Moin,
gestern abend hatte ich mit einem Freund eine Diskussion bezüglich der Steuerklassen, wenn man zwei Jobs hat.
Beispiel: Jemand erhält bei Firma A eine Arbeitsstelle über 24 Wochenstunden zu 1300 Euro monatlich und bei Firma B eine Arbeitsstelle über 12 Wochenstunden zu 700 Euro monatlich.
Wäre es ein Arbeitgeber, ist die Antwort (ledig, ohne Kinder) einfach: 2000 Euro brutto, zu versteuern über Steuerklasse 1.
Laut http://www1.ubm.de/servlet/CreateFrames?javascript=1 ca. 1300 Euro netto.
Mein Freund meinte, dass man bei zwei Arbeitgeern anders rechnen muss.
Für Arbeitgeber A Lohnsteuerklasse 1, also laut obigen Lohnsteuerrechner ca. 950 Euro.
Für Arbeitgeber B Lohnsteuerklasse 6, also laut obigen Lohnsteuerrechner ca. 440 Euro.
Insgesamt also bei zwei Arbeitgebern 1390 Euro netto.
Fazit: Mit zwei Arbeitgebern hat man beim gleichen Bruttobetrag ca. 100 Euro mehr als bei einem Arbeitgeber. Mein Freund hat das deutlich bestritten. Er meinte, dass die Abzüge beim zweiten Arbeitgeber dann so hoch sind, dass es sich nicht mehr lohnen würde. Das Ergebnis müsste also genau umgekehrt sein: Bei einem Arbeitgeber erhält man beim gleichen Bruttobetrag mehr als bei zwei Arbeitgebern ausbezahlt.
Frage also: wer hat Recht? Hängt das vielleicht auch vom Zahlenbeispiel ab (also mal ist ein Arbeitgeber günstiger, mal zwei)?
Zusatzfrage: welchen Sinn (ok, bei Steuern sollte man nicht nach dem Sinn fragen, aber ich tue es dennoch) macht diese unterschiedliche Berechnung eigentlich?
Vielen Dank für jede Antwort.
Ciao
Ralf Henrichs