.

Danke schön.

Joyyy

Es gibt Finanzämter, die bearbeiten Elstererklärungen sofort. Mit einer Vorlaufzeit im Rechenzentrum hat man dann bei sofortiger Bearbeitung nach Eingang den Steuerbescheid ca. 12 Tage nach Abgabe der Erklärung im Briefkasten.

Andere Ämter bearbeiten spätestens 1 Monat nach eingang, so dass man trotz Elster mit ca. 6 Wochen rechnen muss.

Ist eben verschieden. Laut BMF Berlin gibt es jedoch die Anweisung der vorrangigen Bearbeitung, wie auch den Elster-Webseiten zu entnehmen ist.

Auf der Webseite steht allerdings nur der nichts konkretes aussagende Text:

Bevorzugte Bearbeitung Ihrer Steuererklärung, d. h. Sie erhalten Ihren Steuerbescheid und eine damit ggf. verbundene Steuererstattung schneller

Quelle: https://www.elster.de/arbeitn_info.php

Hallo liebe Experten,

wenn X die Steuererklärung z.B. am 01.06.2007 abgegeben hat
wie lange dauert das in der Regel mit Elster bzw. wie läuft
das eigentlich beim Finanzamt?

Elstererklärungen sollen doch vorrangig bearbeitet werden. Wie
sieht das in der Praxis aus. Werden erst alle
Elstererklärungen gemacht oder pro Abgabemonat? Würde mich mal
interessieren.

Hallo,
konkret kann es dir hier keiner sagen.
Ich mache seit 3 Jahren meine Steuererklärung mit ELSTER und habe die ersten beiden Male keinen Unterschied zur Papiererklärung gehabt (Bearbeitungszeit ca. 3 Monate). Dieses Jahr war es sehr schnell und dauerte nur 1 Monat (mein zuständiges FA hatte aber auch gewechselt!).

Beatrix

Hallo Oerdiz,

vielen Dank für die Info.

Als X im Juni anrief sagte die Sachb. sie seien erst bei den Eingängen aus März.

X erwartet daher eine Bearbeitungszeit von 2-3 Monaten. Aber das ist doch sehr lange, oder nicht? Drängeln ist ja auch nicht so empfehlenswert… aber wenn es dann genauso lange dauert, hätte man sich ja das Elster-Gedöns sparen können???

Gruß
Joyyy

Hallo,

Als X im Juni anrief sagte die Sachb. sie seien erst bei den
Eingängen aus März.

das klingt nicht nach bevorzugter Behandlung. Eventuell sollte man in diesem Fall nochmal -freundlich- anrufen und fragen, was bei dieser Erklärung fehlt, da es sich um eine Elstererklärung handelt. Und man sollte die Sachbearbeiterin fragen, wie sie es mit den Erklärungen hält, also, ob sie Elstererklärungen auf einen extra Stapel legt.

Falls nicht, könnte ein Anruf beim Sachgebietsleiter mit den gleichen Fragen und der Antwort der Sachbearbeiterin hilfreich sein.

Ach und beim freundlichen Nachfragen auch erwähnen, dass man ja dringend auf das Geld wartet. Ist zwar abgedroschen, aber warum sonst sollte man auf die Bearbeitung drängen.

Viel Erfolg
C.

Hallo,

was ich mich frage: Wie ist die vorrangige Bearbeitung von ELSTER-Erklärungen mit der AGO und FAGO (Bearbeitung in der Reihenfolge des Eingangs) vereinbar?
Ich warte ja schon länger darauf, dass sich mal ein „Papierabgeber“ beschwert, dass sein Bescheid sich wegen der ELSTER-ERklärungen verzögert.

LG,
Markus

Hallo,

was ich mich frage: Wie ist die vorrangige Bearbeitung von
ELSTER-Erklärungen mit der AGO und FAGO (Bearbeitung in der
Reihenfolge des Eingangs) vereinbar?

gar nicht
Es ist eine politische Entscheidung. Da man die Leute überreden will, mit Elster abzugeben, muss für sie ein Vorteil rausspringen. Da weisst die Behördenleitung bzw. das Ministerium die Sachbearbeiter einfach an, zwei Stapel zu bilden und die Elstererklärungen zuerst zu bearbeiten. Die Abgabe mit Elster hat den Vorteil, dass der Datensatz schon im Computer ist. Es gibt gerade Überlegungen, wie die Behörden den Durchsatz von Daten maschinell gewährleisten können und nur noch risikobehaftete Erklärungen genauer angeschaut werden.

Ich warte ja schon länger darauf, dass sich mal ein
„Papierabgeber“ beschwert, dass sein Bescheid sich wegen der
ELSTER-ERklärungen verzögert.

Sachbearbeiter sind in der Regel Beamte und die müssen den Anweisungen folgen…Ein freundlicher Anruf hilft eventuell auch Papierabgebern, nur wenn das alle tun, kommt der Sachbearbeiter nicht mehr zum veranlagen, da er nur noch am Telefon hängt…

Es kommt auch immer auf die Personallage an (z.B. ob jemand im Team krank ist oder ob wegen Personaleinsparungen einfach zu wenig Sachbearbeiter vorhanden sind -Beamte einsparen ist doch immer populär, nur nicht bei der eigenen Steuererklärung) und wieviele Erklärungen gleichzeitig eingehen. In Stosszeiten kommt man einfach nicht nach…

noch was zu den Personaleinsparungen: pro Jahr wird das Personal eines kleinen Finanzamts eingespart, aber das schon die ganzen letzten Jahre und unsere Anwärter übernehmen wir nur noch zu einem Bruchteil. Mittlerer Dienst wird überhaupt nicht mehr ausgebildet. In Teams sollen die Ausfälle auf die verbliebenen Mitarbeiter verteilt werden.

na ja, ich beklag mich ja gar nicht, nur zur Info…

Schöne Grüße
C.

Hallo,

Es gibt gerade Überlegungen, wie die Behörden
den Durchsatz von Daten maschinell gewährleisten können und
nur noch risikobehaftete Erklärungen genauer angeschaut
werden.

Ich glaube, bei ca. einem von 30 Fällen, die authentifiziert übermittelt werden, funkionierts auch schon. Nur erreichen die authentifizierten noch nicht mal den Promillbereich, was sich aber vielleicht ändert, wenn alle Unternehmer ihre Anmeldungen und Lohndaten nur noch authentifiziert liefern dürfen. Aber selbst das wird nichts helfen, solange Belege beizufügen sind, die führen ja automatisch zum Risikofall.

Sachbearbeiter sind in der Regel Beamte und die müssen den
Anweisungen folgen…

Ich bin ja nun schon länger nicht mehr „an der Front“, aber ich glaube, da täte ich mir überlegen zu remonstrieren. Aber ich weiß, dass ich mir da leicht rede, ich habe meinen persönlich angestrebten „Enddienstgrad“ ja auch schon erreicht :wink:
Obwohl, die Befürderungssituation ist eh so aussichtslos, dass man darauf schon fast keine Rücksicht mehr zu nehmen braucht-

na ja, ich beklag mich ja gar nicht, nur zur Info…

Beklag dich ruhig, und zu recht - die Personallage ist katastrophal! Ist schon eine merkwürdige Rechnung: Der Staat will Geld sparen, indem er die Leute einspart die das Geld reinbringen…

LG,
Markus