Riester/Rente und Steuern sparen?

Hallo,

jemand hat in den letzten Monat eine Sonderzahlung von 310 Euro Brutto erhalten. Netto blieben davon 136 Euro übrig.
Das bedeutet ein Steuersatz von über 55 Prozent.
Soweit korrekt?

Wenn man sich jetzt sagt, OK, wenn von meinem oberen Gehaltsbereich eh 55 Prozent und mehr abgehen, dann kann man auch 100 Euro monatlich in eine z.B. Riesterrente stecken, denn wenn ich die 100 Euro von der Steuer absetze, dann bekomme ich 55 Prozent bei der Einkommensteuer wieder und ich bekomme die Zulage vom Staat von 10 Euro.
Das heißt, dass ich 35 Euro investiere und eine Versicherungsleistung von 100 Euro in Anspruch nehmen kann?

Danke für Aufhebung von Denk-/Wissensfehlern!

Sebastian

Hallo Sebastian,

jemand hat in den letzten Monat eine Sonderzahlung von 310
Euro Brutto erhalten. Netto blieben davon 136 Euro übrig.
Das bedeutet ein Steuersatz von über 55 Prozent.
Soweit korrekt?

Nein - ich vermute, daß auch noch Sozialversicherung abgezogen wurde.
Außerdem hat die Gehaltsabteilung möglichweise falsch gerechnet.
Aber nix genaues kann man mit den paar Eckdaten nicht sagen, da bräuchte man mindestens die betroffene Gehaltsabrechnung.

Wenn man sich jetzt sagt, OK, wenn von meinem oberen
Gehaltsbereich eh 55 Prozent und mehr abgehen, dann kann man
auch 100 Euro monatlich in eine z.B. Riesterrente stecken,
denn wenn ich die 100 Euro von der Steuer absetze, dann
bekomme ich 55 Prozent bei der Einkommensteuer wieder und ich
bekomme die Zulage vom Staat von 10 Euro.

Dreifach falsch:

  1. s.o., bei der Sozialversicherung kriegst Du nichts zurück.
  2. Die Zulage erhälst Du nicht zusätzlich zum Steuervorteil, sie wird mit diesem verrechnet (Günstigergprüfung).
  3. Der Steuervorteil der Riesterrente berechnet sich aus der Jahressteuer die wesentlich niedriger liegen dürfte.

Danke für Aufhebung von Denk-/Wissensfehlern!

Gern geschehen. Ach ja, als Alternative zu Riester stehen noch etliche andere Möglichkeiten zur Verfügung. Schau, daß Du einen kompetenten und unabhängigen Berater findest, der die unterschiedlichen Förderwege unabhängig und objektiv beurteilen kann. Der kann Dir dann auch das genaue Brutto/Netto-Verhältnis aufzeigen.

HTH
Conrad