McDonalds (& Co) und die USt

Hallo,

ist es eigentlich wirklich so, dass Läden wie Mc Donalds, wo man einerseits im Restaurant essen kann aber das Essen auch mitnehmen kann, seine Produkte mit den zwei verschiedenen USt-Sätzen verkaufen kann?
Also 7 %, wenn man das Essen mitnimmt (als Verkauf von Lebensmitteln) und 19 %, wenn man es im Restaurant ist (als Gaststättenbetrieb)?

Das wäre dann ja eigentlich eine Einladung zur Steuerhinterziehung… wenn ich einfach alle paar Essen, die nicht mitgenommen werden, trotzdem als solche verbuchen, könnte man ja einiges an Steuern sparen indem man weniger USt abführt.

Gruß
Mattias

Hallo,

ist es eigentlich wirklich so, dass Läden wie Mc Donalds, wo
man einerseits im Restaurant essen kann aber das Essen auch
mitnehmen kann, seine Produkte mit den zwei verschiedenen
USt-Sätzen verkaufen kann?

ja

Also 7 %, wenn man das Essen mitnimmt (als Verkauf von
Lebensmitteln) und 19 %, wenn man es im Restaurant ist (als
Gaststättenbetrieb)?

Das wäre dann ja eigentlich eine Einladung zur
Steuerhinterziehung… wenn ich einfach alle paar Essen, die
nicht mitgenommen werden, trotzdem als solche verbuchen,
könnte man ja einiges an Steuern sparen indem man weniger USt
abführt.

Super Trick - darauf sind schon viele gekommen. Und sieh da, genau soetwas wird gern bei Betriebsprüfungen kontrolliert.

Es grüßt

Berta

Super Trick - darauf sind schon viele gekommen. Und sieh da,
genau soetwas wird gern bei Betriebsprüfungen kontrolliert.

Es grüßt

Berta

Das da schon viele drauf gekommen sind habe ich mir natürlich auch schon gedacht :wink: Aber wie will man das kontrollieren? Im Nachhinein kann doch keiner wirklich nachvollziehen, wie viel tatsächlich im Restaurant gegessen wurde und was alles mitgenommen wurde, oder?

Das da schon viele drauf gekommen sind habe ich mir natürlich

auch schon gedacht :wink: Aber wie will man das kontrollieren? Im
Nachhinein kann doch keiner wirklich nachvollziehen, wie viel
tatsächlich im Restaurant gegessen wurde und was alles
mitgenommen wurde, oder?

erfahrungswerte und vergleichstabellen !

manche prüfer gehen sogar inkognito zum mäcces und testen die - sieh dir mal die belege an in nächster zeit, und achte auf die steuersätze

lustig wirds, wenn du den beleg reklamierst…

gruß inder

Hallo,

erfahrungswerte und vergleichstabellen !

manche prüfer gehen sogar inkognito zum mäcces und testen die

  • sieh dir mal die belege an in nächster zeit, und achte auf
    die steuersätze

lustig wirds, wenn du den beleg reklamierst…

gruß inder

Warum wird es dann lustig, was passiert denn dann?
Kann ich kann den McD erpressen, so ähnlich wie der Mensch aus Liechtenstein seine Bank erpressen wollte? ^^ Und wenn es nicht klappt verkaufe ich den Beleg an die Steuerfahnung, vielleicht bekomme ich da noch ein paar Euro dafür …

Hi,

lustig wirds, wenn du den beleg reklamierst…

Warum wird es dann lustig, was passiert denn dann?

Nunja, Inder hat nicht direkt geschrieben, was er meint, meine Vorstellung ist aber ähnlich, wie wenn du um eine Minute vor Elf noch ein Frühstück bestellst: „Waaaaaas, guck mal auf die Uuuuuuuhr, jetzt noch Frühstück? Wir haben gerade alles weggerääääääumt…“

Und dann komm mal mit einem Beleg mit 7 % Umsatzsteuer und sag: „Entschuldigen Sie bitte, ich bleibe zum Essen hier. Bitte buchen Sie den Vorgang um auf 19 % Umsatzsteuer.“

Die Reaktion darauf, wäre das, was ich unter „lustig“ verstehen würde.

Hungrig grüßt

Berta

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Wie ja schon geschrieben wurde, für Fastfoodrestaurants (mit und ohne Autoschalter) gibt es für die Betriebsprüfungsstellen Richtsätze, die das Ergebnis von deutschlandweit bei Prüfungen zusammengetragenen Daten sind. Wie es sich nun wirklich in einem bestimmten Restaurant zuträgt, dass kann niemand wissen außer der Geschäftsführung. Zumindest läuft die Kasse am McDrive auf 7% während im Kundenraum, bei größeren Bestellungen oder wenn der Verkäufer vermutet, dass der Kunde nicht 8 Hamburger verdrücken kann, gefragt wird, ob die Ware zum Vorortverzehr oder zum Mitnehmen gedacht ist. Je nach dem werden da die Kräfte angwiesen bestimmte Tasten zu drücken, wobei die meisten Leute, die dort arbeiten wohl kaum wissen, was es mit 19% und 7% auf sich hat.

So gibt es z. B. Mc Donalds Stadtrestaurants (z. B. Flughafen Frankfurt), wo wohl zu 95% ein Vorortverzehr stattfindet. Dann gibt es McDonalds an der Autobahn, wo bspw. 60% der Kunden am Drive-In Schalter vorfahren.

Wer also betrügen will, der schafft dies auch. Allerdings auch nur in geringem Maße, so dass es sich letztendlich nicht lohnt. Zudem weiß die Kassiererin auch nicht, ob der Kunde nach Bestellung einen Kassenbon haben möchte und da wäre es nicht schön, wenn dann ein Betriebsprüfer dort einkehrt und einen 7% Bon in der Hand hält. Auch wenn vielleicht 80% der Mc-Donaldsbesucher mit den Steuerbeträgen auf den Bons nichts anfangen können, so wäre mir persönlich das Risiko zu hoch, solche Betrügereien zu tätigen. Zumal hier auch das Personal involviert sein müsste. Und die würden da wohl auch etwas erahnen.

Im Schlusseffekt, wie hier schon zutreffend erkannt wurde, ist gerade bei der Umsatzsteuer das Betrugspotential am größten. Aber so ist das bei jeder Selbstberechnungssteuer der Fall.