Was zum Teufel dauert denn da so lange beim Fiskus

Hallo ich habe vor zwei Monaten meine Steuererklärung abgegeben
und letzte Woche wollte die nette Dame vom FA noch nachweise über meine Kilometerleistung.(Das das nicht früher einfällt hhmm…) Also habe ich es Ihr letzten Freitag nachgereicht
und heute bekomme ich ein netten Brief in dem folgendes steht:

Sehr geehrter Herr …,

die Ihrer Steuererklärung beigefügten Belege habe ich geprüft.
Die Erklärung ist bearbeitet.

Die abschließende Bearbeitung der Erklärung und die Erstellung
des Steuerbescheides werden jedoch noch einige Zeit in Anspruch
nehmen. Ich bitte Sie, von Rückfragen über den Arbeitsstand
abzusehen und den Bescheid abzuwarten, da durch Rückfragen und deren Beantwortung die Bearbeitung verzögert würde.

DAS IST DER HAMMER ODER ?

Kann mir mal einer sagen was die da soooo viel zu tun haben
die 15 Positionen aus der Erklärung in den Computer „NArrensicher“ einzugeben und dann auf drucken zu gehen, oder was läuft denn da genau ab ???
----bin sauer----

Danke

Ganz einfach: Der Personalmangel!
Hi!

Hallo ich habe vor zwei Monaten meine Steuererklärung
abgegeben

Böse Falle! Wenn Du eine schnelle Bearbeitung möchtest, solltest Du sie spätestens im Februar abgeben…

und letzte Woche wollte die nette Dame vom FA noch nachweise
über meine Kilometerleistung.(Das das nicht früher einfällt
hhmm…)

Die Teile werden nach Eingangsdatum bearbeitet. Da unsere Finanzämter chronisch unterbesetzt sind, dauert es nun mal. Wenn Du die Klamotten möglichst früh abgibst, hat sich logischerweise noch nicht so viel angesammelt. Ein Beispiel:
In meiner Heimatstadt gibt es für den Buchstaben „L“ ZWEI Sachbearbeiter(innen). Es gibt dort ca. 106000 Einwohner! Wenn eine von den beiden ausfällt…
Rechne Dir selbst aus, wie lange das dauern kann!

die Ihrer Steuererklärung beigefügten Belege habe ich geprüft.
Die Erklärung ist bearbeitet.

Die abschließende Bearbeitung der Erklärung und die Erstellung
des Steuerbescheides werden jedoch noch einige Zeit in
Anspruch
nehmen. Ich bitte Sie, von Rückfragen über den Arbeitsstand
abzusehen und den Bescheid abzuwarten, da durch Rückfragen
und deren Beantwortung die Bearbeitung verzögert würde.

DAS IST DER HAMMER ODER ?

Nö - eigentlich nicht! Die Eingaben werden vor Ort gemacht - die weitere Verarbeitung (Ausdruck des Bescheids, Couvertierung, Versand) erfolgt irgendwo zentral. Wenn die gute Frau jetzt eine Anfrage bekommt, muss sie ihren Tagesmist liegen lassen, eine Anfrage an die Zentrale richten, diese muss dann ihrerseits den Tagesmist liegen lassen…

Kann mir mal einer sagen was die da soooo viel zu tun haben
die 15 Positionen aus der Erklärung in den Computer
„NArrensicher“ einzugeben und dann auf drucken zu gehen, oder
was läuft denn da genau ab ???

Du hast die Prüfung vergessen!

Grüße
Guido

P.S. Entspann Dich - ich habe mal 7 Monate auf meinen Bescheid gewartet!

Noch einfacher : Zu spät abgegeben!
Gib Deine Steuererklärung nicht erst im Mai ab, sondern im Januar bzw so früh wie möglich.
Wir haben unser Geld im Februar bekommen.
Und - Du bist nicht der einzige Steuerzahler! Und Du wirst nicht als erster und einziger bearbeitet.
Gruß Werner

Sach dat dem NIP
…und nicht mir!

Hi!

vielleicht solltest Du das nächste mal auf’s Ursprungsposting antworten - dann bekommt auch der den Hinweis, der ihn haben soll!

Nix für Ungut

Grüße
Guido, der schon mal ganz erheblichen Ärger mit seinem Finanzamt hatte - aber das ist ein anderes Thema

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

na schön
Ok Leute,
um mal die Wogen wieder zu glätten und nicht das Gefühl aufkommen zu lassen dass ich der MEinung bin „die beim FA sind alles sooo“.

Aber mir macht wirklich niemand weis dass es da nicht auch nach wir legen es ins Körbchen a dann in einer Woche ins Körbchen B unsw. doch wenn da mal ein Bekannter Auftaucht dann kommt es halt gleich in Körbchen C. Aber das ist ja auf der ganzen Welt ja so.

Ich habe meine Erklärung "schon " vor drei Monaten abgegeben aber dies ist ja auch egal. Wie soll ich denn als ein viel zu viel arbeitender Mensch, nebenbei Gewerbetreibender ohne Steuerberater denn meine Steuererklärung schneller fertigbekommen bei dem Durcheinander ?

Ich meine nur das Hätte doch der Netten Frau mal vorher auffallen sollen, oder. Bevor sie mir da olle Kamellen von 1998
zurückschickt, das schon seit zwei Jahren durch ist und ich nun nnix mehr verstehe.

Naja ich habe zu tun und warte eben bis Weihnachten auf das Teil, wenn es schon kein Weihnachtsgeld gibt.

*g*

ELSTER
Hy NIP,
probier doch mal „ELSTER“. Diese Software kannst Du kostenlos von den HP´s der Finanzämter downloaden. Du füllst Deine Steuererklärung per PC aus und schickst Sie per Internet an Dein Finanzamt. So sparen sich die Sachbearbeiter schon mal die Eingabe Deiner Daten und müßten eigentlich schneller Deinen Bescheid erstellen können.

Ciao

Tom

Klasse, werde ich gleich mal machen
Danke,

wusste gar nicht dass wir schon sooooo weit sind in der
vernetzung von Behörden.

thx

hi tom,

weit gefehlt mit dem gedanken, wenn etwas digitalisiert ins FA geht, das es schneller gehen kann. denn bis vor kurzen (oder immernoch) ist elster prestigeobjekt der finanzverwaltung und deren oberguru eichel. bis vor kurzem mussten sachbearbeiter bei uns im FA die elster-daten in amtliche formulare per hand schreiben, weil man eben nur formulare in die akten bekommt. da die FÄ chronisch unterfinanziert sind, haben bei uns 3 sachbearbeiter EINEN nadeldrucker zur taeglichen arbeit. da war es absolut nicht möglich, die daten gescheit auszudrucken um sie abzuheften. der komprimierte bogen (den man ja noch immer unterschrieben ans FA senden muss) reichte wohl irgendwie für die akte nicht aus …

tja, nicht alles was gold ist glänzt. gerade in der öff. verwaltung wollte man den anschluß ans internetzeitalter scheinbar nicht verpassen und schlug mit der keule um sich, was bei rauskam sind unausgereifte programmabläufe und unterfinanzierte infrastruktur diesbezueglich!

ich druck da die formulare weiterhin aus und hau die in den umschlag, das geht reibungslos und langsamer bestimmt auch nicht (bei uns im schnitt 4-5 monate bei einem bescheid ohne nachfragen, sonst wirds im schnitt einer mehr!).

gruss vom

showbee, der nur zu oft mit dem FA zu tun hat …

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

hi tom,

weit gefehlt mit dem gedanken, wenn etwas digitalisiert ins FA
geht, das es schneller gehen kann. denn bis vor kurzen (oder
immernoch) ist elster prestigeobjekt der finanzverwaltung und
deren oberguru eichel. bis vor kurzem mussten sachbearbeiter
bei uns im FA die elster-daten in amtliche formulare per hand
schreiben, weil man eben nur formulare in die akten bekommt.
da die FÄ chronisch unterfinanziert sind, haben bei uns 3
sachbearbeiter EINEN nadeldrucker zur taeglichen arbeit. da
war es absolut nicht möglich, die daten gescheit auszudrucken
um sie abzuheften. der komprimierte bogen (den man ja noch
immer unterschrieben ans FA senden muss) reichte wohl
irgendwie für die akte nicht aus …

tja, nicht alles was gold ist glänzt. gerade in der öff.
verwaltung wollte man den anschluß ans internetzeitalter
scheinbar nicht verpassen und schlug mit der keule um sich,
was bei rauskam sind unausgereifte programmabläufe und
unterfinanzierte infrastruktur diesbezueglich!

ich druck da die formulare weiterhin aus und hau die in den
umschlag, das geht reibungslos und langsamer bestimmt auch
nicht (bei uns im schnitt 4-5 monate bei einem bescheid ohne
nachfragen, sonst wirds im schnitt einer mehr!).

gruss vom

showbee, der nur zu oft mit dem FA zu tun hat …

Hi Showbee,

sag mal, bist Du aus dem Saarland oder Hamburg? Du wirst es nicht glauben, aber in Bayern steht in jedem Veranlagungsbezirk ein Laserdrucker (!), was hinsichtlich der Arbeitsabläufe im Finanzamt voll ausreichend ist. Im übrigen läuft die gesamte Software auf UNIX-Basis bei den Servern und Windows 2000 auf den Veranlagungsrechnern. Nachdem sämtliche Veranlagungsdaten inklusive der Steuerbescheide optisch ansprechend am PC dargestellt werden können, reichen die komprimierten Steuererklärungen für die Akten voll aus.

Im übrigen werden die Daten der Steuererklärung bereits bei Eingang im FA von der Datenerfassung vorweg in die EDV eingegeben, so daß die Bearbeiter den gesamten Vorgang nach der Bearbeitung lediglich „freigeben“ müssen. Die Bescheide werden anschließend zentralisiert im Rechenzentrum des „Technischen Finanzamt“ in Nürnberg ausgedruckt und verschickt.

Jedoch stimme ich Dir zu, daß die Finanzverwaltung grundsätzlich unterfinanziert ist. Außerdem ist es auch mir nach wie vor lieber, die Steuererklärungsvordrucke auf dem regulären Weg ins FA zu schicken.

HelWol

hi,

sag mal, bist Du aus dem Saarland oder Hamburg?

ne, in ost-brandenburg ist das so. scheinbar haben da die FÄ die veraltete technik aus bayern bekommen :wink:

Du wirst es
nicht glauben, aber in Bayern steht in jedem
Veranlagungsbezirk ein Laserdrucker (!), was hinsichtlich der
Arbeitsabläufe im Finanzamt voll ausreichend ist.

nun stelle dir vor, das im gesamten FA bei uns 3 faxgeräte stehen …

wenn die technik der behörde natuerlich top ist, ist elster unhaltbar auf dem vormarsch …

gruss

showbee

Hallo,
da muss ich feststellen, dass das reiche Land Baden-Württemberg auch hinter dem Mond daheim ist. Die Erklärungen werden nach dem Eingang registriert (nur dass sie da sind) und kommen dann auf den Stapel. Erst wenn sie dran ist , wird sie durchgesehen, die Belege zurückgeschickt und die Erstellung des Bescheids veranlasst. Diese werden zentral erstellt und verschickt. Ich hätte deshalb wegen dem obigen Brief des Finanzamts eher gedacht, dass jetzt der Bescheid bald kommt (nach der maschinellen Bearbeitung)
Den chronischen Mitarbeitermangel kann ich nur bestätigen. Zusätzlich werden Mitarbeiter intern in den Außendienst bzw in die Zia Stellen (=Servicezentren der Finanzämter für Erklärungsannahme, etc.) umgesetzt. Das hat zur Folge, dass die zu betreuenden Fälle pro Sachbearbeiter ständig steigen.
Da darf es nicht passieren, dass einer auch noch krank wird…
Gruß
Cirwalda

Ich sach nur: Steuerverein!
Moin!

„Früher“ hab ich mich auch ständig darüber aufregen müssen, daß ich monatelang wartete, um dann ein Schreiben zu bekommen, das noch irgendwas fehlt.

Irgendwann bin ich dann zum jetzigen Lohnsteuerhilfeverein meines Vertrauens gegangen. Die checken ALLES, sagen mir im Voraus, wieviel ich zu erwarten habe und alles wird gut. Naja, fast alles. Denn die Bearbeitungsdauer können die kaum beeinflussen. Trotzdem hab ich das Gefühl, das geht seither alles etwas schneller …

Falls Du selbständig klappt das (zumindest bei der Lohnsteuerhilfe Bayern e.V.) leider nicht. Als Angestellter sollte man das mal ausprobieren.

Zum Abgabetermin: Würden wir nicht alle gern die Steuerunterlagen am 02. Januar abgeben? Dummerweise brauchen Arbeitgeber oft ewig, bis man seine Lohnsteuerkarte bekommt. So gibt´s die Steuerrückzahlung meist als „Urlaubsgeld“ …

Vince.

Irgendwann bin ich dann zum jetzigen Lohnsteuerhilfeverein
meines Vertrauens gegangen. Die checken ALLES, sagen mir im
Voraus, wieviel ich zu erwarten habe und alles wird gut. Naja,
fast alles. Denn die Bearbeitungsdauer können die kaum
beeinflussen. Trotzdem hab ich das Gefühl, das geht seither
alles etwas schneller …

hi vince,

gott sei dank haengt die bearbeitungsdauer niht davon ab, wer dir bei der bearbeitung der steuererklärung geholfen hat, sondern die fortlaufende nummer. das es schneller geht, ist hier nur subjektives empfinden. im übrigen: manche sind ganz froh ihre steuererklärung erst am 28. februar des übernaechsten jahres abzugeben (nachzahlung …)

gruss
und viel glück bei der suche nach der neuen herausforderung!

der showbee

Ja Du hast Recht mit dem LS-Hilfeverein.

Leider kann ich es nicht mehr da ich ja gewerblich handel.
Trotzdem thx