Auto leasen, finanzieren?

Hallo,

ich überlege ob ich ein Auto leasen oder finanzieren soll ( will mich ggf. selbstständig machen).
Man sagt ja, dass man die Leasinggebühren „voll“ absetzen kann - doch was heisst das eigentlich genau?..doch nur, dass man mit diesen Ausgaben sein zu versteuerndes Einkommen verringert und dadurch ggf. weniger Steuern zahlt?..was ist mit Finanzierung eines Autos?—6 Jahre Abschreibung?..wie sind die Erfahrungen - was ist besser - wo kann man mehr „sparen“? - dann sind bei der Finanzierung ja auch noch die Zinsen zu berücksichtigen - wobei einem danach das Auto „gehört“?..
Danke für Tipps.

Man sagt ja, dass man die Leasinggebühren „voll“ absetzen kann

  • doch was heisst das eigentlich genau?..doch nur, dass man
    mit diesen Ausgaben sein zu versteuerndes Einkommen verringert
    und dadurch ggf. weniger Steuern zahlt?..was ist mit
    Finanzierung eines Autos?—6 Jahre Abschreibung?..wie sind
    die Erfahrungen - was ist besser - wo kann man mehr „sparen“?

Hallo,

man kann alles gleich absetzen, ob ich nun die Leasinggebühr als
Betriebsausgabe habe oder „nur“ die Abschreibungen nebst Darlehenszinsen. Im
endeffekt ist die steuerliche Auswirkung gleich, bloß ggf. über die einzelnen
Monate verschoben anders.

Im Endeffekt sollte Leasing vs. Kauf mit Darlehen nicht primär „wegen der
Steuer“ entschieden werden. Wichtig ist: Beim Abzahlungsdarlehen ist man am
Ende Eigentümer des Kfz, beim Leasing nicht. Also muss man genau überlegen.
Einfach ausrechnen was es bringt und Leasingkosten in Summe den Aufwendungen
aus Kauf+Zins-Restwert gegenüber stellen.

Mfg vom

showbee

Jawohl, so ist es!
Ergänzen möchte ich noch, dass bei Ende der Leasinglaufzeit und Rückgabe des Fahrzeuges genau nachgeschaut wird, ob das Fahrzeug normale Gebrauchsspuren aufweist oder ob Beschädigungen am Fahrzeug vorliegen. Auch nach Mehr- oder Minderkilometer wird geschaut und nach Einhaltung der Garantiedurchsichten. Gegebenen Falls kann man da noch mal ganz schön zur Kasse gebeten werden.
Trotzdem lohnt sich Leasing oft für Geschäftsleute, weil der Händler sehr gute Konditionen für so ein Angebot machen kann. Der Kunde sollte entweder das Fahrzeug nach Leasingablauf mit einer Barsumme kaufen oder zurück geben.
Wenn im Vorfeld klar ist, dass er das Fahrzeug länger als die Leasinglaufzeit nutzen möchte und den Kaufpreis finanzieren muss, lohnt in dem Fall von vorn herein ein Finanzierungsangebot.

Ungünstig ist nur, erst leasen und Restbetrag finanzieren. So kauft man am teuersten ein Auto.
Viele Grüße
Flotte Lotte

So kauft man am teuersten ein Auto.

Hi,

und tendenziell am billigsten, wenn man einen Jahreswagen kauft, diesen beim
Händler bar bezahlt und das Geld sich bei der Bank selbst besorgt (jedenfalls
aktuell bei noch sinnvollen Zinsen). Die Mehrzinsen (bei der Hausbank statt
Autohausbank) holt man durch einen ordentlichen Barzahlungsrabatt wieder raus und
gute Zinsen gibt es idR nur für neueste Neuwagen, weil die die
Herstellerverkaufszahlen pushen und vom Hersteller gefördert werden.

Mfg vom

showbee

Barzahlungsrabatt

Wo gibt es denn so was?
Eigentlich ist dem Händler egal von wem er sein Geld bekommt.
Es wird in der Regel ein Angebot unterbreitet, wo von vorn herein die Frage nach Barzahlungsrabatt ausgeschaltet wird.

Welchen Sinn hätte für den Händler dieser gewährte Rabatt?
Er bekommt doch Provision von der Autobank für die Kreditvermittlung.
Bei Barzahlung bekommt der Händler nur den Kaufpreis.

Aber, um noch mal zurück zukehren zum Leasing:
Für Gewerbetreibente lohnt Leasing noch in der Hinsicht, dass sie nach Ablauf des Vertrages einfach wieder ein neues Fzg. leasen können ohne sich weiter mit der Veräußerung des alten Fahrzeuges beschäftigen zu müssen, der ja dann wieder als Firmenertrag zu versteuern wäre.
Sie fahren immer Neuwagen und haben für Reparaturaufwendungen an ihrem Fuhrparkbestand niedrige Kosten.
(sollte zumindest so sein, wenn´s nicht gerade ein Montagsauto war):smile:

Viele Grüße
Flotte Lotte

Barzahlungsrabatt

Wo gibt es denn so was?

Hallo,

na überall dort, wo Zielvorgaben noch nicht erreicht sind bzw. Jahreswagen
langsam zum finanziellen Desaster reichen. In meiner Familie werden idR nur
Jahreswagen beim Händler gekauft und das im Winter und natürlich nur in der
Kleinstadt. Große Autohäuser sollte man meiden, zu kleine auch (insolvenzrisiko
für Gewährleistung). Wenn bei einem Händler ein Jahreswagen steht (der dann
schon bei 15-20TKM nur 70-80% Neuwagenwert hat), will der den schnell
loswerden. Nach mehr als 6Monaten Standzeit ist sonst seine Marge völlig im
Eimer. Und finanzierte Kfz bringen nicht nur Kreditprovision sondern kosten
auch Abwicklungskosten (und Gefahren beim Verbraucherkredit). Ich kann mich gut
an den Wagen der Schwiegereltern erinnern, dort gab es statt 14.000 Euro zu
finanzierenden Betrag ein Barpreis von 12.000 Euro. Verhandeln muss man auch
können und bei kleinen Autohäusern vor Jahresende (Weihnachten) macht sich das
besonders gut.

Mfg vom

showbee

Hallo,
Du kennst dich ja wirklich bestens aus.
Auch wenn ich nicht wüsste, was für Abwicklungskosten du meinst.
Der Verkäufer tippt alle Daten des Kunden in seinen PC und übermittelt alles der Bank. Die Bank prüft, ob sie den Kredit bewilligt und schickt AH das okay. Mehr Kosten entstehen da nicht für das AH.
Nicht das AH hat ein (sagen wir mal) „Finanzierungskonto“ bei der Autobk. sondern der Kunde.

Übrigens, trifft dass mit dem Jahresende auch für jeden Quartalsabschluß zu.

Und
wenn du ganz pfiffig bist, kassierst du noch Vermittlungsprovision für deine Schwiegereltern oder umgekehrt, wenn ihr im selben AH Kunde seit.
Quasi für deine Empfehlung für das AH.
Aber:
schön angeben bei der ESt-Erkl.!
Viele Grüße
Flotte Lotte