Lebensversicherung(en) - was tun?

Von: , Frage gestellt am Do, 27. Mär 2008

Hallo zusammen,

ich bin 29 Jahre alt und ledig, mein Beruf ist Beamter. Bis vor ca.2 Jahren beschäftigte ich mich nicht groß mit dem Thema Finanzen, Altersvorsorge usw. Dann begann jedoch mein Interesse zu wachsen und ich beschäftigte mich mit verschiedenen Dingen wie Aktien, Fonds etc. und habe mein Wissen wesentlich vermehrt. Da ich zuvor jedoch sehr wenig Ahnung von finanziellen Dingen hatte und es mich auch nicht sonderlich interessierte, überließ ich meine Finanzplanung hauptsächlich meinen Eltern, was sich, denke ich, als großer Fehler rausstellte. Ich würde mich selbst als stark überversichert (Kapitalbildende LVs) bezeichnen.

Das war die Ausgangssituation:
Ich hatte und habe teilweise noch am Monatsende etwas Geld übrig, quasi zum sparen. Meine Eltern schlossen deshalb für mich Lebensversicherungsverträge ab,
was dann noch übrig war sparte ich auf ein Tagegeldkonto.

Da ich nun jedoch zum einen monatlich gerne wieder etwas mehr Geld übrig haben möchte und zum anderen absolut nicht überzeugt bin von dem Modell der KLV (möchte mein Geld nur noch in Aktien anlegen und in einen Riester-Vertrag, den ich schon habe) möchte ich raus aus meinen Lebensversicherungen. Es ist so, dass ich das bisher eingezahlte Geld nicht unbedingt sofort brauchen würde, ich möchte mir lediglich die künftigen monatlichen Zahlungen sparen.

Nun habe ich mich etwas informiert und es scheint das Beste zu sein, die Versicherung nicht zu kündigen sondern beitragsfrei zu stellen bzw. stillzulegen.
Aber auch bei so einer Stilllegung gibt es ja einiges zu beachten und ich weiß nun nicht mehr so recht weiter. Ich denke jeder meiner Versicherungsverträge muss einzeln für sich unter die Lupe genommen werden und dann muss entschieden werden.

Ich kann ja mal aufzählen was ich einbezahle in die LV und seit wann die Verträge laufen:

- seit Ende 1998 50 DM bzw. mittlerweile um die 40 € (dank Dynamik) monatlich in eine KLV

- seit Ende 199875 DM bzw. mittlerweile um die 60 € (dank Dynamik) monatlich in eine KLV (Laufzeit bis zum 40 Lj.)

- seit Mitte 1999  12€ bzw. mittlerweile ca. 23€ (dank Dynamik) monatlich in eine KLV

- seit Mitte 2003 75€ bzw. mittlerweile ca.90€ (dank Dynamik) monatlich in eine KLV

- seit Ende 2004 200€ monatlich in eine Rentenversicherung (ohne Dynamik)


So, also dies sind sage und schreibe 5 Versicherungsverträge (Laufzeit aller Verträge außer dem zweiten ist bis zum 60 Lebensjahr. Insgesamt etwas mehr als 400 Euro monatliche Kosten, dank Dynamisierung mit steigender Tendenz. Ich hoffe Ihr könnt schon mal mit den oberen Daten und Zahlen was anfangen.

Was meint Ihr, wie soll ich weiter vorgehen?
Soll ich nun einfach all die Versicherungen stilllegen lassen?
Soll ich die ein oder andere doch weiter besparen, weil es sich lohnen würde ( wenn es sich lohnen würde könnte ich insgesamt schon noch so 200€ monatlich besparen).
Oder soll ich mich von einem unabhängigen Verbraucherberater oder so was Ähnlichem beraten lassen (falls ja, kennt ihr da Adressen und deren Kosten?)?
Liege ich damit richtig, dass ich mind. 5 Jahre eingezahlt haben muss, damit am Ende die Erträge steuerfrei sind?


Entschuldigung für den langen Text aber ist halt etwas komplizierter zu erklären.

Danke im Voraus für Eure Mühen


Grüße

26 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 36 Minuten 0 hilfreich
    Re: Lebensversicherung(en) - was tun?

    wahnsinn, was machen deine Eltern beruflich?
    Können eigentlich nur Versicherungsmakler sein, denn anders macht das keinen Sinn.
    Ausserdem bist du Beamter und dadurch ein besserer Mensch.

    Ich bin auch 29, aus der Kaste der Malocher und bin dir schon einen Schritt voraus. Ich habe das meiste, was ich nicht selbst wollte, quasi aufgezwungen wurde dank beredter Vermittler, wieder gekündigt. Kann mir gut vorstellen, dass du dass auch bald tun wirst.

    Dank deiner Rechenkünste kannst du dir ja ausrechnen wann dir die Dynamiken den Geldhahn zudrehen werden. Wolltest du nicht auch auf eine Immobilie sparen? Viel Spaß. Ich kommentiere dazwischen weiter Hallo zusammen,

    ich bin 29 Jahre alt und ledig, mein Beruf ist Beamter. Bis
    vor ca.2 Jahren beschäftigte ich mich nicht groß mit dem Thema
    Finanzen, Altersvorsorge usw. Dann begann jedoch mein
    Interesse zu wachsen und ich beschäftigte mich mit
    verschiedenen Dingen wie Aktien, Fonds etc. und habe mein
    Wissen wesentlich vermehrt.
    Sehr gut. Der erste Schritt ist gemacht.

    Da ich zuvor jedoch sehr wenig Ahnung von finanziellen Dingen hatte und es mich auch nicht
    sonderlich interessierte, überließ ich meine Finanzplanung
    hauptsächlich meinen Eltern, was sich, denke ich, als großer
    Fehler rausstellte. Ich würde mich selbst als stark
    überversichert (Kapitalbildende LVs) bezeichnen.
    Hoppla, diese Erkenntnis ist ja der Erste ;-) nix für ungut
    Das war die Ausgangssituation:
    Ich hatte und habe teilweise noch am Monatsende etwas Geld
    übrig, quasi zum sparen. Meine Eltern schlossen deshalb für
    mich Lebensversicherungsverträge ab,
    was dann noch übrig war sparte ich auf ein Tagegeldkonto.
    so 2-3 Nettomonatsgehälter sollst du als Liquiditätsreserve täglich verfügbar haben. Tagesgeldkonto eignet sich gut. Auf Zinssatz und (wenns mehr wird) auf Einlagensicherung achten. Aber das weißt du vermutlich eh schon alles.
    Da ich nun jedoch zum einen monatlich gerne wieder etwas mehr
    Geld übrig haben möchte und zum anderen absolut nicht
    überzeugt bin von dem Modell der KLV (möchte mein Geld nur
    noch in Aktien anlegen und in einen Riester-Vertrag, den ich
    schon habe) möchte ich raus aus meinen Lebensversicherungen.
    Es ist so, dass ich das bisher eingezahlte Geld nicht
    unbedingt sofort brauchen würde, ich möchte mir lediglich die
    künftigen monatlichen Zahlungen sparen.

    Nun habe ich mich etwas informiert und es scheint das Beste zu
    sein, die Versicherung nicht zu kündigen sondern beitragsfrei
    zu stellen bzw. stillzulegen.
    Aber auch bei so einer Stilllegung gibt es ja einiges zu
    beachten und ich weiß nun nicht mehr so recht weiter. Ich
    denke jeder meiner Versicherungsverträge muss einzeln für sich
    unter die Lupe genommen werden und dann muss entschieden
    werden.

    Ich kann ja mal aufzählen was ich einbezahle in die LV und
    seit wann die Verträge laufen:

    - seit Ende 1998 50 DM bzw. mittlerweile um die 40 €
    (dank Dynamik) monatlich in eine KLV

    - seit Ende 199875 DM bzw. mittlerweile um die 60 €
    (dank Dynamik) monatlich in eine KLV (Laufzeit bis zum 40 Lj.)

    - seit Mitte 1999  12€ bzw. mittlerweile ca. 23€ (dank
    Dynamik) monatlich in eine KLV

    - seit Mitte 2003 75€ bzw. mittlerweile ca.90€ (dank
    Dynamik) monatlich in eine KLV

    - seit Ende 2004 200€ monatlich in eine
    Rentenversicherung (ohne Dynamik)


    So, also dies sind sage und schreibe 5 Versicherungsverträge
    (Laufzeit aller Verträge außer dem zweiten ist bis zum 60
    Lebensjahr. Insgesamt etwas mehr als 400 Euro monatliche
    Kosten, dank Dynamisierung mit steigender Tendenz. Ich hoffe
    Ihr könnt schon mal mit den oberen Daten und Zahlen was
    anfangen.

    Was meint Ihr, wie soll ich weiter vorgehen?
    da wird dir wohl nichts anderes überbleiben, als mal mit deinen Eltern ein ernstes Wort zu reden. Ich tippe, ja immer noch das die in die Versicherungsbranche tätig sind. Soll ich nun einfach all die Versicherungen stilllegen lassen?
    macht durchaus Sinn, sich von der einen oder anderen oder allen zu trennen oder zu verkaufen. von welchen Gesellschaften sind die denn?
    Hintergedanke deiner Eltern waren vermutliche endfällige Darlehenzahlungen auf eine etwaige Immobilie



    Soll ich die ein oder andere doch weiter besparen, weil es
    sich lohnen würde ( wenn es sich lohnen würde könnte ich
    insgesamt schon noch so 200€ monatlich besparen).
    pass auf das deine Eltern das nicht lesen ;-) Oder soll ich mich von einem unabhängigen Verbraucherberater
    oder so was Ähnlichem beraten lassen (falls ja, kennt ihr da
    Adressen und deren Kosten?)?
    schau mal auf den Seiten der Verbraucherzentrale und der Finanztest. Die machen dass und kennen auch welche die das machen können. Aber ich denke das sich deine NEU-Erkenntnis in Grenzen halten wird. Sie werden dir sagen, was du jetzt schon weisst. Du bist überversichert! Liege ich damit richtig, dass ich mind. 5 Jahre eingezahlt
    haben muss, damit am Ende die Erträge steuerfrei sind?


    Entschuldigung für den langen Text aber ist halt etwas
    komplizierter zu erklären.
    Ist ja auch eine ernste Angelegenheit.
    Danke im Voraus für Eure Mühen


    Grüße
    Grüße auch
    Wolfi

    • Antwort von nach 3 Stunden 0 hilfreich
      Re^2: Lebensversicherung(en) - was tun?

      Hallo Wolfgang,


      Vielen Dank für deine Antwort, ich habe viel gelacht bei deinem Artikel (ist wirklich nicht böse gemeint, aber fand ihn witzig zu lesen, wegen meinen Eltern und so).

      Und ganz unrecht hast du auch nicht, mein Vater hat im weiteren Sinne oder in seinem erweiterten beruflichen Umfeld tatsächlich mit Versicherungen zu tun. Allerdings würde ja gerade dieses sehr für Versicherungen sprechen, wenn jemand der die Branche etwas kennt auch noch sogar den eigenen Kindern Produkte empfiehlt. Ausserdem bist du Beamter und dadurch ein besserer Mensch.
      Kapier ich nicht, erklär mal. Ich bin auch 29, aus der Kaste der Malocher und bin dir schon
      einen Schritt voraus. Ich habe das meiste, was ich nicht
      selbst wollte, quasi aufgezwungen wurde dank beredter
      Vermittler, wieder gekündigt. Kann mir gut vorstellen, dass du
      dass auch bald tun wirst.
      Ich tendiere nicht zum kündigen sondern zum stilllegen. Dank deiner Rechenkünste kannst du dir ja ausrechnen wann dir
      die Dynamiken den Geldhahn zudrehen werden. Wolltest du nicht
      auch auf eine Immobilie sparen? Viel Spaß. Ich kommentiere
      dazwischen weiter
      das mit der Dynamik hab ich mittlerweile kapiert, die muss raus, sonst zahl ich mich dumm und dämlich macht durchaus Sinn, sich von der einen oder anderen oder
      allen zu trennen oder zu verkaufen. von welchen Gesellschaften
      sind die denn?
      Zwei sind von der Karlsruher, eine von Signal, eine Cosmos Direkt und eine R+V. schau mal auf den Seiten der Verbraucherzentrale und der
      Finanztest. Die machen dass und kennen auch welche die das
      machen können. Aber ich denke das sich deine NEU-Erkenntnis in
      Grenzen halten wird. Sie werden dir sagen, was du jetzt schon
      weisst. Du bist überversichert!
      Werde mal nachschauen. pass auf das deine Eltern das nicht lesen ;-)
      wie gesagt, witziger Beitrag, danke noch mal


      Grüße

      • Antwort von nach 4 Stunden 0 hilfreich
        Re^3: Lebensversicherung(en) - was tun?

        Hallo Wolfgang,


        Vielen Dank für deine Antwort, ich habe viel gelacht bei
        deinem Artikel (ist wirklich nicht böse gemeint, aber fand ihn
        witzig zu lesen, wegen meinen Eltern und so).
        das Thema ist ernst. Trotzdem muss man alles mit Humor nehmen können und mir scheint du nimmst es sportlich. Es ist ja nicht so, dass du Geld komplett in den Sand gesetzt hast. Das kommt erst noch....Dein Geld ist sehr solide angelegt, da hat ein anderer Forumteilnehmer völlig recht. Mein in Internethalbwissen gemeisseltes Finanzenhirn flüstert mir aber immer das langfristig mit Aktien mehr rauszuholen ist. aber stimmt das.
        Und ganz unrecht hast du auch nicht, mein Vater hat im
        weiteren Sinne oder in seinem erweiterten beruflichen Umfeld
        tatsächlich mit Versicherungen zu tun. Allerdings würde ja
        gerade dieses sehr für Versicherungen sprechen, wenn jemand
        der die Branche etwas kennt auch noch sogar den eigenen
        Kindern Produkte empfiehlt.
        Ob die Produkte gut sind, kann ich nicht beurteilen. Aber Provisionen sind sicher auch nicht zu knapp an irgendwen geflossen (idealerweise an deinen Vater)


        Ausserdem bist du Beamter und dadurch ein besserer Mensch.
        Kapier ich nicht, erklär mal.
        Der Netto-Unterschied zwischen deinem letzten Arbeits-Verdienst und deiner Pension ist deutlich geringer, als bei einem vergleichbaren Angestellten. Finanztest hat neulich 16% ausgerechnet. Das System meint es gut mit dir. Ich bin auch 29, aus der Kaste der Malocher und bin dir schon
        einen Schritt voraus. Ich habe das meiste, was ich nicht
        selbst wollte, quasi aufgezwungen wurde dank beredter
        Vermittler, wieder gekündigt. Kann mir gut vorstellen, dass du
        dass auch bald tun wirst.
        Ich tendiere nicht zum kündigen sondern zum stilllegen.
        kündigen wäre auch unklug Dank deiner Rechenkünste kannst du dir ja ausrechnen wann dir
        die Dynamiken den Geldhahn zudrehen werden. Wolltest du nicht
        auch auf eine Immobilie sparen? Viel Spaß. Ich kommentiere
        dazwischen weiter
        das mit der Dynamik hab ich mittlerweile kapiert, die muss
        raus, sonst zahl ich mich dumm und dämlich
        wie hoch ist den die Dynamik? Es gibt Verträge mit 10%/Jahr (!). Da ist schon beim Abschluss klar, dass die kein Normalverdienender durchhalten kann. Das sagt dir natürlich keiner, sonst ginge ihnen di eüppige Provision durch die Lappen. Wenn dein Vater nicht im Spiel wär, würde ich sagen du bist das typische Opfer einer Strukkibude mit 3 Buchstaben.


        macht durchaus Sinn, sich von der einen oder anderen oder
        allen zu trennen oder zu verkaufen. von welchen Gesellschaften
        sind die denn?
        Zwei sind von der Karlsruher, eine von Signal, eine Cosmos
        Direkt und eine R+V.
        hat mich interessiert, beurteilen kann ich sie aber nicht. schau mal auf den Seiten der Verbraucherzentrale und der
        Finanztest. Die machen dass und kennen auch welche die das
        machen können. Aber ich denke das sich deine NEU-Erkenntnis in
        Grenzen halten wird. Sie werden dir sagen, was du jetzt schon
        weisst. Du bist überversichert!
        Werde mal nachschauen. pass auf das deine Eltern das nicht lesen ;-)
        wie gesagt, witziger Beitrag, danke noch mal


        Grüße
        Grüße zurück

        Wolfi

        • Antwort von nach 4 Stunden 0 hilfreich
          Re^4: Lebensversicherung(en) - was tun?

          wie hoch ist den die Dynamik? Es gibt Verträge mit 10%/Jahr
          (!). Da ist schon beim Abschluss klar, dass die kein
          Normalverdienender durchhalten kann. Das sagt dir natürlich
          keiner, sonst ginge ihnen di eüppige Provision durch die
          Lappen. Wenn dein Vater nicht im Spiel wär, würde ich sagen du
          bist das typische Opfer einer Strukkibude mit 3 Buchstaben.

          Die Dynamik beträgt bei zwei Verträgen um 5% und bei zwei Verträgen erhöht sich der Beitrag im selben Verhältnis wie der Höchstbeitrag in der gesetzlichen Rentenversicherung der Angestellten, mindestens um 6%. Bei dem einen Vertrag habe ich ja keine Dynamik.

          Grüße leflic

  2. Antwort von nach einer Stunde 0 hilfreich
    Re: Lebensversicherung(en) - was tun?

    Hallo zusammen,

    ich bin 29 Jahre alt und ledig, mein Beruf ist Beamter. Bis
    vor ca.2 Jahren beschäftigte ich mich nicht groß mit dem Thema
    Finanzen, Altersvorsorge usw. Dann begann jedoch mein
    Interesse zu wachsen und ich beschäftigte mich mit
    verschiedenen Dingen wie Aktien, Fonds etc. und habe mein
    Wissen wesentlich vermehrt. Da ich zuvor jedoch sehr wenig
    Ahnung von finanziellen Dingen hatte und es mich auch nicht
    sonderlich interessierte, überließ ich meine Finanzplanung
    hauptsächlich meinen Eltern, was sich, denke ich, als großer
    Fehler rausstellte. Ich würde mich selbst als stark
    überversichert (Kapitalbildende LVs) bezeichnen.
    Das war die Ausgangssituation:
    Ich hatte und habe teilweise noch am Monatsende etwas Geld
    übrig, quasi zum sparen. Meine Eltern schlossen deshalb für
    mich Lebensversicherungsverträge ab,
    Hallo, deine Eltern setzten auf das sichere Pferd und haben es Recht getan! Über die Höhe muss man natürlich diskutieren! Da ich nun jedoch zum einen monatlich gerne wieder etwas mehr
    Geld übrig haben möchte und zum anderen absolut nicht
    überzeugt bin von dem Modell der KLV
    Wie meinst du das?


    (möchte mein Geld nur noch in Aktien anlegen und in einen Riester-Vertrag, den ich
    schon habe) möchte ich raus aus meinen Lebensversicherungen.
    Hier geht es nicht darum, von was du überzeugt bist, sondern was dir die meiste Kohle bei höchstmöglicher Sicherheit bringt! Sei mir nicht böse, bevor jemand solche Thesen aufstellt wie du, sollte man sich auskennen!
    Du kannst einfach Lebensversicherungen aus 1998 (steuerfrei, Kosten bezahlt, usw.) durch Aktien/Aktienfonds (Abgeltungssteuer 2009) nicht kompensieren! Du kannst im Archiv nachlesen, warum das so ist - es war hier tausendfach das Thema! Es ist so, dass ich das bisher eingezahlte Geld nicht
    unbedingt sofort brauchen würde, ich möchte mir lediglich die
    künftigen monatlichen Zahlungen sparen.
    Das ist wieder ein ganz anderes Thema - ich hab das so verstanden, dass du jetzt diesen Betrag in andere Invests legen willst - und das würde nicht mal ansatzweise funktionieren!
    Nun habe ich mich etwas informiert und es scheint das Beste zu
    sein, die Versicherung nicht zu kündigen sondern beitragsfrei
    zu stellen bzw. stillzulegen.
    Aber auch bei so einer Stilllegung gibt es ja einiges zu
    beachten und ich weiß nun nicht mehr so recht weiter. Ich
    denke jeder meiner Versicherungsverträge muss einzeln für sich
    unter die Lupe genommen werden und dann muss entschieden
    werden.

    Ich kann ja mal aufzählen was ich einbezahle in die LV und
    seit wann die Verträge laufen:

    - seit Ende 1998 50 DM bzw. mittlerweile um die 40 €
    (dank Dynamik) monatlich in eine KLV

    - seit Ende 199875 DM bzw. mittlerweile um die 60 €
    (dank Dynamik) monatlich in eine KLV (Laufzeit bis zum 40 Lj.)

    - seit Mitte 1999  12€ bzw. mittlerweile ca. 23€ (dank
    Dynamik) monatlich in eine KLV

    - seit Mitte 2003 75€ bzw. mittlerweile ca.90€ (dank
    Dynamik) monatlich in eine KLV

    - seit Ende 2004 200€ monatlich in eine
    Rentenversicherung (ohne Dynamik)


    So, also dies sind sage und schreibe 5 Versicherungsverträge
    (Laufzeit aller Verträge außer dem zweiten ist bis zum 60
    Lebensjahr. Insgesamt etwas mehr als 400 Euro monatliche
    Kosten, dank Dynamisierung mit steigender Tendenz. Ich hoffe
    Ihr könnt schon mal mit den oberen Daten und Zahlen was
    anfangen.

    Was meint Ihr, wie soll ich weiter vorgehen?
    Soll ich nun einfach all die Versicherungen stilllegen lassen?
    Soll ich die ein oder andere doch weiter besparen, weil es
    sich lohnen würde ( wenn es sich lohnen würde könnte ich
    insgesamt schon noch so 200€ monatlich besparen).
    Dynamik stoppen und auf jeden Fall soviel besparen wie machbar ist! Oder soll ich mich von einem unabhängigen Verbraucherberater
    oder so was Ähnlichem beraten lassen (falls ja, kennt ihr da
    Adressen und deren Kosten?)?
    Selbst der Verbraucherschutz würde dir nie raten, ein LV aus 1998 zugunsten einer NEUEN Anlage zu eliminieren - welcher Schwachsinn auch. Das bedeutet nur neue Provisionen/Ausgabeaufschläge für den NEUEN Berater und Produkte, die von Steuerfreiheit zu Steuerpflicht übergehen! Liege ich damit richtig, dass ich mind. 5 Jahre eingezahlt
    haben muss, damit am Ende die Erträge steuerfrei sind?
    !12 Jahre Laufzeit!

    Entschuldigung für den langen Text aber ist halt etwas
    komplizierter zu erklären.

    Danke im Voraus für Eure Mühen
    Kein Problem.... nur.....Altersversorgung ist keine Spassveranstaltung! Natürlich ist eine alte KLV eine langweilige Veranstaltung - aber es geht um dein Geld! Und Aktien, wenn du etwas zocken willst, kannst du immer noch zeichnen, wenn du Spielgeld übrig hast!

    Grüße
    Gruß cooler


    P.S. Dass wir uns richtig verstehen, ich bin kein Fan einer NEUEN LV aber hier handelt es sich um LVn aus 1998, und die haben Voraussetzungen, die du NIE MEHR BEKOMMST! Nochmals ein Kompliment an deine Eltern!

    • Antwort von nach 2 Stunden 0 hilfreich
      Re^2: Lebensversicherung(en) - was tun?

      Hallo cooler,

      vielen Dank für deine Antwort. Da ich nun jedoch zum einen monatlich gerne wieder etwas mehr
      Geld übrig haben möchte und zum anderen absolut nicht
      überzeugt bin von dem Modell der KLV
      Wie meinst du das?
      Ich bin nicht überzeugt von dem Modell der KLV weil ich gelesen habe,
      dass es wissenschaftlich erwiesen sei, dass man mit Aktien langfristig
      mehr Rendite macht (mit Aktien so etwa 7% p.a) als mit KLV. Zudem habe ich gelesen, dass durch hohe Betriebskosten, Gebühren etc. viel von der Rendite einer KLV verloren geht. Aber lass uns hierüber nicht diskutieren, man kann sicher verschiedener Meinung sein über die Anlage in Aktien. Ich denke persönlich, Deutschland ist hierbei noch immer Entwicklungsland. Es ist so, dass ich das bisher eingezahlte Geld nicht
      unbedingt sofort brauchen würde, ich möchte mir lediglich die
      künftigen monatlichen Zahlungen sparen.
      Das ist wieder ein ganz anderes Thema - ich hab das so
      verstanden, dass du jetzt diesen Betrag in andere Invests
      legen willst - und das würde nicht mal ansatzweise
      funktionieren!
      Nun ja, ich habe schon vor, sollte ich meine Versicherungen beitragsfrei stellen, dieses dann monatlich freie Geld in Aktienfonds, Immobilienfonds etc. zu stecken. Ich brauche das Geld nicht für meine Haushalt oder ähnliches. Würde ich die Versicherung gar kündigen und mir den Rückkaufswert auszahlen lassen (was ich aber wirklich nicht vorhabe), dann würde ich dieses Geld bestimmt auch reinvestieren in eine andere Anlageform. Dynamik stoppen und auf jeden Fall soviel besparen wie machbar
      ist!

      Dynamik stoppen, ja das werde ich auf jeden Fall machen, wenn ich weiter einbezahle. Allerdings, ist das doch so, das aufgrund der Inflation dann mein einbezahltes Geld immer weniger Wert wird, oder? Macht es dann überhaupt Sinn, ohne Dynamik einzuzahlen? Selbst der Verbraucherschutz würde dir nie raten, ein LV aus
      1998 zugunsten einer NEUEN Anlage zu eliminieren - welcher
      Schwachsinn auch. Das bedeutet nur neue
      Provisionen/Ausgabeaufschläge für den NEUEN Berater und
      Produkte, die von Steuerfreiheit zu Steuerpflicht übergehen!

      Okay, es sind drei Verträge aus 98 und 1999, aber was ist mit denen aus 2003 und 2004? Liege ich damit richtig, dass ich mind. 5 Jahre eingezahlt
      haben muss, damit am Ende die Erträge steuerfrei sind?
      !12 Jahre Laufzeit!
      Habe folgendes in Wikipedia gelesen:

      Einmalzahlung bei Vertragsablauf
      Die Auszahlung bei Vertragsablauf von Kapital-Lebensversicherungen und die Auszahlung nach Ausübung des Kapitalwahlrechtes bei Rentenversicherungen sind für vor dem 1. Januar 2005 abgeschlossene Verträge steuerfrei, sofern:
      • Der Vertrag mindestens 12 Jahre lief.
      • Die Beitragszahlung mindestens 5 Jahre betrug und
      • ein Mindesttodesfallschutz von 60 % besteht.



      Also dann lag ich richtig, ich muss 5 Jahre eingezahlt haben und dann muss der Vertrag wie du gesagt hast mind. 12 Jahre laufen.


      Ergo könnte es doch damit für mich sinnvoll sein, meine Verträge aus 2003 und 2004 noch so lange zu besparen bis die 5 Jahre Einzahlung voll sind und dann könnte ich sie beitragsfrei stellen.



      Grüße leflic

      • Antwort von nach 3 Stunden 0 hilfreich
        Re^3: Lebensversicherung(en) - was tun?

        wenn du einige Versicherungen beitragsfrei stellst, wirst du leider mit Verlust aus der Sache rausgehen. Ein „Geschäft“ machst su bei vorzeitiger Beendigung erst dann, wenn du deinen Einsatz und einen Inflationsausgleich aus dem Vertrag herausgewirtschaftet haben. Und das ist leider erst in den letzten Jahren vor Vertragsende der Fall.
        Deine Verträge haben dank der Dynamik auch unverhältnismäßige Rückkaufswerte. Jede Anpassung durch Dynamisierung des Vertrags wird als Neuabschluss bewertet. Und für die Neuberechnung Ihres Vertrags (die der Computer automatisch macht ...) wird eine neue Vertragsprovision fällig! Aber da von den Provisionen und Kosten kriegst du eh nichts mit :) Ob das gängige Praxis ist, weiß ich allerdings nicht....


        Wenn du dich von Versicherungen trennen willst, empfehle ich dir die alten Versicherungen bzw die mit dem höchsten Garantiezins weiterlaufen zu lassen.

        Du bist echt in einer Zwickmühle. Du bist überversichert und bist dazu verurteilt früher oder später Verträge zu kündigen oder beitragsfrei zu stellen, weil du dir die Prämien nicht mehr leisten kannst.
        Das ist v.a. wegen den Steuervorteilen alter Verträge schade.

        Viele Grüße
        Wolfi


        • Antwort von nach 3 Stunden 0 hilfreich
          Re^4: Lebensversicherung(en) - was tun?

          Du bist echt in einer Zwickmühle. Du bist überversichert und
          bist dazu verurteilt früher oder später Verträge zu kündigen
          oder beitragsfrei zu stellen, weil du dir die Prämien nicht
          mehr leisten kannst.
          Das ist v.a. wegen den Steuervorteilen alter Verträge schade.

          Also wäre es dann nach deiner Meinung das vielleicht Beste, ich zahle alle Verträge weiter und beende die Dynamisierung?


          Grüße

          • Antwort von nach 3 Stunden 0 hilfreich
            Re^5: Lebensversicherung(en) - was tun?

            Hallo,
            wenn du es kannst, ja! Auch wenn es stinklangweilig ist!
            Übrigens, vielleicht hast du auch mal Familie? - den Risikoschutz hast du auch schon dabei. Den müsstest du auch noch extra abschließen (im Vergleich)!

            Gruß cooler

            P.S. Wenn es dir doch einmal zuviel erscheint - man muss nicht beitragsfreistellen, man kann die Prämie auch reduzieren! [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]



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