Amex Platinum: wie exklusiv?

Hallo,
ein keine Kreditkarten benutzender Bekannter hat unlängst einen Werbebrief zur American Express Platinum Card erhalten. Daher stelle ich mir die Frage, wie exklusiv diese (noch) ist. Gibt es noch was höheres? Eine black card o.ä.?
Grüße
Stephan

Deppenkarten
Hi Stephan,

von Amex gibt es noch die Centurion-Card. http://www10.americanexpress.com/sif/cda/page/0,1641…

Verspricht einen Haufen Zusatzleistungen die man nicht braucht und kostet m.W. um die 1.500 Euro. Sie wird nur verliehen, kann also nicht gekauft werden.
Die Zusatzleistungen hat man im Allgemeinen (Versicherungen u.s.w.). Das Membership-Award-Programm von Amex ist gut, kriegt man aber auch mit anderen Karten und die Sondertarife des Reiseservice gibts in jedem guten Reisebüro…

Ich hab drei Kunden mit der Karte - kann also soooo exklusiv auch nicht sein.

Bye
Rolf

Stimmt, Rolf.
Aber der Prestigenutzen ist natürlich ein schlagendes Argument.
Persönlich habe ich die American Express Invisible. Die ist sogar kostenlos.

HM :smile:

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hi!

Sonderlich exklusiv ist die Platinum-Card nicht, denn auch ich hatte sie bis vor kurzem…
Für das nächste Jahr beträgt der Jahresbeitrag nun 400 Euro, was ich für zu teuer halte, daher habe ich mich nun für eine Gold-Card entschieden. Die Leistungen sind fast dieselben, denn der große Gag an der Platinum-Card, die fast grenzenlose Verlustversicherung für mit der Karte eingekaufte Artikel, ist weitgehend weggefallen. Auch auf die Airport-Lounge Zugangsberechtigung kann ich persönlich bestens verzichten, in den normalen Kneipen am Flughafen habe ich bislang immer noch die unterhaltsameren Leute kennengelernt.
Eine Versicherung für Mietwägen hat die Gold-Card ebenfalls.

Grüße,

Mathias

ein keine Kreditkarten benutzender Bekannter hat unlängst
einen Werbebrief zur American Express Platinum Card erhalten.
Daher stelle ich mir die Frage, wie exklusiv diese (noch) ist.
Gibt es noch was höheres? Eine black card o.ä.?
Grüße
Stephan

Daher stelle ich mir die Frage, wie exklusiv diese (noch) ist.
Gibt es noch was höheres?

Hallo Stephan,

na klar gibt es das: Bargeld!

Eine Kreditkarte ist ja hin und wieder ganz praktisch und bei wenigen Gelegenheiten auch notwendig. Was aber über z. B. die EC-Karte Deiner Sparkasse hinaus geht, ist zumindest im EU-Bereich überflüssig. Die Geldschneiderei wird mit Zusatzleistungen begründet, die kaum jemand jemals braucht oder die bei Bedarf im Einzelfall überall preiswerter zu haben sind. Ansonsten ist der Nutzen von Platin- und Sonstwas-Karten natürlich enorm. Immerhin kann der Besitzer bei jeder passenden Gelegenheit auffällig unauffällig zeigen, was für 'ne tolle Nummer er ist. An anderen Merkmalen würde man es gewiß nicht bemerken.

Los jetzt! Meckern!

Gruß
Wolfgang

Hi!

Man merkt, dass Du nicht viel unterwegs bist. Sonst würdest wohl kaum Bargeld empfehlen. Kreditkarten dann noch als Wichtigtuerei abzutun, setzt der Sache nun wirklich die Krone auf. Dass es Leute gibt, die denken, eine Kreditkarte würde sie „wichtig“ aussehen lassen, mag schon sein. Nur interessiert das doch heute keinen mehr.
Kreditkarten können ersetzt werden, Cash nicht. Die Kreditkartenrechnung kommt erst Ende des Monats, Cash ist sofort weg, die Karten bieten also einen Zinsvorteil. Oft sind die Einkäufe, die mit der Karte getätigt worden sind, gegen Diebstahl versichert. Zusatzleistungen wie Unfallversicherungen u.s.w. sind ein weiteres Beiwerk, welches Bargeld nicht unbedingt bietet…
Dass in manchen Ländern (USA, Canada, Australien) kaum mehr interessante Summen bar bezahlt werden KÖNNEN, da keine großen Geldscheine akzeptiert werden, muss man einem Reisenden auch nicht wirklich erzählen.
Du hast also in meinen Augen etwas kurz gedacht.

Grüße,

Mathias

1 „Gefällt mir“

Guten Morgen, Mathias!

Kreditkarten dann noch als Wichtigtuerei abzutun…

Wo hast Du das denn gelesen? Von mir stammt das jedenfalls nicht. Es ging um die Karten mit Zusatzleistungen, die Dinge verknüpfen, die miteinander nichts zu tun haben. Es handelt sich dabei schlicht um Kombiangebote, die relativ viel Geld kosten und weil dem keine erkennbare Leistung gegenüber steht, hat sich das Kreditgewerbe erfolgreich bemüht, den Kärtchen wenigstens einen Klacks Image mitzugeben.

Selbstverständlich sind Kredtkarten eine sinnvolle Einrichtung, wobei im Inland die EC-Karten beinahe überall akzeptiert werden, nicht aber Amex, Visa etc. Das bemerkt man gerade dann, wenn man viel unterwegs ist und bei zig Übernachtungen pro Jahr in allen Teilen der Republik vom Gasthof bis zum Sterne-Hotel alles nehmen muß, was sich gerade bietet. Da nützt dann Visa mit Gold und Brillis u. U. nichts, ja sogar eine EC-Karte macht besonders in ländlichen Gegenden wenig Freude. Da ist Bargeld angesagt. Das Gleiche gilt beim Tanken.

Vor vielen Jahren bekam ich von der Bank einen Brief, sinngemäß mit dem Inhalt, ich sei einer der besonders… blablabla… Kunden. Kurz: Man diente mir die Goldcard an. Ein Haufen Papier war dabei, mit all den Vorzügen für den handverlesenen Kunden. Ich fühlte mich gebauchpinselt und bestellte die Karte. Damit war ich regelmäßig einige zig Mark los. Die „Gegenleistung“ bestand in irgendwelchen Versicherungen der Art, gegen Pickel versichert zu sein, wenn man bei dieser und jener Fluggesellschaft sein Rasierwasser ordert und gleichzeitig den Mietwagen von Avis nimmt. Albern das Ganze.

Als gute Idee erschienen mir Kreditkarten für Mitarbeiter. Ich versprach mir davon eine Reduzierung des Aufwands mit Reisekostenabrechnungen. Wer den Zirkus mit Reisekostenvorschüssen in bar, späterer Verrechnung derselben, zahllosen Quittungen usw. kennt, weiß, wovon ich rede. Damit kann man glatt eine Bürokraft beschäftigen. Das stellte sich aber als Flop heraus. Die elende Rechnerei mit Wechselwirkungen mit der Lohnbuchhaltung blieb, weil es in keinen Mitarbeiterkopf hinein geht, daß Zigaretten auf der Tankquittung genau so wenig zu suchen haben wie Erdnüsse aus der Hotelzimmer-Minibar auf dem Übernachtungsbeleg. Weil die Kartenabrechnung erst Wochen später ins Haus flattert, verzweifelte die Buchhaltung beim Versuch, die alten Kamellen nachzuvollziehen. Die betroffenen Mitarbeiter, die in der Zwischenzeit schon wieder ein halbes Dutzend Dienstreisen hinter sich hatten, konnten sich regelmäßig nicht mehr so genau erinnern… Also gings wieder zu Bargeld, Belegen und zeitnaher Abrechnung zurück.

Gruß
Wolfgang

Hallo Wolfgang!

Kreditkarten dann noch als Wichtigtuerei abzutun…

Wo hast Du das denn gelesen? Von mir stammt das jedenfalls
nicht.

Dein Posting war so zu verstehen.

Es ging um die Karten mit Zusatzleistungen, die Dinge
verknüpfen, die miteinander nichts zu tun haben. Es handelt
sich dabei schlicht um Kombiangebote, die relativ viel Geld
kosten und weil dem keine erkennbare Leistung gegenüber steht,
hat sich das Kreditgewerbe erfolgreich bemüht, den Kärtchen
wenigstens einen Klacks Image mitzugeben.

„keine erkennbare Leistung“ ist relativ. Wewr viel fliegt, nutzt gerne den Lounge-Zugang. Die Mietwagen-Vollkasko ist auch was feines, nach 4 mal mieten ist die Kartengebühr wieder drin. Es hängt also vom Einzelfall ab.
Da es diese Angebote ja gibt, sie also angenommen werden, können sie so schlecht nicht sein.

Selbstverständlich sind Kredtkarten eine sinnvolle
Einrichtung, wobei im Inland die EC-Karten beinahe überall
akzeptiert werden, nicht aber Amex, Visa etc. Das bemerkt man
gerade dann, wenn man viel unterwegs ist und bei zig
Übernachtungen pro Jahr in allen Teilen der Republik vom
Gasthof bis zum Sterne-Hotel alles nehmen muß, was sich gerade
bietet. Da nützt dann Visa mit Gold und Brillis u. U. nichts,
ja sogar eine EC-Karte macht besonders in ländlichen Gegenden
wenig Freude. Da ist Bargeld angesagt.

Also ich miete meine Hotels immer über HRS.de und es ist mir in den letzten Jahfren auch in unserem servicemässig rückständigen Land nicht passiert, dass ich nicht mit Karte zahlen konnte.

Das Gleiche gilt beim
Tanken.

Ich kenne keine einzige Tankstelle, die keine Karten akzeptiert.

Vor vielen Jahren bekam ich von der Bank einen Brief,
sinngemäß mit dem Inhalt, ich sei einer der besonders…
blablabla… Kunden. Kurz: Man diente mir die Goldcard an. Ein
Haufen Papier war dabei, mit all den Vorzügen für den
handverlesenen Kunden. Ich fühlte mich gebauchpinselt und
bestellte die Karte. Damit war ich regelmäßig einige zig Mark
los. Die „Gegenleistung“ bestand in irgendwelchen
Versicherungen der Art, gegen Pickel versichert zu sein, wenn
man bei dieser und jener Fluggesellschaft sein Rasierwasser
ordert und gleichzeitig den Mietwagen von Avis nimmt. Albern
das Ganze.

s.o.

Als gute Idee erschienen mir Kreditkarten für Mitarbeiter. Ich
versprach mir davon eine Reduzierung des Aufwands mit
Reisekostenabrechnungen. Wer den Zirkus mit
Reisekostenvorschüssen in bar, späterer Verrechnung derselben,
zahllosen Quittungen usw. kennt, weiß, wovon ich rede. Damit
kann man glatt eine Bürokraft beschäftigen. Das stellte sich
aber als Flop heraus. Die elende Rechnerei mit
Wechselwirkungen mit der Lohnbuchhaltung blieb, weil es in
keinen Mitarbeiterkopf hinein geht, daß Zigaretten auf der
Tankquittung genau so wenig zu suchen haben wie Erdnüsse aus
der Hotelzimmer-Minibar auf dem Übernachtungsbeleg. Weil die
Kartenabrechnung erst Wochen später ins Haus flattert,
verzweifelte die Buchhaltung beim Versuch, die alten Kamellen
nachzuvollziehen. Die betroffenen Mitarbeiter, die in der
Zwischenzeit schon wieder ein halbes Dutzend Dienstreisen
hinter sich hatten, konnten sich regelmäßig nicht mehr so
genau erinnern… Also gings wieder zu Bargeld, Belegen und
zeitnaher Abrechnung zurück.

Interessantes Thema. Bei unserer US-Tochter funktioniert das trotz der genannten Probleme effektiver als früher. In Deutschland wollen die Mitarbeiter die Corporate-Card komischerweise gar nicht.

Grüße,

Mathias