Bäckereien - was stört beim Einkauf?

Hallo zusammen,

ich beschäftige mich gerade mit der Frage, welche Erwartungen Verbraucher an ihre Bäckerei-Filialen haben. Für Hinweise aus der Praxis wäre ich sehr dankbar.

* Was stört beim Einkauf?
* Wie schaut es aus mit der Hygiene?
* Wie sieht es aus mit den Wartezeiten, die durch Auffüllen der Ware morgens und Putzen am Abend verursacht werden?
* Wie steht’s mit der Freundlichkeit?

Viel Spaß beim samstäglichen Brötchen(Semmeln-/Schrippen-/Rundstück-)kauf wünscht

Burkhard

Was total nervt, und das nicht nur beim Bäcker: Der Laden hat bis -irgenwann- auf, aber ab 30 Minuten vor -irgendwann- wird zusammengepackt, damit die Verkäufer/innen PUNKT -irgendwann- den Laden fluchtartig verlassen können.

Pop

Hi!
Was mich bei Kamps nervt ist die Größes der Sachen die da verkauft werden.
Ich brauche kein Puddingteilchen in Din A4 Größe, das dann auch so viel kostet. Die Preise sind für die Größe nicht falsch, aber ich brauch solche Dinger nicht und viele die ich kenne auch nicht.
Naja das stört mich unter anderem
gruß
freak

Wo du grade Puddingteilchen sagst, fällt mir noch was ein…

Was mich unheimlich nervt, sind die Sachen, die man nicht essen kann. Nicht ohne Messer und Gabel, falls es damit ginge. Also z.B. solche Sachen, die unten Blätterteig haben, dann Pudding und oben nochmal Blätterteig. Wie isst man sowas, ohne hinterher duschen zu müssen? Also, liebe Bäcker: esst doch selber mal, was ihr so herstellt!

Pop

Öffnungszeiten usw.
Hi Burkhard,

was mich am meisten stört, sind die Öffnungszeiten.

OK, ich verstehe, dass niemand gerne um 3 Uhr nachts oder noch früher gerne aufsteht, aber, als meine Arbeitszeit noch um 6 Uhr anfing, hatte ich keine Möglichkeit, vorher schon eine offene Bäckerei zu finden.

Dasselbe Problem sonntags. Keine Frage, „indula“ („in diesem unsrem Lande“) ist es schon ein Wunder, dass man sonntags überhaupt arbeiten „darf“, aber dass ich, um sonntags frische Brötchen zu bekommen, genau so früh wie in der Woche aufstehen muss, ist mir unverständlich. Also: esse ich was anderes zum Frühstück oder Brötchen zum selbst Aufbacken vom Aldi. Fertig.

Außerdem sehe ich die Preise nicht ein: Warum kostet ein Brötchen, das mal eben aufgeschnitten und eine Scheibe Aldi-Scheiben-Käse dazwischen gelegt wurde, das Vierfache? Sowas kaufe ich nicht.

Guten Hunger und Gruß,
Markus *der darum schon lange nicht mehr in ner Bäckerei war*

Hallo Burkhard,

bei mir um die Ecke ist geleich eine Bäckerei, in der ich mir nach Feierabend gerne mal ein Brötchen kaufen würde.
Der Laden macht um 18:00 Uhr zu.
Es passiert mir aber zu rund 50% meiner Besuche dort, dass um 17:30 Uhr keine Brötchen mehr da sind. Ich frage mich dann immer: warum steht da draußen Bäckerei dran, wenn sie keine Brötchen verkaufen?

IMHO liegt es an der Faulheit der Bäckereifachverkäuferinnen bzw. an deren mangelndem Organisationstalent. Es kann doch nicht schwierig sein, auch um 17:30 Uhr noch Brötchen im Angebot zu haben. Die werden doch heute einfach nur noch in den Ofen geschoben und sind nach ein paar Minuten fertig.
Selbst wenn von der letzten Fuhre nur die Hälfte verkauft wird, muss sich das noch wenigstens auf ± 0 auskommen, so dass der Bäcker keinen Verlust macht. Aber er hätte wenigstens einen zufriedenen Kunden der öfter kommt, denn mittlerweile gehe ich in die Bäckerei erst gar nicht mehr rein und mache direkt einen Umweg zum Supermarkt - wo ich immer frische Brötchen bekomme.

Weiterhin stört mich die extrem schwankende Produktqualität. Von kohlrabenschwarzen Gaumenzerkratzern bin zu schneeweißen Labbelteigstücken habe ich schon alles in die Tüte gepackt bekommen. Ein vernünftiges Brötchen bekommt man nur mit viel Glück und wenn man zufällig zur richtigen Zeit im Laden ist.

Gruß - Achim

Ich habe öfter Probleme mit der Preisauszeichnung. Gerade wenn es viele verschiedene Sorten von Gebäck gibt, steht dort mitten drin eine kleine Tafel mit $PHANTASIENAME_1 - x EUR. Wenn ich dann $PHANTASIENAME_1 verlange greift die Kassierin in ein ganz anderes Fach. Dann meine ich meist, daß ich gern „diese da“ (zeigen) hätte, sie antwortet „aber das sind ja $PHANTASIENAME_2“, auf der Rechnung sehe ich nachher, daß $PHANTASIENAME_2 mindestens 2x EUR kosten.

Also, bei jeder Sorte ein Schild mit dem entsprechenden Namen und dem Preis.

LG
Stuffi

Der Vergleich
Hallo Burkhard,

Bäckereien müssen sich, zumindest im Innenstadtkern größerer Städte warm anziehen. Zumindest hier in Bielefeld haben in den vergangenen Monaten in der City fünf „Backshops“ aufgemacht, Selbstbedienungsläden, in denen man Brot/Brötchen/Gebäck/Käsestangen etc. Fächern mit Klappen entnimmt, aufs Tablett packt und an der Kasse zahlt.

Die Produkte sind gut & frisch, die Auswahl angemessen (es gibt auch Roggenbrot, Körnerbrot, Müslistangen, Buttercroissants, Quarckbällchen etc.), die Ladenöffnungszeiten kundenfreundlich. Unschlagbar sind die Preise: Das 750g-Roggenmischbrot kostet 1,69€ - beim Bäcker nebenan gut das doppelte.

Gut, es gibt keine Beratung & keinen Plausch mit der netten Bäckereifachverkäuferin - aber in welcher Bäckerei finde ich das noch? Schlecht informiertes und muffiges Personal sind ja keine Seltenheit.

Der Gang zum Bäcker ist so gesehen überflüssig geworden, wenn man in der City wohnt. Anders sieht’s schon wieder beim Konditor aus…

Viele Grüße
Diana

Hallo Burkhard,

wenn Du Bäckerei-Filialen schreibst, nehme ich an Du meinst diese Ketten, die an jeder Ecke zu finden sind. Und was mich da stört und weshalb ich da (fast) nie reingehe ist schlicht und einfach die Qualität der Ware bzw. eben die mindere Qualität.
Unten erwähnt jemand Kamps, den ich zwar nicht aus Bayern kenne, aber kürzlich hab ich da in Berlin ein superbilliges, riesengroßes Mandelhörnchen gekauft (hier sind die Dinger geradezu winzig und ziemlich teuer) und hatte überwiegend Zucker im Mund, zudem haben sie sich wohl in der Aromamenge vergriffen und der Mund verzog sich durch die Bitterstoffe von alleine. Daß da nicht echtes Marzipan drin ist, o. K., aber das war nicht mal Ersatzmarzipan.
Und was das Brot betrifft: ich hab mich immer gewundert, warum es Brot gibt, das nach einer Woche noch schmeckt wie am ersten Tag und Brot (eben aus solchen Ketten), mit dem man am 2. Tag jemand erschlagen kann, weil es so hart und ungenießbar geworden ist. Das liegt anscheinend an diesen billigen Fertigmischungen, nehme an, auch noch entsprechend aromatisiert, die man aber auch nur am ersten Tag essen kann.

Aber vermutlich wolltest Du das gar nicht wissen, sondern spieltest eher auf Sachen wie Service an.

Gruß,
Christiane

Hauptsächlich stört mich, dass teilweise Waren verkauft werden die nen Tag vorher fast doppelt so gross waren und das zum selben Preis.

Wenn man dan Nachfragt obs die kleinen Teile net billiger gibt erntet man nur Verachtung.

Das passierte mir schon 3(!)Mal- Diese Bäckereien sahen micht seitdem nichtmehr.

Es kann nicht angehn das ich an einem Tag ein Schokobrötchen für 70c bekomm wo ich ordentlich zu knabbern hab und am anderen tag für 70c das Teilchen in den Mundnehmen kann und unzerkaut runterschlucken kann.

Aloha,
Sven.

Hallo Burkhard!

Kurz und knapp:

  1. Die gerade in den letzten zwei bis drei Jahren (subjektiv empfunden?) erfolgten Preissteigerungen.
  2. Absolut unverhältnismäßig hohe Preise für belegte Brötchen.
  3. Extreme Warteschlangen, die aber manche Verkäuferin nicht davon abhalten, mit ihrer Kundschaft langwierig Klatschgeschichten auszutauschen.
  4. Falsches Hygienebewußtsein einiger Verkäuferinnen (mal eben mit Glasreiniger die Scheiben der gefüllte Vitrine auswischen, auf deren Boden gleichzeitig die Insektenleichen vor sich hin verwesen).
  5. Keine konstante Qualität.
  6. Stereotype Auswahl.

Gruß, Hartmann.

Hallo Burkhard,

* Was stört beim Einkauf?

die unendlich lange Schlange Samstags morgens und zu wenig Personal. Namen von Broten bei denen man nicht mal mehr ahnen kann was da drin sein soll.

* Wie schaut es aus mit der Hygiene?

das was man sehen kann sieht eigentlich sauber aus.
Wenn ich aber sehe, daß eine Verkäuferin Lappen nimmt, damit Flecken vom Boden abwischt, den Lappen wieder zurückwirft und mit ungewaschenen Händen Brötchen anfaßt, empfinde ich das als unhygienisch (bisher nur 1 x erlebt, zum Glück)

* Wie sieht es aus mit den Wartezeiten, die durch Auffüllen
der Ware morgens und Putzen am Abend verursacht werden?

Ich frage mich, ob man als Verkäuferin das Nachfüllen der Brötchen nicht eine Minute unterbrechen kann um schnell die zwei Kunden zu bedienen.

* Wie steht’s mit der Freundlichkeit?

Kommt auf die Verkäuferin an. Von super freundlich, hilfsbereit bis „Oh Gott, da kommt ein Kunde, was will der denn“ schon alles erlebt.
Ein nettes „Guten Morgen“ oder „Guten Tag“ tut keinem weh und sollte überall normal sein.

Viele Grüße
Hase

Hallo Burkhard,

Eine Bäckerei in unserer Stadt ist dazu übergegangen, so eine Art Aldi-Filiale aufzumachen: Brot und Brötchen fertig verpackt auf Selbstbedienungsbasis - bezahlt wird an der Kasse.
Das gab einen Aufschrei, dort gekauft wird trotzdem.

* Was stört beim Einkauf?

Ich bedaure es immer, dass die Brötchen hinter den Verkäuferinnen in den Körben sind, so dass ich keinen Überblick habe, welche Sorten zu haben sind.
Preise in den Regalen sind selten unter den Broten richtig. Immer dieser nervigen Wortwechsel: dieses Brot ist aus, das Schild stimmt da nicht, wollen Sie das Brot trotzdem…

* Wie schaut es aus mit der Hygiene?

fällt mir jetzt nichts ein

* Wie sieht es aus mit den Wartezeiten, die durch Auffüllen
der Ware morgens und Putzen am Abend verursacht werden?

es gibt zu bestimmten Tagen Wartezeiten, mit denen wohl jeder rechnet. Hauptsache die Verkäuferin arbeitet sichtlich flott und verliert nicht ihre gute Laune (wenn mich einer am Samstag Morgen anpampt, dann lasse ich die Ware eingepackt und unbezahlt auf der Theke liegen - ist auch schon vorgekommen).

* Wie steht’s mit der Freundlichkeit?

Tja, daran hapert es nach meinem Gefühl wirklich sehr. Ich bin selbst häufig im Verkauf, und entsprechend sensibilisiert. Mir fällt auf, dass es selten freundliche Lehrlinge gibt. Alte Hasen haben dank ihrer Routine schon häufiger ein Lächeln auf den Lippen. Und das ist doch was man einem blutigen Anfänger im Verkauf zumindest beibringen kann: bitte lächeln - lieber einmal zuviel als zu wenig!!! Aber selbst wenn Lehrlinge schon im 3.Jahr sind, hält es sich mit der Freundlichkeit sehr in Grenzen.

viele Grüße
grilla

Hi,

bei uns auf dem Dorf funktioniert das wunderbar problemfrei:

* Was stört beim Einkauf?

Nachdem ich bei meinen beiden Lieblingsbäckereien eine Dauerbestellung laufen habe (einer Samstag, einer Sonntag), gibt es keine Probleme mehr. Selbst wenn ich erst kurz vor Ladenschluss komme, liegen meine Sachen für mich bereit.

* Wie schaut es aus mit der Hygiene?

Bei uns in beiden Läden wunderbar.

* Wie sieht es aus mit den Wartezeiten, die durch Auffüllen
der Ware morgens und Putzen am Abend verursacht werden?

Gibt es nicht. Während der Öffnungszeit sorgt ein „Bäcker“ für Nachschub, während das Verkaufspersonal verkauft. Nix anderes. Schlimmstenfalls muss man mal 5 Minuten warten, bis der Ofen fertig ist, weil jemand vorher für sein gesamtes Viertel eingekauft hat, kommt aber so gut wie nicht vor. (Und, wie gesagt, mit meiner Dauerbestellung muss ich sowieso nicht warten). Geputzt wird nach Ladenschluss.

* Wie steht’s mit der Freundlichkeit?

Mit der hapert’s gewaltig. Aber nicht bei den Verkäufern, sondern bei der Kundschaft. Ich rege mich jedes Wochenende erneut drüber auf, dass 90% der Kunden weder „Guten Morgen“ noch Bitte und Danke sagen können. Die übliche Antwort auf ein freundliches „Guten Morgen, was darf’s denn sein?“ ist ein gebelltes „Vier Semmeln, drei Brez’n“. Das Geld wird wortlos auf die Theke geknallt und man rauscht grußlos aus dem Laden. Selbst Kinder. Und da redet irgendjemand von Servicewüste…

Gruß
Feanor

Hallo Burkhard,

mich stört bei den Bäckereien, die einigermaßen in Reichweite sind, dass ich mich jedesmal entscheiden muss zwischen:

Bäckerei A: Spitzenqualität der Produkte, egal was man kauft, immer optimal frisch und schmeckt hervorragend, aber: Service katstrophal, Bedienungen (vorallem die Inhaberin) unfreundlich bis pampig, Vorbestellungen werden grundsätzlich nicht angenommen.

Bäckerei B: Produkte so naja, Semmeln sind schon mal etwas strohig, aber: freundlicher Service, nettes Personal, Sonderwünsche und Vorbestellungen werden, soweit möglich gerne erfüllt.

Bäckereikette C: Produkte mäßig (vor Ort werden Teiglinge aus der Fabrik fertiggebacken), aber: als einzige Sonntags offen, dann allerdings schon ab 10 Uhr ausverkauft (wäre ja kein Problem noch ein paar Teiglinge in den Ofen zu schieben, aber offenbar hat das Personal sein Arbeits/Umsatz-Soll schon erfüllt).

Was tun?
Nun, meistens entscheide ich mich dann doch für A (deren am Samstag gekauftes Brot auch am Sonntag noch genießbar ist, womit ich mir nicht nur B, sondern gleich auch noch C erspart habe). Wenn allerdings (ausnahmsweise) meine Freundin einkaufen geht, landet sie grundsätzlich bei B (A zu betreten weigert sie sich standhaft) - was dann bedeutet, dass ich sonntags zwei Stunden früher aufstehe um bei C zwar qualitativ minderwertige, aber wenigsten frische Semmeln zu bekommen.

Naja, könnte ja alles noch viel schlimmer kommen…

Gruß
Werner

Hallo,

ich finde, du reagierst ziemlich ungerecht.

Es passiert mir aber zu rund 50% meiner Besuche dort, dass um
17:30 Uhr keine Brötchen mehr da sind. Ich frage mich dann
immer: warum steht da draußen Bäckerei dran, wenn sie keine
Brötchen verkaufen?

Haben sie gar keine Backwaren, auch zu anderen Zeiten nicht?

IMHO liegt es an der Faulheit der Bäckereifachverkäuferinnen
bzw. an deren mangelndem Organisationstalent.

Da muss ich vehement widersprechen. Da ich in einer Tankstelle mit Backshop jobbe, kann ich aus eigener Erfahrung sprechen. Das hat nichts mit Faulheit zu tun, sondern damit, dass man vom Chef saublöd angemacht wird, wenn man zuviel vorbereitet und dann - wenn mal weniger geht - eben auch zuviel (für den Geschmack des Chefs) wegschmeißen muss. Dann darf man sich noch anhören, wie viel Geld man von seinen Chefs damit in den Sand setzt - anders herum, ist zu wenig da, wird man auch (vom Chef!) angemotzt, dass man sich da eben mehr drum kümmern muss.

Brötchen werden nicht immer gleichmäßig viel gekauft. Mal werden abends (fürs Abendbrot) bei uns 20-30 Brötchen gekauft, manchmal kein einziges. Manchmal gehen am Sonntag 120 Brötchen weg, manchmal bestenfalls 30. Und da kommen die Kunden auch nicht immer so, dass man idealerweise 20-30 Stück vorrätig backen kann (die Backzeit beträgt bei uns ca. 15min plus Vorheizphase des Backofens, also ca. 25-30min - wer wartet so lange auf Brötchen?). An einem Sonntag wurde nach 9.30 Uhr kein Brötchen mehr gekauft, an einem anderen dafür kamen noch Kunden bis Mittag, um Brötchen zu kaufen. Da das so schwankt, kann man eben nicht immer die beste Stückzahl vorbereiten.

Im Einzelhandel ist es außerdem so, dass man oft nur für die vereinbarte Arbeitszeit bezahlt wird - und die richtet sich nach den Öffnungszeiten. Arbeitet man länger, so arbeitet man entgeltlos und wer will das schon?

Viele Grüße
Manor / Susanne

* Wie sieht es aus mit den Wartezeiten, die durch Auffüllen
der Ware morgens und Putzen am Abend verursacht werden?

Ich frage mich, ob man als Verkäuferin das Nachfüllen der
Brötchen nicht eine Minute unterbrechen kann um schnell die
zwei Kunden zu bedienen.

Die Frage ist dann, ob es wirklich nur „schnell die zwei Kunden“ bleiben oder ob dann nicht noch schnell mehr kommen und der Backshop dann chaotisch ausschaut.

Hi Burkhard,

* Was stört beim Einkauf?

da ich eigentlich nur Samstags Semmeln einkaufe, stört mich, daß bereits ab 10.00-10:30 alle Semmeln ausverkauft sind. Dies nicht nur bei der Hofpfisterei in MUC sondern auch Müller. Beides sind regionale große Ketten. Die PLanung erscheint doch ziemlich mieserabel, da es jeden! Samstag so ist.

* Wie schaut es aus mit der Hygiene?

Gut

* Wie sieht es aus mit den Wartezeiten, die durch Auffüllen
der Ware morgens und Putzen am Abend verursacht werden?

Keine, nur die Hofpfisterei ist immer voll und daher gibt es lange Wartezeiten.

* Wie steht’s mit der Freundlichkeit?

Immer ganz gut.

Was mich aber am meisten stört sind die Preise. Am Bsp. einer Butterbrezn sei dies erläutert. Vor drei Jahren hat eine solche zwischen 70 und 80 Pf. gekostet. Heute mit Euro kostet eine mindestens 90 Cent. Ich habe in München Innenstadt keine einzige Bäckerei gefunden, wo sie billiger sind, eher noch teurer Richtung 1€. Das halte ich für eine solche Schweinerei, daß ich tatsächlich seit dem keine einzige mehr gekauft habe. Sogar eine normale Brezn kostet inzwischen ca. 45 Cent. Ich finde das eine solche Unverschämtheit und ich bin wahrlich nicht preissensitiv, …

Gruß
Falckus

Hallo Burkhard,

Hallo zusammen,

ich beschäftige mich gerade mit der Frage, welche Erwartungen
Verbraucher an ihre Bäckerei-Filialen haben. Für Hinweise aus
der Praxis wäre ich sehr dankbar.

* Was stört beim Einkauf?

Das Einkaufen. :smile: Bzw. fände ich es natürlich viel bequemer frische Ware per Katalog oder Internet bestellen zu können und dann zu einer vereinbarten Zeit geliefert zu bekommen. Besonders am Wochenende wirklich Wochenende zu haben und einfach nicht noch Zeit und Nerven beim Einkaufen verlieren zu müssen, fände ich die Lebensqualität und Lebensquantität sehr steigernd. Da es auch immer mehr ältere Menschen geben wird, die dennoch möglichst lange mobil bleiben wollen, stellt sich für mich schon die Frage, wann wird es Lieferdienste geben, wie sie teils von manchen Märkten oder Kaufhäusern schon angeboten werden, daß Waren ab einem bestimmten Betrag X, zumeist
50 Euro, ohne Zusatzkosten, frei Haus liefern?!

Eventuell könnte man die Wartezeiten mit angenehmer und dennoch nicht aufdringlicher Hintergrundmusik verkürzen?

Eventuell könnte man je nach Lage und Ausstattung einer Bäckerei das Warten verkürzen, indem man z.B. dort auch parallel einen Kaffee trinken kann, einen Snack einnehmen kann, man müßte dann halt z.B. parallel eine Nummer ziehen (macht allerdings einen unfreundlichen Eindruck auf mich) oder man hat die Möglichkeit dort an den Thresen etwas zu lesen oder den Lottoschein auszufüllen. Derweil ich selbst ja sogut wie nie Lotto spiele. :smile:

* Wie schaut es aus mit der Hygiene?

Recht angeekelt fühle ich mich, wenn die Ware noch im Schaufenster ausliegt und die Verkäuferinnen mit dem Glasreiniger das Glas putzen. Was nutzt mir eine saubere Auslagen, wenn das Glasputzmittel dann in den Lebensmitteln steckt? Würg…

Selten aber doch tragen Verkäuferinnen Kittel die durchaus sehr verschmutzt sind. In solchen Läden kaufe ich nur sehr ungern bzw. oftmals nur einmalig ein. Und dann ärgere ich mich über mich selbst, überhaupt was dort gekauft zu haben.

Eine frühere Freundin arbeitet seit abgebrochenem Schulabschluß in einer Bäckerei. Sie erzählte mir, daß sie öfter teils bei manchen Gebäckteilen die Spitze abbeißen würde, und dann die Ware wieder ins Regal so stellen würde. Nun, zu dem Zeitpunkt war sie noch 16, 17… Sie erzählte mir auch, daß wenn Ware runterfällt, diese zwar weggelegt wird, doch wenn der Kunde weg ist, wird die Ware wieder zur anderen Verkaufsware gelegt. Selbst habe ich mich schon gewundert, weshalb teils einzelne Semmeln in den Korb mit den anderen Semmeln geworfen wurden. :smile:

Im Großen und Ganzen fällt mir in Deutschland hier weniger mangelnde Hygiene auf. Als ich mal kurz vor der Wende in Leipzig in einem Supermarkt eine Getränkeflasche fallen ließ und eine Verkäuferin kam um die Scherben und die Flüssigkeit aufzuwischen, kam unter dem fast schwarzen Boden auf einmal ein hellgrauer oder gar weißer Boden zum Vorschein. :smile:) Igitt!!!

Ich würde mir in Bäckereien schon wünschen, daß die Verkäuferinnen Handschuhe tragen. Woher weiß ich wo sie davor mit ihren Fingern waren? Toilette? Nase? Spülbecken?.. Selbst wenn dies alles nicht, der Mensch schwitzt auch, und mir persönlich sind von daher saubere Finger schon ein Bedürfnis. Doch in der Regel unterdrücke ich diesen Wunsch, sonst wäre ich beim Kauf von offenen Nahrungsmitteln nur noch angeekelt.

* Wie sieht es aus mit den Wartezeiten, die durch Auffüllen
der Ware morgens und Putzen am Abend verursacht werden?

Das ist ein Übel das man in Kauf nehmen muß. Teils nervt es zwar, doch da man nichts daran ändern kann bzw. meint, daran nichts ändern zu können, sollte man sich einfach die Zeit für sich vergnüglich gestalten. Vielleicht kann man Pläne gedanklich schmieden, Vokabeln lernen, Gedichte lesen, Entspannungsübungen machen, Beckenbodengymnastik… Ich sage nicht, daß ich es tue, doch wieviel Zeit vergeuden wir allesamt beim Warten. Ist doch schade!

Natürlich wäre es kundenfreundlicher, wenn die Ware vor der Geschäftsöffnung aufgefüllt werden würde und teils finde ich es auch ärgerlich, wenn ich fünf Minuten vor Geschäftsschluß oder manchmal schaffe ich es auch eine Viertelstunde vor Geschäftsschluß teils die Ware nicht nur schon ausverkauft ist, sondern schon auf dem Wagen liegt und im Abtransport begriffen ist, falls sie nicht schon teils abstransportiert worden ist.

Verständlicherweise will auch das Verkaufspersonal Feierabend haben. Doch da hier eh wohl Schichten gefahren werden, sehe ich das mal ganz egoistisch aus Käufersicht. Solange die Öffnungszeiten sind, sollte keine Ware aufgefüllt bzw. weggepackt werden.

* Wie steht’s mit der Freundlichkeit?

Die Freundlichkeit ist von Geschäft zu Geschäft unterschiedlich. Doch grundsätzlich gilt auch: so wie es in den Wald hineinruft, so schallt es heraus. Die meisten Kunden nehmen den Menschen an der Kasse, den Menschen der sie bedient, als Mensch doch gar nicht wahr. Wäre dort ein seelenloser Scanner, wäre es dasselbe. Sogesehen kann ich schon verstehen, wenn Menschen hinter den Thresen auch ihren Frust schieben, neben all den persönlichen Geschichten die sie noch am Laufen haben. Sogesehen kann jeder sich nur um etwas Miteinander und Freundlichkeit bemühen. Ein kleiner Witz, eine kleine freundliche Bemerkung tut nicht weh, und hebt allgemein die Stimmung. Die Lebensspanne ist dieselbe, ob man sie lachend oder weinend verbringt. :smile:

Sicherlich wäre es verkaufsfördernd würden die Verkäufer verkaufpsychologisch besser geschult werden bzw. würden sie ihren Job auch gerne machen. Ich kaufe lieber von einem Menschen, der einen zufriedenen und ausgeglichenen Eindruck auf mich macht als jemand den ich als Mensch gar nicht oder eher frustriert wahrnehme. Selbst wenn es sich „nur“ um lebensnotwendige Lebensmittel handelt. Ich bin zutiefst davon überzeugt, daß wenn jemand mir vermittelt, daß just jenes Brot, auch wenn es 2 Euro teurer ist, besser für meine Verdauung ist, und der Mensch authentisch rüberkommt, ich dieses Mehr auch bezahlen würde, würde ich meinen es tut mir tatsächlich gut. Doch wie gesagt, ich müßte das Echte auch fühlen. Der trügerische Schein würde früher oder später, auch wenn man damit eine Weile Kohle machen kann, doch auffliegen. Das heißt, der Verkäufer müßte neben einem guten Geschäftssinn vorrangig für mich mit Menschlichkeit ausgestattet sein. Natürlich kann ich als gnadenloser Verkäufer jedem ein Brot verkaufen, doch wenn ich weiß, daß Menschen mit empfindlichem Magen Sauerteig nicht guttut, dann empfehle ich doch das nicht. Schließlich würde mir das Wohl der Menschen am Herzen liegen bzw. parallel auch mittel- bzw. langfristig eine Kundenbindung.

Ich gehe nach Möglichkeit schon am Freitag Einkaufen. Zur Not kann ich auch sonntags mir frische Brötchen in einer Bäckerei holen. Und die Brötchen von „Coppenrath und Wiese“ finde ich gar nicht so schlecht. :smile:) Eingekauft wird wo ich gerade unterwegs bin, nach Möglichkeit in einer Hofpfisterei-Filiale oder bei einem Vollcorner. Doch in einer Großstadt lebend, präferiere ich keine einzelne Bäckerei, sondern kaufe dort ein, wo ich mich gerade aufhalte, versuche nur vorzugsweise bestimmte Filialen aufzusuchen.

Viel Spaß beim samstäglichen
Brötchen(Semmeln-/Schrippen-/Rundstück-)kauf wünscht

Burkhard

Ciao,
Romana

Dazu gibt es sogar ein Checkprogramm für Bäckereifilialen
nennt sich Storecheck und ist ein Kundenorientierungsprogramm

Rolf Kathagen

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