12Stunden Fahren am Stück-Unfall
Von: , Frage gestellt am So, 2. Jul 2006
Moin zusammen.
Es geht um eine mögliche Situation, die mich beschäftigt. Und zwar, man stelle sich vor, jemand fährt von Hamburg nach München mit dem PKW. Gesetzlich sind hierbei ja keine Zwangspausen für den normalen PKW Fahrer vorgeschrieben. Er kann also so lange fahren, wie er will. Nun gehen wir mal davon aus, dass er nach 12 Stunden (vielleicht auch 10...) in Bayern ist und dort einen schweren Unfall hat.
Gehen wir einmal davon aus, dass es sich nur um Blechschaden handelt. Wird die Versicherung noch IRGENDETWAS zahlen? Bei einer so langen Fahrt könnte man ja getrost von Übermüdung sprechen. Wo liegt die Schmerzgrenze? Wie lange sollte man mit seinem PKW fahren, ohne Gefahr zu laufen, hinterher den Schaden nicht ersetzt zu bekommen? Klar, sobald man selbst merkt, dass die Konzentration o. ä. nachlässt. Aber das ist ja bei vielen Leuten unterschiedlich. Die Frage ist aber auch schwierig, ich nenne niemanden, der den Unfall verursacht hat. Aber wenn nun der andere Fahrer eine Ampel übersehen hat und zu weit vorgefahren ist und der Langzeit-Fahrer reinrauscht => Wäre er nicht so lange gefahren, hätte er schneller reagieren können? Die alleinige Schuld hat nun auf jeden Fall nicht mehr der Fahrer B?
Gehen wir nun einmal davon aus, dass es auch einen Personenschaden gegeben hat. Der Langzeitfahrer wird sicherlich nicht alles von seiner Versicherung bezahlt kriegen, da man ihm vielleicht unterstellt, er wäre übermüdet gewesen o. ä.
Also die Situation ist eigentlich nur folgende: Jemand fährt 12 Stunden am Stück und wird dann in einen Unfall verwickelt. Wie verhält sich die Versicherung dieser Person? Ab welcher Fahrzeit weigert sie sich, den vollen Schaden zu übernehmen?
Viele Grüße
Disap
