Finanzamt urteilt nach Lust und Laune, oder ?

Hallo Leute,

Ich bin sehr sauer über mein Finanzamt.
Dort wird immer wieder so seltsam entschieden, das ich manchmal denke, die urteile nach der Wetterlage.

Beispiel :

1.) Ich kaufe eine EDV-Komplettanlage mit Drucker und Monitor.
Absetzzeitraum früher 4 Jahre, mein Finanzamt rechnet 6 Jahre und mir liegt ein Urteil vom Finanzgericht vor, das für EDV eine Abschreibung von 2 Jahren gilt, weil der technische Fortschritt so schnell ist und 4 Jahre irreall sind.

2.) Ich kaufe nach 3 Jahren neuen Monitor und neuen Drucker, weil Monitor (für damals gute) Werte hat und ich Kopfschmerzen vom Bild bekomme und der Drucker kaputt ist.
Meine Schwester als Dipl. Betriebswirtin im Steuerrecht sagt, da es vorher eine Komplettanlage war, kann man diese Teile auch wieder komplett einmalig absetzen, egal wie teuer.
Obwohl die Sachen zusammen trotzdem unter DM 800,-- bleiben rechnet mein Finanzamt „freundlicherweise“ „nur“ einen Abschreibungszeitraum von 4 Jahren.

Die Post läßt diese Rückmeldung über diese Änderung irgendwo vier Wochen liegen und ich darf deswegen keinen Wiederspruch mehr machen.
Meine Kritik das meine Steuererklärung richtig war und das Finanzamt einen Fehler reingemacht hat wird mit einem Schreiben beantwortet, meine Behauptung wäre so beleidigend, das man sie nicht kommentiert.

Nur zwei Beispiele von vielen die in meinem Steuerordner drin sind.
Auch andere Dinge werden immer wieder nicht anerkannt, von denen ich von meiner Schwester oder meiner Freundin (Sekretärin in einem Steuerbüro) höre, das sie anerkannt werden müßten.

Diskussionsmöglichkeit : Keine.

Wie kann man so einem Finanzamt mal auf die Hühneraugen treten?

Winni the pooh

Hi,
Antwort: … am besten garnicht.
Finanzbeamte werden darauf geschult, jeden Angriff persönlich zu nehmen. So kannst du auch die entsprechenden Reaktionen erwarten.
Wenn du beabsichtigst, deinen Wohnsitz zu wechseln und in einen anderen Finanzamtsbezirk ziehst, dann kannst du zum Abschied noch „eine Rakete loslassen“. Aber das ist einfach nur eine emotionale Sache ohne Wirkungen für deine Wirtschaftsbücher.

Ansonsten ist zu empfehlen, alle Probleme mit dem Finanzamt auszuhandeln, mit dem zuständigen Beamten zu sprechen, ihn „um Rat zu fragen“. Das haben die gerne. Dann kommt auch ewas rüber.

Es ist die Alternative zum Dauerstress und ewigen Krieg. Braucht man nicht. Du solltest deine Kräfte in deine berufliche Tätigkeit investieren. Da kommt wirtschaftlich gesehen mehr zurück als in diesen kleinlichen Auseinandersetzungen mit dem Finanzamt.
Gruß,
Francesco

auszuhandeln, mit dem zuständigen Beamten zu sprechen, ihn „um
Rat zu fragen“. Das haben die gerne. Dann kommt auch ewas
rüber.

Ihn um Rat fragen?
Das haben die gerne?

Ich kann den Jungs mal was sagen, was die NICHT gerne haben.
Die können mich mal gerne haben und sollen ansonsten Ihre Arbeit machen, wie sie nach der Vorschrift gemacht werden soll.
Dazu sind diese Pfeiffen eigentlich da.
Wenn mir einer einen Auftrag gibt, fragt der mich auch nicht, ob ich da was gerne hätte.

Sorry, aber da geht mir der Hut hoch, wenn ich sowas höre.
Aber leider wirst du Recht haben, denke ich.

Winni the Pooh

nenene…

Ich kann den Jungs mal was sagen, was die NICHT gerne haben.
Die können mich mal gerne haben und sollen ansonsten Ihre
Arbeit machen, wie sie nach der Vorschrift gemacht werden
soll.
Dazu sind diese Pfeiffen eigentlich da.

hi winni,

das wird unbedacht! die bearbeiter sind auch nur menschen und werden taeglich mit arbeit zugeschüttet. die machen auch fehler wie du und ich … das passiert, denn wo gehobelt wird, fallen spähne!

also, nicht gleich ausflippen, denn freundlich kommt weiter!

Wenn mir einer einen Auftrag gibt, fragt der mich auch nicht,
ob ich da was gerne hätte.

dienstleistung beruht ja auch auf nachfrage und angebot, die leute im amt werden aber hoheitlich taetig. eigentlich könnten sie auch jeden mist verneinen der nicht korrekt ist und der stpfl. haette pech, im ende machen sie sich aber so nur feinde und das ist auch nicht das ziel, denn der weg ist das ziel und der weg ist immer die arbeit und die soll denen wie dir spass machen!!!

Sorry, aber da geht mir der Hut hoch, wenn ich sowas höre.
Aber leider wirst du Recht haben, denke ich.

Winni the Pooh

genau, hat er auch winnie,

also, nüschd für ungut, cool bleiben sagt:

der showbee

Hallo,

meine Erfahrung mit Finanzbeamten ist, daß die unteren Chargen, die einfachen Sachbearbeiter, die die ESt der Normalsterblichen bearbeiten, oft relativ wenig qualifiziert und geistig beweglich sind. Alle, die positiv auffallen, werden wegbefördert. Aber: wenn irgendetwas nicht anerkannt wird, was rechtlich klar und eindeutig ist, Einspruch einlegen, gleich schriftlich. Garnicht erst telefonieren. Wird bei eindeutigen Sachen sofort bewilligt.

Warum nicht telefonieren? Weil man sich sonst schnell in Widersprüche verwickelt. Die Fragen dann auf die kumpelhafte („aber Sie benutzen den PC doch auch mal so gelegentlich privat?“ - „Naja, ganz ab und zu schon“) und zack hast Du eine Aktennotiz in der Akte.

Wenn ich Rat brauche, dann rufe ich in der Oberfinanzdirektion an. Da sitzen Bearbeiter, die von Ihrem Gebiet richtig Ahnung haben und außerdem bearbeiten die Deine Akte nicht persönlich - das Widerspruchsrisiko fällt also weg.

Gruß, Bernd