hallo,
Kurierfahrer ist selbstständig und hat keinen eigenen PKW.
Bei der EkSt gibt er natürlich seine Spritkosten an.
Nun möchte das FA wissen warum er Spritkosten (Belege vorhanden 8000€)ohne eigenen PKW hat.
Sein Vater ist sein Auftragsgeber und er stellt ihm kostenlos ein Auto zur Verfügung.
Was kann er machen???
Reicht es, wenn er die Belege mit einreicht??
Wie kann er es dem FA begründen ohne Probleme zu bekommen?
Oder muß er die 1% Regelung verwenden, obwohl er kein PKW hat??
Überlassungsvereinbarung Pkw + Schlüsselbuch
Hi !
Das Finanzamt möchte in einem solchen Fall sicherlich die Überlassungsvereinbarung sehen, die Vater und Sohn geschlossen haben.
In dieser dürfte dann zu finden sein, ob der Sohn das Kfz kostenlos oder gegen eine geringe Gebühr nutzen darf und welche Kosten der Sohn sonst für dieses Fahrzeug zu tragen hat (Steuern, Versicherungen, laufende Kosten, Reparaturen) und für welche Kosten der Vater gradezustehen hat. Auch die Dauer der Vereinbarung bzw. Kündigungsfrist sind häufig Bestandteil solcher Vereinbarungen.
Darüberhinaus ist es sinnvoll, wenn in solchen Vereinbarungen zu finden ist, wie das überlassene Fahrzeug genutzt werden darf (nur privat, nur geschäftlich oder im Mix) und wie die jeweililg vereinbarte Nutzung sichergestellt wird.
Bei einem Kurierdienst kenne ich es z.B. so, dass die Fahrer morgens die Fahrzeug(schlüssel) von der Disposition empfangen und den Empfang in einem Schlüsselbuch bestätigen, dabei findet sich auch der jeweilige Anfangskilometerstand laut Fahrtenbuch (wird ebenfalls mit übergeben). Am Tagesende hat der Fahrer sowohl Fahrtenbuch (es werden von der Dispo kurz die Einträge geprüft) als auch der Schlüssel wieder abzugeben. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass mit diesen Fahrzeugen keine Privatfahrten unternommen werden. Diese Privatfahrten würden nämlich die Gewinne der Fahrer erhöhen.
Die Fahrer zahlen jeweils einen Obolus dafür, dass sie das (einsatzbereite) Fahrzeug nutzen konnten. Sprit müssen sie selber tragen.
BARUL76
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das kann man auch anders sehen:
Auftraggeber ist der Vater, dieser hat eine Firma, die Kurierfahrer einsetzt, ohne sie als Arebitnehmer zu beschäftigen - gibt dem Sohn aber kostenlos einen PKW, für den dieser auch noch die Spritkosten zahlen muss - und das soll ein Selbständiger sein ( der Sohn natürlich)? - hier mal beraten lassen wegen Scheinselbständigkeit, arbeitnehmerrähnlicher Besch. usw…
E.
vielen dank für die antworten.
Der Sohn trägt alle Kosten außer Vers. + Steuern, d.h. Sprit, Reparaturen, Wartungskosten usw.
Der Vater hat ca. 10 Kurierfahrer, die natürlich alle selbstständig sind.
Der Sohn und Vater (Stief) haben verschiedene Nachnamen 
Für den Vater ist es natürlich besser selbstständige als AN einzustellen.