Re: Kündigung Fondgebundene Lebensversicherung
Hallo Tina,
wenn ich mir Deine Postings so durchlese, denke ich ihr trefft eure Entscheidungen manchmal aus etwas fragwürdigen Gründen.
Warum habt ihr 1994/95 die Verträge abgeschlossen?
Warum wollt ihr sie jetzt kündigen?
Du sprichst von eurem "Vermögensberater", obwohl ihr offenbar kein Vermögen habt. Wer ist das?
Wie meinst Du den Satz: "Ich möchte die ruhen lassen da wir für uns eine Berufsunfähigeitsversicherung mit Lebensversicherung abschließen wollen, da das im Moment ja wichtig ist oder?"
Ein Berufsunfähigkeitsversicherung ist unter Umständen sehr wichtig, es scheint mir aber Du weisst nicht so recht warum.
Ihr habt 4 Lebensversicherungen für euch alle abgeschlossen. Warum für die Kinder?
Du sprichst von Stundung. Hat euch euer Berater gesagt daß ihr die Beiträge nachzahlen müsst?
Finanzplanung ist immer auch Lebensplanung. Deshalb ist es schwer - um so mehr als im Medium Internet die Informationen ohnehin oft unvollständig sind - euch zu raten.
Ad hoc würde ich sagen: Überlegt euch ob ihr die Versicherungen für die Kinder weiterführen wollt. Der Tod der eigenen Kinder ist ein grausamer psychischer Einschnitt. Finanziell ist er unschädlich.
In diesem Fall wäre also zu überlegen die Versicherunen zu kündigen oder mit minimaler Versicherungssumme (das wäre wichtig) beitragsfrei zu stellen.
Die Versicherungen der Eltern solltet ihr auf 2 Dinge überprüfen. Zu
Zum ersten ob der Risikoschutz des Erwerbers reicht. Ein paar 10000€ reichen bei weitem nicht, um bis zum Erwachsensein der Kinder auszukommen. Das Sozialamt winkt dann unausweichlich. Arbeitet ihr beide, muss eine Betreuung organisiert werden, eventuell Kredite getilgt werden. Reicht das Geld dafür?
Zum Thema BU: Wenn ihr nach dem 1.1.1961 geboren seid, ist der Schutz durch die gesetzliche Rentenversicherung praktisch nicht mehr vorhanden (Zahlen dürf ihr natürlich trotzdem :-)).
In diesem Fall solltet ihr an eine BU denken. Ihr müsst euch aber auch dann überlegen, in welchem Beruf ihr arbeitet und wie euer Gesundheitszustand ist. Insbesondere für sozial wenig angesehene Berufe ist der private BU-Schutz oft extrem teuer, es gibt dann oft wenig Versicherer, die auf abstrakte Verweisung verzichten und wenn sind sie sehr teuer.
Arbeitet ihr in einen akademischen Bürojob, gilt das alles nicht, dann kann BU-Schutz sinnvoll sein. Wenn euer Versicherer das ermöglicht und er einer der empfehlenswwerten ist, ist es vermutlich sinnvoll, in die vorhandene Versicherung eine BUZ einzuschließen. Möglicherweise bei gleichzeitiger Erhöhung des Risikoschutzes.
Ansonsten geht zu einem empfehlenswerten Versicherer und schließt dort eine Risikoversicherung mit BU Einschluss ab. Die Kosten dafür erhaltet ihr aus den eingesparten Beiträgen der Kinderversicherungen.
Noch ein weiteres. Wenn es euch möglich ist, ändert Eure Verträge auf jährliche Zahlweise. Monatliche Zahlungen sind implizit ein Darlehen der Versicherung, mit Zinsen von ca. 9% p.a.
Herzliche Grüße,
Max