Von der Steuer absetzen und wieder umtauschen?

Hallo zusammen,

die Frage von Rebecca weiter unten hat mich wieder an eine Frage erinnert, die ich mir schon seit längerem stelle, auf die ich bisher aber keine Antwort weiß.

Und zwar: Wie ist das eigentlich, wenn man irgendetwas kauft, es von der Steuer absetzt, und es dann wieder umtauscht? Ich meine jetzt nicht, wie sich das verhält, wenn man das absichtlich so macht - aber es kann sich ja mal so ergeben, dass beispielsweise ein Drucker etc. nach ein paar Monaten den Geist aufgibt. Bis dahin hat man ihn längst im Steuerprogramm eingetragen und vielleicht auch schon die Steuererklärung abgeschickt. Und dann? Muss man den Drucker nachträglich wieder aus der Steuererklärung löschen? Oder ist das bei gwG nichts nötig?

Und wie ist es, wenn einem etwas gestohlen wird? Einfach nochmal kaufen und nochmal von der Steuer absetzen?

Kontrolliert das Finanzamt eigentlich irgendwann nach, ob man alle Geräte noch hat, die man von der Steuer abgesetzt hat, oder ist das denen egal?

Schöne Grüße

Petra

OT: Flatex
Hallo
Anmerkung: ein Drucker ist kein GWG, weil er nicht eigenständig nutzbar ist

Kontrolliert das Finanzamt eigentlich irgendwann nach, ob man
alle Geräte noch hat, die man von der Steuer abgesetzt hat,
oder ist das denen egal?

Da fällt mir spontan Flatex ein, die das aber in betrügerischer Absicht etwa umgekehrt aufgezogen haben. Dem Finanzamt ist diese wundersamme Gerätevermehrung jedenfalls nicht aufgefallen.

Cu Rene

Hallo Rene,

Anmerkung: ein Drucker ist kein GWG, weil er nicht
eigenständig nutzbar ist

Ojeoje … ja stimmt, da war was. Aber ein All-in-One ist dann wieder ein GWG, weil es kopieren kann, oder?

Kann man eigentlich auch ein All-in-One über 3 Jahre abschreiben, wenn einem das besser in den Kram passt? Es kann ja schließlich auch drucken …

Kontrolliert das Finanzamt eigentlich irgendwann nach, ob man
alle Geräte noch hat, die man von der Steuer abgesetzt hat,
oder ist das denen egal?

Da fällt mir spontan Flatex ein, die das aber in
betrügerischer Absicht etwa umgekehrt aufgezogen haben. Dem
Finanzamt ist diese wundersamme Gerätevermehrung jedenfalls
nicht aufgefallen.

Flatex? Das ist doch dieser Onlinebroker. Was haben die denn mit Hardware zu schaffen?

Schöne Grüße

Petra

Servus,

Flatex?

die Bude hieß Flowtex. Das Pikante an der Geschichte war, dass einem Betriebsprüfer am FA vorgeworfen wurde, er hätte den Schwindel anlässlich Bp erkannt und mit getragen, indem er keine Feststellungen diesbezüglich machte. Dieser Vorwurf geht allerdings um einige Ecken rum, weil es sich um nicht vorhandene Erträge handelte, die vorgespiegelt wurden, um Banken zu betrügen, die per „sale and lease back“ Geld in den ganzen Schwindel pumpten. Er ist also darauf gebaut, dass der Prüfer nicht nur zu Ungunsten, sondern auch zu Gunsten des Steuerpflichtigen prüfen muss. Was viele Prüfer ungern hören, und alle möglichen Kleinfrickler nicht wissen wollen.

Schöne Grüße

MM