Hallo Winkel,
CIF verpflichtet den Verkäufer, den Kaufgegenstand an Bord des Schiffes im Verschiffungshafen zu liefern. Dies entspricht der Regelung bei FOB. Allerdings bestimmt bei CIF der Verkäufer den Frachtführer und das Schiff und schliesst den Frachtvertrag bis zum benannten Bestimmungshafen ab.
Bei CIF hat der Verkäufer (zugunsten des Käufers!) jedoch die Verpflichtung, eine (Waren-) Transportversicherung vom Punkt des Gefahrenübergangs bis zum Punkt des Kostenübergangs abzuschliessen, also vom Verschiffungshafen bis zum (benannten) Bestimmungshafen.
Mit dem Überschreiten des Kaufgegenstandes der Schiffsreling im Verschiffungshafen geht (wie bei FOB) die Gefahr auf den Käufer über. Der Verkäufer hat (im Gegensatz zu FOB) die Fracht(kosten) bis zum benannten Bestimmungshafen zu zahlen.
Ich denke mal, wenn man so ein Geschäft startet, ist am froh, das einem der Auftragnehmer im Produktionsland die ware anliefert und auch die Versicherung abschließt.
Gemacht werden muß es so oder so!! Auch die Versicherung ist durch den Verkäufer, also dem Produzentenabzuschließen.
Man muß sich auch keine Gedanken über die Spedition machen, die den Container handeln soll, alles-bis zum Bestimmungshafen- wird vom Verkäufer übernommen.
Der Verkäufer muß bei CIF eben alles dabei haben (z.B. Herkunftszeugnissse)und er muß bei Fragen mit dem Zoll Rede und Antwort stehen. Bei FOB ist das alles Dein Problem, denn die Spedition wird sich immer bei Fragen an den Auftraggeber wenden.
Dieses Kostest augenscheinlich im ersten Moment mehr, aber wenn Du sowas zum ersten mal machst oder nur 2x im Jahr, dann ist die Rennerei zu Speditionen und zu Versicherungsagenturen x-mal höher.
Ob es jetzt die ganz großen Spedition wie Kühne&Nagel, P&O oder Danzas oder kleinere wie Hellmann oder seacon sind, ist eigentlich egal. Entscheident ist Preis und leistung, die man dann einzeln abfragen muß.
Aber man hat mit CIF eben weniger Probleme. Der Zollagent wird mbei FOB mit allen Fragen zu Dir kommen, da Du ja der Auftraggeber bist, bei CIF wird er sich bis zur Klärung mit dem produzenten in die Haare bekommen.
Fazit: Bei wenig Erfahrung und wenigen Transporten ist CIF die bessere Lösung (Du hast eben für alles einen Ansprechpartner!!)
Eine Frage, wie sicherst Du den Geldverkehr ab, über ein Akkreditiv?
Gruß
Karl-Heinz