Wollen Sie eine Rechnung oder nicht?

Genau diese Frage wurde mir in der Apotheke, an der Tankstelle u.s.w. schon öfters gestellt.
Ich denke mal, die fragen das doch nicht, weil sie Papier sparen wollen, oder?

Mit vielen Grüßenvom —> Mayo

Hallo Mayo

Genau diese Frage wurde mir in der Apotheke, an der Tankstelle
u.s.w. schon öfters gestellt.
Ich denke mal, die fragen das doch nicht, weil sie Papier
sparen wollen, oder?

Rechnungen (mit Mwst.-Ausweis) brauchen Leute, die es in ihr Geschäftsbücher einbuchen wollen oder Leute die für Vereine unterwegs sind und der dortige Kassenwart auch lieber rechnungen sieht.

Tschuess Marco.

Wollen Sie Rechnung oder nicht? Kommt drauf an.

Genau diese Frage wurde mir in der Apotheke, an der Tankstelle
u.s.w. schon öfters gestellt.
Ich denke mal, die fragen das doch nicht, weil sie Papier
sparen wollen, oder?

Hi,

bei Tankstelle oder Apotheke weiß ich es nicht, aber normalerweise heißt „ohne Rechnung“ für den Verkäufer „ohne Steuern“. Will sagen: Ohne Ausgangsrechnung kein Umsatz und kein Gewinn also keine Steuern. Beim Handwerker wird es „ohne Rechnung“ auch gleich viel billiger, weil das nämlich zusätzlich noch „ohne Sozialversicherung“ (neudeutsch: „schwarz“) heißt.

Für den Käufer ist, wie schon von Marco erwähnt, eine Rechnung nur dann spannend, wenn es um das Absetzen der Mehrwertsteuer geht. Die normalen Kassenbons enthalten u.U. nicht die für die Steuer notwendigen Angaben. Insbesondere bei Bewirtungsausgaben ist eine „richtige“ Rechnung von Bedeutung, weil dort ein ganzes Bündel von Angaben zu machen ist, um die Ausgaben absetzen zu können.

Für eine normale Privatperson spielt eine Rechnung nur dann eine Rolle, wenn man etwas als spesen abrechnen will oder eben eine Dienstleistung „ohne Rechnung“ billiger bekommen kann.

Gruß
Christian

Mit vielen Grüßen
vom —> Mayo

Zunächst einmal ist eine Rechnung für das Geltendmachen von eventuellen Ansprüchen, beruhend auf der Gewährleistungspflicht, als Beweismittel erforderlich.

Allerdings trifft dies nun nicht zu bei Verbrauchsmaterialien wie Rollenpflaster und Aspirin aus der Apotheke oder Superbenzin aus der Tankstelle. Ich bezweifle jedoch, dass im Zeitalter elektronischer Warenwirtschaftssysteme und damit verknüpfter Kassensysteme immer eine betrügerische Absicht dahintersteckt - als Einnahme verbucht werden deine geleisteten Zahlungen auf jeden Fall - nur eine zusätzliche Erstellung eines Bons für den Kunden erfolgt nicht.

Eine Rechnung würde dann benötigt, wenn diese für die Buchführung ( Kraftstoffe bei gewerbl. Fahrzeugen ) oder für die Vorlage beim Krankenversicherer ( Apotheke ) erforderlich ist.

An die anderen: Ihr solltet nicht so ganz misstrauisch sein.
Mir persönlich geht es auch oft so: Ich mache Hausbesuche und habe kleine Beträge zu kassieren, oftmals nur die Anfahrtkosten von vielleicht 10 … 20 Euro, ohne dass Material u.dgl. benötigt wurde - wenn ich kein Rechnungsbuch mithabe oder dies erst von unten aus dem Auto holen müsste, frage ich die Kunden auch, ob sie einen Beleg brauchen. Verneinen sie das, muss ich trotzdem die Einnahme ordnungsgemäß verbuchen und selbstverständlich auch die Umsatzsteuer abführen !

Viele Grüße

HM

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Hi,

An die anderen: Ihr solltet nicht so ganz misstrauisch sein.

die Erfahrung sagt mir, daß das „Mißtrauen“ so ganz unbegründet nicht ist. Ich kenne durchaus Selbständige privat, die auf diese Weise ihr Einkommen aufpeppen. Genauso habe ich potentielle Kunden, die mir ganz stolz erzählen, daß ihre Zahlen weitaus besser wären, wenn sie alle Geschäfte vollständig verbuchen würden. Dann bleiben sie natürlich potentielle Kunden, denn kaum etwas ist unangenehmer, als eine erfolgreiche (aus Sicht des FA) Steuerprüfung.

Niemals würde ich behaupten, daß die Zahl der schwarzen Schafe das der „weißen“ übersteigt. Dennoch ist gerade im Gaststätten- und Handwerksgewerbe die - naja - Mogelquote wohl nicht so gering.

Gruß
Christian

Gruß
Christian

Niemals würde ich behaupten, daß die Zahl der schwarzen Schafe
das der „weißen“ übersteigt.

Ich schon. Ich würde sogar sagen, dass es einzelne Branchen gibt, wo es praktisch keinen Betrieb ohne Schwarzkassen gibt. Man ist schon auf der positiven Seite, wenn die Schwarzkasse nicht allzu groß ist.

hi,

einige unserer läden sind dazu übergegangen keinen bon herauszugeben wenn nicht extra gewünscht.

das hat den sinn weil viele den bon eh nur neben die kassen schmeissen und nicht brauchen und dafür ist unser papier doch eigentlich zu schade.

wenn man extra nachfragt ist das was anderes.

ich selber gebe auch nur welche wenn sie wirklich gewünscht werden, das papier kostet nämlich auch geld :smiley:

sonja
*die dennoch alles verbucht*