Hi,
mein Mann überlegt sich, in einen Vertrieb einzusteigen, ist sich aber nicht sicher, ob der Verdienst angemessen ist oder ob sich da die Vertriebszentrale (Direktvertrieb) bereichert. Die Artikel kosten etwa 1000 DM für den Endverbraucher. Er würde beim Verkauf 200 DM verdienen und kann auf maximal 250 DM aufsteigen. Er vermutet, dass die Zentrale mindestens ebensoviel an jedem Verkauf verdient, aber er weiss es nicht. Das Ganze hat sich jetzt sehr kurzfristig ergeben und er möchte/muss sich bis zum Wochenende entscheiden. Kennt sich jemand aus? Was wäre eine angemessene „Aufteilung“ des Verdienstes zwischen Endverkäufer und Vertriebszentrale? Ist das Maximum von 25 % nicht ein bißchen mager? Über baldige Antworten wären wir dankbar.
Tschau,
Kari
Hallo Kari,
leider schreibst Du nicht, um was für ein Produkt es sich handelt oder wer die Zielgruppe ist (Endverbraucher, Handel oder Industrie). Somit kann man keine Aussagen treffen, ob die 200 DM Provision viel oder wenig ist.
Grüße
Thomas
Hi Karin,
Wenn er es Vollzeit machen will, braucht er als Selbstständiger mindestens 100.000 DM Provision im Jahr (am Besten zzgl. MwSt.). Bei 250 DM / Stück ca. 220 - 250 Arbeitstagen im Jahr (je nach Urlaub usw.)
macht das knapp 2 Stück am Tag, die er verkaufen muß. Da Du leider nicht schreibst, um was es sich handelt, kann ich nicht einschätzen, ob das realistisch ist.
Weiterhin hängt es davon ab, wieviel die Verkaufszentrale für ihn macht (übernimmt sie Werbung, sonstige Unterstützung, Schulungen, Call-Center usw. ?).
Grüsse
Sven
generell ist Vorsicht bei solchen Systemen geboten. Es gibt da viel Schwindel! Ich kenne die Branche etwas und habe mir auch schon einige Systeme angesehen und alle für mich abgelehnt (als Existenzgründungsberater sollte man Bescheid wissen).
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Hi Sven
Wenn er es Vollzeit machen will,
nein, er sammelt eher Jobs und macht es auf Teilzeit; ist glaube ich auch nicht als Vollzeitjob gedacht.
braucht
er als Selbstständiger mindestens 100.000
DM Provision im Jahr (am Besten zzgl.
MwSt.). Bei 250 DM / Stück ca. 220 - 250
Arbeitstagen im Jahr (je nach Urlaub
usw.)
macht das knapp 2 Stück am Tag, die er
verkaufen muß. Da Du leider nicht
schreibst, um was es sich handelt, kann
ich nicht einschätzen, ob das realistisch
ist.
Es geht da um irgendeine Computersache, Hardware glaube ich (ich versteh doch nichts davon…)
Weiterhin hängt es davon ab, wieviel die
Verkaufszentrale für ihn macht (übernimmt
sie Werbung, sonstige Unterstützung,
Schulungen, Call-Center usw. ?).
Es gibt wohl alle paar Monate mal einen Fortbildungsabend. Für Werbung muss er selbst sorgen, auch das Werbematerial ist nicht kostenlos. Ein halber Tag „Ausbildung“ ist anscheinend dabei. Ansonsten ist es so, dass er die Produkte vermittelt, aber mit der Abwicklung (Bezahlung, versenden usw.)angeblich nichts mehr zu tun hat, er gibt nur Bestellungen weiter. Mit der Zentrale hat er dann, glaube ich, ansonsten nur noch zu tun, wenn er selber irgendwelche Fragen hat.
Genügen diese Infos? Ein knapper Tag ist noch Zeit…
Danke für deine Antwort.
Kari
Hallo Thomas,
leider schreibst Du nicht, um was für ein
Produkt es sich handelt oder wer die
Zielgruppe ist (Endverbraucher, Handel
oder Industrie). Somit kann man keine
Aussagen treffen, ob die 200 DM Provision
viel oder wenig ist.
wie oben schon gesagt, ist es irgendeine Computer-Hardware, soweit ich das kapiert habe, und zwar für den Endverbraucher. Hilft das weiter?
Danke für deine Antwort.
Kari
Hallo Klaus,
generell ist Vorsicht bei solchen
Systemen geboten. Es gibt da viel
Schwindel! Ich kenne die Branche etwas
und habe mir auch schon einige Systeme
angesehen und alle für mich abgelehnt
(als Existenzgründungsberater sollte man
Bescheid wissen).
das ist es ja, was wir befürchten!! Es wäre sehr, sehr nett von dir, wenn du ein bisschen ausführen könntest, was das bedeutet, also z.B. wie der „Schwindel“ z.B. aussehen könnte. Wie erkennen wir, ob es seriös ist oder nicht?
Vielen Dank,
Kari
Hi Karin,
nein, er sammelt eher Jobs und macht es
auf Teilzeit; ist glaube ich auch nicht
als Vollzeitjob gedacht.
Also braucht er mindestens soviel Umsatz, wie die Werbekosten (einmalig ?) und Fahrerei usw. ausmachen. Dringend mal überschlägig ausrechnen !!!
Es geht da um irgendeine Computersache,
Hardware glaube ich (ich versteh doch
nichts davon…)
Gott sei Dank wenigstens keine Versicherungen…
Es gibt wohl alle paar Monate mal einen
Fortbildungsabend.
Für Werbung muss er selbst sorgen, auch das Werbematerial ist nicht kostenlos.
Dringend vorher nachfragen, wieviel das kostet und in die Überlegungen mit einbeziehen (siehe oben) !!!
Ein halber Tag „Ausbildung“
ist anscheinend dabei.
Klingt ja nicht gerade nach „fundierter Fachkenntnis“ mit der man da auf den Kunden losgelassen wird…
…ich hoffe, Dein Mann besitzt jetzt schon gute EDV-Kenntnisse, sonst blamiert er sich beim Kunden aber gewaltig.
Ansonsten ist es so, dass er die Produkte
vermittelt, aber mit der Abwicklung
(Bezahlung, versenden usw.)angeblich
nichts mehr zu tun hat, er gibt nur
Bestellungen weiter.
Hier stellt sich die Frage, ob die Bestellungen auf seinen Namen oder auf die Firma laufen.
Laufen sie auf seinen Namen => er haftet dafür und ist auch für den Umsatz und Reklamationen verantwortlich.
Geht die Bestellung direkt an die Firma (und auf den Namen der Firma !!!), dann hat er als Handelsvertreter nur eine Provision =>deutlich weniger Verantwortung.
Mit der Zentrale hat er dann, glaube ich,
ansonsten nur noch zu tun, wenn er selber irgendwelche Fragen hat.
Klingt nicht gerade nach seriöser Betreuung von freien Mitarbeitern.
Genügen diese Infos? Ein knapper Tag ist
noch Zeit…
Lasst Euch ja nicht unter Zeitdruck setzen. Wenn die Firma an Deinem Mann wirklich interessiert ist (Fachkompetenz, guter Verkäufer usw.), dann wird sie auch noch einen oder mehrere weitere(n) Tag(e) warten, ansonsten geht es nur darum, dass Ihr schnell unterschreibt und für die „Werbeunterlagen“ bezahlt. Hinterher kriegt Ihr das Zeug nicht los und bleibt auf den Kosten sitzen.
=> unbedingt prüfen, wieviel Ihr verkaufen müsst, bis Ihr die (von Euch vorinvestierten) Kosten wieder hereinbekommt (wieviele potentielle Kunden kennt Ihr jetzt schon ???, wie hoch schätzt Ihr das Potential ein ???).
Allgemein zur Hardware-Branche:
Einzelhändler können auf Hardware nur ca. 15 - 25 % beaufschlagen, da der Markt sehr unter Preisdruck steht. Bei 1.000 DM Verkaufspreis entspricht das ca. 800 DM Einkaufspreis => 200 DM Provision wären da schon in Ordnung. Vorausgesetzt, Dein Mann muß nicht im Voraus eine bestimmte Menge abnehmen
Kein Einkaufspreis fuer Verkäufer??
Hi Sven,
vielen Dank fuer deine sehr ausfuehrliche Antwort!Er wird es jetzt wohl machen, es wird allerdings wohl einige Monate dauern, bis er sagen kann, wie es laeuft, nehme ich an. Uebrigens laufen die Bestellungen auf die Firma. Das ist uns auch angenehmer.
Eins habe ich noch vergessen: Das Teil, das er zum vorführen dabei hätte, muss er zum ganz normalen Preis selbst bezahlen. Wir dachten eigentlich, Einkaufspreis müßte schon drin sein, oder? Gibt es irgendeinen reellen Grund, warum ein Vertreter das Vorfuehrprodukt nicht zum Einkaufspreis bekommt??
Viele Grüße und nochmals Danke,
Kari
da läßt sich keine generelle Antwort geben. Bei mir schrillen die Alarmglocken, wenn einem der Millionärstatus in 3 Monaten versprochen wird, sei es offen oder verdeckt. Wenn ich zB an … denke, dann frage ich mich, bei der Übersättigung von Werbern, wie das noch gehen soll. Ähnlich bei den anderen, als seriös bekannten Firmen (amway, avon usw.). Bei newcomern ist größte Vorsicht geboten. Aber einen Tip hätte ich: Redet mit der Verbraucherzentrale. Dort kommen nämlich die Beschwerden an und meist kennen sie diese „Vereine zur versprochenen schnellen Mark“. Das mag vielleicht ein paar Mark kosten, aber immer noch billiger als eine Pleite auf voller Länge.
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Hallo Karin,
ich habe das Wochenende irgendwie verschlafen - tut mir leid…
Sven hat weiter oben eigentlich alles gesagt.
Grüße
Thomas
Hi Karin,
Gibt es irgendeinen reellen Grund, warum
ein Vertreter das Vorfuehrprodukt nicht zum
Einkaufspreis bekommt??
Na ja, die Firma könnte wenigstens einen Rabatt gewähren. Würde sie es allerdings zum Einkaufspreis verkaufen, dann würden sie drauflegen, da ihr eigener Aufwand (Teil beschaffen) auch irgendwie vergütet werden muss. Da die Firma die Ausstattung ihrer Vertreter nicht als Werbemassnahmen ansieht, bleibt mir nur der Verdacht, dass angenommen wird, die meisten Verkäufer würden insgesamt nur 1 Stück abnehmen, da sie keine weiteren Exemplare an den Mann bringen. Oder die Firma verkauft ausschließlich an Vertreter (evtl. keine weiteren Kunden vorhanden ?)
Grüsse
Sven
P.S.: Trotzdem: viel Glück !!!
Danke an alle!
Hi!
Mein Mann hat sich dafür entschieden, und eure Beiträge haben uns geholfen, hier und da genauer hinzugucken. Vielen Dank an alle, die hier geholfen haben!
Kari