Hallo,
gerne wendet sich ein Sucker and den anderen Sucker, der genauso überfordert ist und die Frage an das Forum der Experten weitergibt:
Ein abstrakter Arzt verdingt sich durch gelegentliche Einsätze in einer entfernten Klinik. Ist es möglich, dass das Finanzamt die abzugsfähigen Fahrzeugkosten für diese Einsätze auf einen festen Betrag, sagen wir einmal, um etwas zu nennen, was aber nichts mit einem konkreten Fall zu tun haben darf, auf 8000 EURO, beschränken kann?
Nehmen wir einmal an, es würde 30000 Km gefahren werden, die mit einer 30 Cent pro KM Regelung aufgerechnet würden.
Ist es dann möglich, dass von den 30000x0,30=9000EURO nur 8000 EURO als Werbungskosten zugelassen würden?
Auf was für einer Grundlage beruht das und gibt es Links zum weiterempfehlen?
Was wenn der abstrakte Arzt weitere Engagements eingeht und daher nun 60000KM pro Jahr fährt?
Gruß,
Frank.
offensichtlich unzutreffende Besteuerung
Hi !
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Immer wenn der Ansatz der Pauschalen zu einer „offensichtlich unzutreffenden Besteuerung“ führt, sind die Aufwendungen im Rahmen einer anderweitigen Schätzung zu ermittelt. Dies könnte vorleigend passiert sein.
Kfz-Steuer 200,00 €
Kfz-Versicherung 800,00 €
Kraftstoff
30.000 km x 8l/100km x 1,50 € 3.600,00 €
Reparaturen/Durchsichten 400,00 €
Abschreibung <u>3.000,00 €</u>
gesamt 8.000,00 €
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Wird ein Kraftfahrzeug zu mehr als 50% betrieblich genutzt, ist es dem Betriebsvermögen zuzuordnen. Aus dieses Zuordnung folgt, dass der Ansatz der km-Pauschale nicht mehr zulässig ist, sondern die tatsächlichen Kosten angesetzt werden müssen.
BARUL76
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Hallo,
(von tatsächlichen Ausnahmen mal abgesehen) finde ich es gerade bei Ärzten besonders goldig, wenn angegeben wird, das 60.000 km für gelegentliche Fahrten hier- und dorthin angefallen sind.
Das würde bei einer oftmals anzunehmenden (und hier weil auch einfacher) Durchschnittsgeschwindigkeit von 60 km/h bedeuten, dass er 600 Stunden im Jahr im Auto sitzt. Bei hier anzunehmenden (und auch weil einfacher) 200 Arbeitstagen im Jahr sind das 3 („drei“) Stunden am Tag. Hinzukommen müßten nochmal so viele km im Privatleben, da das Fahrzeug wohl nicht Betriebsvermögen sein soll.
Meine bescheidene Lebenserfahrung besagt, dass die wenigsten Ärzte tatsächlich 3 Stunden am Tag und 15 Stunden am Wochenende im Auto verbringen. Nagelt mich bitte nicht auf Ausnahmen fest aber das fällt mir bei so einem Sachverhalt ein.
Ich betreute auch mal einen Arzt, der mir sein Fahrtenbuch übergab. Hierin waren so unendlich viele Fahrten, dass ich mich frug, wann er eigentlich noch behandelte. Nach der Gesamtkilometerleistung hätte er fast jedes Wochenende von Hamburg nach Freiburg auf eine Fortbildung fahren müssen… Und er fuhr - zumindest nach seinen Notizen - einmal die Woche zu mir (45 km) und brachte mir seine Belege.
Wie ich sagte, Ärzte sind goldig.
Es grüßt
Berta
… sorry
Aber mein Prinzip kam hoffentlich trotzdem an
Das würde bei einer oftmals anzunehmenden (und hier weil auch
einfacher) Durchschnittsgeschwindigkeit von 60 km/h bedeuten,
dass er 600 Stunden im Jahr im Auto sitzt.
Falsche Antwort
Hallo,
die Antwort mag für etwas gut sein, aber nicht für die Frage…
Erstens kann man alle Parameter durch x dividieren - die Frage bliebe dieselbe. Zweitens ging es um 30000km. Ist der Einsatzort (doppelte Strecke) 1000 km entfernt, dann wären dies 30 Einsätze, z.B. Nacht- oder WEdienste.
Übrigens war ich selbst schon einmal im Außendienst (und das nebenbei, neben meiner Haupttätigkeit im Büro): 50000 km pro Jahr wahren da locker drin: Abends auf die Reise, zum 700km entfernten Ziel, 8 Stunden auf der Roadshow, dann 700km zurück …
Gruß,
Frank.
[MOD] Komplettzitat gelöscht
Danke, das macht Sinn. Der (originäre) Sucker sollte wohl einmal den Kommentar zu seinem Steuerbescheid studieren. Ich werde ihm einmal die obigen Zeilen zukommen lassen - vielleicht inspiriert das.
Wenn Physiker Steuererklärungen erstellen. *grins*