Gestaltung von Ebay-Auktionen

Hallo, liebe Handelsexperten und -/innen,

ich habe ein kleines Problem. Ich versuche gerade mich mit dem Handel mit Restposten-Textilwaren selbständig zu machen und aller Anfang ist schwer ;-/.

Ich hatte bislang nur Ausgaben, aber noch soviel wie keinen Umsatz. Da ich mir ein Ladengeschäft in zentraler Lage mit im Moment nicht leisten kann, habe ich nur ein kleines Geschäftchen in einem Wohngebiet. Mit viel Laufkundschaft ist da leider nicht. Neben den Gängen zu den Flohmärkten versuche ich, meine Ware bei Ebay abzusetzen. Jedoch blieben meine ersten Angebote fast durch die Bank ohne Gebot, obwohl es sich um erstklassige Ware handelt und ich den Einstiegspreis sehr weit unten angesetzt habe (Beispiel: http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?ViewItem&categor…).

Natürlich ist mir bekannt, dass Käufer sich bei neuen Verkäufern, die noch keine oder sehr wenig gute Bewertungen erhalten haben, ohnehin mehr zurückhalten. Aber vielleicht mache ich ja auch bei der Gestaltung der Auktionen vermeidbare Fehler. Könntet ihr mir vielleicht Tipps geben, wie ich es - ohne immensen Zeitaufwand je Artikel - besser und ansprechender für potentielle Kunden machen könnte?

Danke für eure Bemühungen und eure Tipps!
Malek

Über die Gestaltung von Auktionen und eBay im allgemeinen kann man Bücher schreiben…

Wir sind seit 1999 bei eBay dabei und seit einiger Zeit „Powerseller“:

Guck doch erstmal ein bischen in die verschiedenen eBay Foren (unter Gemeinschaft) - dort findest du viel Infos zu Auktionsgestaltung usw.
Dein Bewertungsprofil kannst du natürlich erstmal ein bischen „anfüttern“ indem du selber einkaufst.

Textilien scheinen bei eBay zur Zeit sehr undankbar zu sein. Ist einfach überlaufen und die Preise sind im Keller. Such dir lieber ein anderes Produkt wenn du nicht bei Textilien Superquellen hast.

Ein ewiges Thema ist die Preisfindung bei eBay. Hochgeboten wird in letzter Zeit immer weniger. Erstaunlicherweise wird der gleiche Artikel häufig bei höheren Einstellpreisen BESSER verkauft als bei niedrigen Preisen. Stell den Rock mal für 19,- Euro ein und guck was passiert…

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Hallo,

was nichts (oder wenig) kostet, taugt auch nichts. Man kann gerne mit den Preisen auf dem Teppich bleiben, aber zu billig rückt die hochwertige Kleidung in die Nähe minderwerter Grabbeltisch-Ware, die nur durch Verschleudern an den Mann oder die Frau zu bringen ist. Mit deutlich höheren Einstiegspreisen und „sofort kaufen“ zu einem noch günstigen, aber angemessenen Preis rückst Du Deine Ware weit weg vom Restposten-Image. Von diesem Geruch würde ich mich trennen, wenn es sich tatsächlich um Neuware handelt.

Für entscheidend halte ich die Präsentation der Ware. In einem Ladengeschäft kann anprobiert und befummelt werden. Ein Bild muß das Kleidungsstück wenigstens am Körper zeigen. Dafür eignet sich vielleicht Deine Frau/Freundin, aber auch eine Schaufensterpuppe.

Ich würde das Einzelangebot vermeiden und falls man es trotzdem macht, würde ich das Angebot in den größeren Zusammenhang eines Gesamtangebotes stellen. Über ebay kann man m. W. eine Art Shop einrichten, Du könntest aber auch eine eigene Webseite gestalten und bei ebay einen Link setzen.

Z. B. mit dem Rock ist eine Frau nicht vollständig gekleidet und mancher Interessentin fällt es u. U. schwer, sich vorszustellen, mit welchen Sachen sich der Rock kombinieren läßt. Präsentiere den Rock also mit passender Bluse, passendem Schal und passendem Gürtel. Überhaupt Accessoires: Auf Schmuckstücke und allerlei dekorativen Kleinkram solltest Du in der Fotopräsentaion nicht verzichten. Es muß zwar klar sein, was Gegenstand der ebay-Auktion ist, aber das kann man deutlich schreiben. Zum Deinem Angebot sollten aber auch Modeschmucksachen von Broschen bis zu poppigen Uhren gehören. Wenn Du auf Märkten unterwegs bist, kennst Du vielleicht Anbieter, die hübsche Sachen sogar selbst herstellen. Dann nimmst Du die Sachen in Kommission oder kaufst sie nach Bedarf zu und bietest sie online im eigenen Shop oder bei Ebay mit an.

Also: Weg vom Restpostenmarkt (Restposten = billig und von billig kann man schlecht leben) und hin zu einem Angebot, das den Eindruck vermittelt, als sei es rund und komplett.

Kaum irgendwo anders wird mehr auf Image und Präsentation geachtet als im Textilgeschäft. Was einmal beim Billigheimer liegt, kann man dort nur noch verramschen. Die ansprechende Präsentation in geschmackvoller Kombination mit anderen Kleidungsstücken oder Zubehör macht aus dem billigen Stück ein edles Teil, mit dem sich Frau gerne zeigt.

Mehr als Phantasie kosten Dich die Veränderungen nicht.

Gruß
Wolfgang

hallo,
die vorschreiber haben es schon angedeutet - die verpackung macht es!
wir haben kuerzlich 4 identische monitore mit folgenden beschreibungen im ebay eingestellt- der beschreibende text und das bild waren identisch:

  1. hp a4576a momitor
  2. erstklassiger 21’’ markenmonitor
  3. 21’-zoeller fuer cad/cam-profis
  4. ostergeschenk fuer deine augen

die variante 4 ergab 25% mehr zugriff als 2 und 3, 40% mehr als 1. und der verkaufspreis lag bei 4. DEUTLICH ueber den anderen…

frag mich nicht, warum es so ist… es ist halt so…
gruss
khs

Kurz: Ein Bild sagt mehr als tausend Worte!

Gruß
Falke

Für mich als Kunde ist es auch immer ganz wichtig die Versandkosten genau zu wissen.
Kürzlich habe ich ein Taschenbuch für 5 Euro ersteigert ohne vorher nach den Portokosten zu fragen. Die gute Dame wollte dann 6 Euro Versandkosten haben!!! Ich konnte mich aber noch mit ihr einigen.
Also ohne genaue Angaben werde ich nie mehr was ersteigern.
Gruß
Karina