AXA TwinStar Versicherung

Von: , Frage gestellt am Fr, 18. Aug 2006

Hallo zusammen,

habe in einem Focus einen positiven Bericht über die
AXA TwinStar Versicherung gelesen. Habe daraufhin Kontakt
zur AXA aufgenommen und nun sind mir einige Fragen gekommen
die Ihr mir vielleicht beantworten könnt.

Garantierte 3% Verzinsung
Der Unterschied zu einer "normalen" Versicherung soll sein,
dass das der eingezahlte Beitrag (Einmalbeitrag) mit garantiert
3% verzinst wird. "normale" Versicherungen bieten 2,75% wobei
laut dem AXA-Berater diese 2,75% nicht so sicher sind wie ich
das bisher gemeint habe. Angeblich können die Versicherungen
diesen Zinssatz anpassen, wenn das Zinsniveau sinkt.

Stimmt das?

Als Ende der Versicherungsdauer wurde das 65 Lebensjahr vorgeschlagen,
da das steuerlich vorteilhafter ist. Anscheinend muss man, wenn man
die Leistung ab z.B. 55 in Anspruch nimmt mehr Steuern zahlen.
Ist das richtig?

Und allgemein gibt es positive oder auch negative Kommentare zu dem
TwinStar-Konstrukt?

Ich hoffe ich war nicht zu ausschweifend. Vielen Dank für
Eure Antworten.

Mit freundlichen Grüßen

Heiko Koch

5 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 53 Minuten 0 hilfreich
    Re: AXA TwinStar Versicherung

    3% verzinst wird. "normale" Versicherungen bieten 2,75% wobei
    laut dem AXA-Berater diese 2,75% nicht so sicher sind wie ich
    das bisher gemeint habe. Angeblich können die Versicherungen
    diesen Zinssatz anpassen, wenn das Zinsniveau sinkt.
    Mir fällt da ein Versicherer aus Köln ein, der das für Dynamikerhöhungen mal gemacht hat, aber aufgrund der großen Kritik das Vergehen geändert hat. Das war die AXA ;-)

    Mal unter uns, der Garantiezins ist meines Erachtens eine sekundärer Größe, da eine Lebensversicherer, der (auch in der derzeitigen Situation) unter 3% bzw 2,75%Verzinsung erzielt seinen Namen nicht mehr verdient. In der Regeln sollte man über der Garantie liegen! Stimmt das?

    Als Ende der Versicherungsdauer wurde das 65 Lebensjahr
    vorgeschlagen,
    da das steuerlich vorteilhafter ist. Anscheinend muss man,
    wenn man
    die Leistung ab z.B. 55 in Anspruch nimmt mehr Steuern zahlen.
    Ist das richtig?
    Das 60. LJ ist die Grenze. Und allgemein gibt es positive oder auch negative Kommentare
    zu dem
    TwinStar-Konstrukt?
    Da enthalte ich mich, gebe Ihnen aber den Tipp, vergleichen Sie auch mal bei anderen Versicherern!

    • Antwort von nach einer Stunde 0 hilfreich
      Re^2: AXA TwinStar Versicherung

      Mir fällt da ein Versicherer aus Köln ein, der das für
      Dynamikerhöhungen mal gemacht hat, aber aufgrund der großen
      Kritik das Vergehen geändert hat. Das war die AXA ;-)
      Oh ja, weil die AXA der Meinung war, die Beiträge aus der Dynamik seien eine Art "Neuvertrag". War ziemlich Quatsch, aber für sowas ist die AXA (ich bin jetzt mal frech) ja auch bekannt. Man denke an die Änderung von Tarifbedingungen in der Krankenversicherung, wo nur noch "Angemessene Kosten" statt der "tatsächlichen Kosten" erstattet werden sollten. Oder an die Übernahme der DBV ... Nunja, anderes Thema.
      Mal unter uns, der Garantiezins ist meines Erachtens eine
      sekundärer Größe, da eine Lebensversicherer, der (auch in der
      derzeitigen Situation) unter 3% bzw 2,75%Verzinsung erzielt
      seinen Namen nicht mehr verdient. In der Regeln sollte man
      über der Garantie liegen!
      Tja, und siehe da, was gibt es doch für schlechte Versicherer. Gerne nachzulesen in einer meiner Lieblingslektüren, dem map-report. Dort wird regelmäßig über die Renditen der Lebensversicherer geschrieben. Gerade die großen LV-Gesellschaften bewegen sich da meist knapp UNTER der Grenze zur Mittelmäßigkeit!

      Frank

      • Antwort von nach einem Tag 0 hilfreich
        Re^3: AXA TwinStar Versicherung

        Tja, und siehe da, was gibt es doch für schlechte Versicherer.
        Gerne nachzulesen in einer meiner Lieblingslektüren, dem
        map-report. Dort wird regelmäßig über die Renditen der
        Lebensversicherer geschrieben. Gerade die großen
        LV-Gesellschaften bewegen sich da meist knapp UNTER der Grenze
        zur Mittelmäßigkeit!

        Frank
        Hallo,
        im Grunde waren die vorhergehenden Antworten richtig. Ich möchte nur auf einen Artikel vom Bund der Versicherten hinweisen, der den map-report kritisiert.
        http://www.bundderversicherten.de/bdv/default.asp?Co...
        Deshalb solte man dem map-report nicht allzuviel Bedeutung zumessen.

        Die Axa hat nicht wirklich den Ruf der reditestärksten Gesellschaft. Für die Altersvorsorge gibts es weitaus interessantere Produkte. Bei den ausgeschriebenen Prozenten müssen mehrere Faktoren betrachtet werden: ist diese Netto oder Bruttozinssatz, wie ist die restliche Kostentransparenz des Produktes, wo fließt mein Geld hin... und und und. Sollte mehr Interesse an Altersvorsorge bestehen, meldet euch einfach.

        Gruß Huldiger.

        • Antwort von nach 2 Tagen 0 hilfreich
          Re^4: AXA TwinStar Versicherung

          Hallo,
          im Grunde waren die vorhergehenden Antworten richtig. Ich
          möchte nur auf einen Artikel vom Bund der Versicherten
          hinweisen, der den map-report kritisiert.
          http://www.bundderversicherten.de/bdv/default.asp?Co...
          Deshalb solte man dem map-report nicht allzuviel Bedeutung
          zumessen.

          Wer sich die Mühe macht und nicht blind dem Bund der Versicherten glaubt, sondern mal die Statistiken des MAP-Report einsieht, stellt fest, dass der o.g. Artikel weit am Zeil vorbeischiesst. In den auch wöchentlich erscheinenden "Reportagen" wird sehr wohl aufgezeigt, dass die richtige Fondsauswahl eine ordentliche Rendite zu Tage fördert, zum anderen wird gezeigt, dass die 12 Größten Lebensversicherer von den Abschlusskosten über, von der Rendite her unter dem Durchschnitt liegen. Ebenso wichtig ist also auch die Wahl des richtigen Versicherungspartners.

          Frank Wilke

  2. Antwort von nach einer Stunde 0 hilfreich
    Re: AXA TwinStar Versicherung

    Hallo Heiko!

    Zur Frage nach dem Garantiezins kann ich nichts sagen. Da müssten sich andere hier besser auskennen. Als Ende der Versicherungsdauer wurde das 65 Lebensjahr
    vorgeschlagen,
    da das steuerlich vorteilhafter ist. Anscheinend muss man,
    wenn man
    die Leistung ab z.B. 55 in Anspruch nimmt mehr Steuern zahlen.
    Ist das richtig?
    Das ist nach meinen Unterlagen richtig.
    Läuft die Versicherung mindestens 12 Jahre und ist der Auszahlungszeitpunkt nach Vollendung des 60. Lebensjahr wird nur die Hälfte des Überschusses (Differenz Einzahlung - Auszahlung) kapitalertragssteuerpflichtig.

    Wird statt der Gesamtauszahlung eine Rentenzahlung gewählt, gibt es eine nach dem Alter gestaffelte Bewertung der Kapitalertragssteuer.
    Konkret heißt das:
    Beginnt die Rente mit 55 werden 26 % der Rentenzahlung kapitalertragssteuerpflichtig. Das heißt, dieser entsprechende Betrag gilt dann als zu versteuerndes Einkommen.
    Bei Beginn der Zahlung ab dem 65. Lebensjahr sinkt der zu versteuernde Anteil auf 18 %.
    Dazu kommt auf das Gesamteinkommen ein höherer Altersfreibetrag, der die entsprechende Steuerzahlung reduziert, ggf. sogar auf 0.

    LG Holger

    (Bin kein Steuerfachmann, wer' besser weiß, bitte ergänzen oder korrigieren!)

Keine passende Antwort gefunden? Jetzt eigene Frage stellen!