Verkäufer-Kunden-Symmetrie

Hallo zusammen,

kennt irgend jemand von euch eine Studie, die belegt, dass sich im Einzelhandel jüngere Kunden lieber von jüngeren Verkäufern/innen, ältere lieber von älteren bedienen lassen?

In welchen Branchen ist das besonders wichtig?

In welchen Branchen ist möglicherweise ein asymmetrisches Altersverhältnis hilfreich (z.B. jüngere Verkäuferin bedient älteren Herrn in der Herrenoberbekleidung; ältere Verkäuferin berät jüngere Kundin bei der Auswahl von Elektro-Haushaltsgeräten)?

Auch Meinungen zu diesem Thema würden mich interessieren.

„Danke im voraus“ sagt

Burkhard

Hallo zusammen,

kennt irgend jemand von euch eine Studie, die belegt, dass
sich im Einzelhandel jüngere Kunden lieber von jüngeren
Verkäufern/innen, ältere lieber von älteren bedienen

lassen?

Eine Studie leider nicht, außer meiner persönlichen Erfahrungen.
Zunächst: Ich habe mein Stammgeschäft für (Ober-) bekleidung. Da möchte ich ehrlich gesagt nicht von der 60-jährigen Padronin bedient werden, sondern von einer kompetenten jungen Verkäuferin, der naturgemäß Modetrends und Ins und Outs näher stehend sein dürften. So verhält sich das bei mir z.B. auch mit dem Friseur.

In welchen Branchen ist das besonders wichtig?

In eigentlich allen, außer vielleicht beim Gynäkologen, wo etliche Frauen Vorbehalte gegen andersgeschlechtliche Mediziner gleich welchen Alters hegen. Hingestellt, ob diese Vorbehalte nun Berechtigung haben oder nicht.

In welchen Branchen ist möglicherweise ein asymmetrisches
Altersverhältnis
hilfreich (z.B. jüngere Verkäuferin
bedient älteren Herrn in der Herrenoberbekleidung; ältere
Verkäuferin berät jüngere Kundin bei der Auswahl von
Elektro-Haushaltsgeräten)?

Sind Herrn die Kunden, ist eine junge Verkäuferin mit möglichst dekorativen körperlichen Ausstattungsmerkmalen sowie deren geschmackvoller Hervorgebung stets umsatzdienlich. Egal, ob die eigentliche Kaufabsicht einer Krawatte, einem Wäschetrockner oder einer Schachtel Zigaretten gilt.

Anders herum gehen junge Mädchen / Frauen lieber zu einem jungen Mann, der Verkäufer ist, als zu einem alten Zausel. Flirten gehört manchmal zum Marketing. Auch bei Damen mittleren Alters ist dieses zu beobachten.

Sex sales, wussten schon die alten Wikinger.

Auch Meinungen zu diesem Thema würden mich interessieren.

„Danke im voraus“ sagt

Burkhard

Ich weiß nicht ob ich dir helfen konnte, aber mein Mitteilungsdrang überwältigte mich schier :smile:

Gruß
HM

Hi,

da ja auch Meinungen gefragt sind:

  • ich verlasse mich nicht auf die Kompetenz des Verkäufers, denn dieser soll verkaufen und gerade im Einzelhandel steht der Einzelabschluss oft vor der ggf. langfristigen Kundenzufriedenheit.
    Daher eigne ich mir die nötigen Kenntnisse im WWW u.ä. Quelle an, frage über Foren Nutzer des Produkts über ihre Erfahrungen etc.
  • ist die Kompetenz des Verkäufers als Argument ausgeschaltet, zählt nurmehr das Auftreten des Verkäufers (freundlich/unfreundlich, geht auf Kunde ein/ versucht agressiv weitere Produkte zu verkaufen, kompetent/ahnungslos…).
    Das Alter spielt da eine völlig nebensächliche Rolle. Wenn eine schlampige oder unfreundliche Verkaufskraft mich bedient, werde ich das vorher gewählte Produkt sicher eher wo anders kaufen.

Sicher gibt es aber Bereiche, wo es nicht als „trendy“ gilt, alt zu sein, wie z.B. Jugendbekleidung.

Nicht zu vergessen das Auftreten des Unternehmens (welches Preis-Leistungsverhältnis oder auch unangenehm offensiv zur Schau gestellte Sicherheitsmaßnahmen).

Andreas

Hi,

da ja auch Meinungen gefragt sind:

  • ich verlasse mich nicht auf die Kompetenz des Verkäufers,
    denn dieser soll verkaufen und gerade im Einzelhandel
    steht der Einzelabschluss oft vor der ggf. langfristigen
    Kundenzufriedenheit.

das ist eine der größten SCH…hausparolen, die in deutschen Kundenhirnen rumtoben.

Daher eigne ich mir die nötigen Kenntnisse im WWW u.ä. Quelle
an, frage über Foren Nutzer des Produkts über ihre Erfahrungen
etc.

Und frage hinterher im Forum, auf welcher Rechtsgrundlage ich die Ware zurückgeben darf, weil ich mich vertan habe.

  • ist die Kompetenz des Verkäufers als Argument ausgeschaltet,
    zählt nurmehr das Auftreten des Verkäufers
    (freundlich/unfreundlich, geht auf Kunde ein/ versucht
    agressiv weitere Produkte zu verkaufen,
    kompetent/ahnungslos…).

Wenn man bereit ist qualität zu bezahlen, erhält man auch welche. Für alle anderen gibt es EBAY.

Das Alter spielt da eine völlig nebensächliche Rolle. Wenn
eine schlampige oder unfreundliche Verkaufskraft mich bedient,
werde ich das vorher gewählte Produkt sicher eher wo anders
kaufen.

Bitte führe den Nachweis, wo du solche Verkäufer antriffst.

Sicher gibt es aber Bereiche, wo es nicht als „trendy“ gilt,
alt zu sein, wie z.B. Jugendbekleidung.

Falsch, zu Jugendbekleidung zählt auch schon die Kinder ausstattung im bekleidungsbereich und gerade dort wird älteres mit Kindern und jugendlichen erfahrenes Personal von Kunden sehr gesdhätzt.

Nicht zu vergessen das Auftreten des Unternehmens (welches
Preis-Leistungsverhältnis oder auch unangenehm offensiv zur
Schau gestellte Sicherheitsmaßnahmen).

Andres King of Proll, danke alle einzelhändler verzichten gerne auf deinen Einkauf.

*würg*
winkel

Hallo zusammen,

kennt irgend jemand von euch eine Studie, die belegt, dass
sich im Einzelhandel jüngere Kunden lieber von jüngeren
Verkäufern/innen, ältere lieber von älteren bedienen

lassen?

Hallo Burkhard, kannst du nicht ein bißchen genauer fragen, was du wissen wilst?

In welchen Branchen ist das besonders wichtig?

weißt du wieviele Branchen mit Kundenverkehr es gibt? Welche interessieren dich?

In welchen Branchen ist möglicherweise ein asymmetrisches
Altersverhältnis
hilfreich (z.B. jüngere Verkäuferin
bedient älteren Herrn in der Herrenoberbekleidung; ältere
Verkäuferin berät jüngere Kundin bei der Auswahl von
Elektro-Haushaltsgeräten)?

auf welche Prdoduktgruppen zielen deine Fragen ab? Es ist sicherlich was anderes, ob du ein Sanitätshaus mit Miederwaren für Ulcus-Kranke meinst oder die Miederwaren-Ecke im Sexshop?

Auch Meinungen zu diesem Thema würden mich interessieren.

Mich würde erstmal interssieren, was du eigentlich wissen willst.

gruss
winkel

Warenhaus
Hi Winkel,

Hintergrund meiner Frage ist die Situation im Warenhaus mit Vollsortiment. Da kommen ja die unterschiedlichsten Konstellationen vor.

Wenn ich mir z.B. dort eine hochwertige Uhr anschaue, hätte ich gern einen Experten / eine Expertin, der/die bei mir Vertrauen auslöst. Das könnte - für mich jedenfalls - ebenso gut eine gut geschulte, sowohl technisch als auch modisch versierte junge Verkäuferin sein wie ein älterer Verkäufer, der mich allerdings nicht fachchinesisch zulabern sollte, nur weil er mal Uhmacher gelernt hat.

Meine persönliche Meinung zu diesem Thema ist, dass die beiden Faktoren „fachlich korrekte Argumentation“ und „freundlicher, hilfsbereiter Umgang mit dem Kunden“ in einem ausgewogenene Verhältnis stehen sollten. Ich lege keinen besonderen Wert auf „Sex“ im Verkauf, allerdings stört es mich auch nicht, wenn eine Verkäuferin gut aussieht und Charme hat :wink:

Burkhard

Hi Winkel,

Hintergrund meiner Frage ist die Situation im Warenhaus mit
Vollsortiment. Da kommen ja die unterschiedlichsten
Konstellationen vor.

Dann schau mal einfach in eine Warenhaus. dort siehst du genau wie dei Personalleitung die „Typen“ auf die Abteilungen verteilt.

Beispiele Abt. PC und Abt. Haushaltswaren und ABt. Kindermoden und ABt. hochmodische Art. und Abt. Schuhe.

Meine persönliche Meinung zu diesem Thema ist, dass die beiden
Faktoren „fachlich korrekte Argumentation“ und „freundlicher,
hilfsbereiter Umgang mit dem Kunden“ in einem ausgewogenene
Verhältnis stehen sollten.

Das aber sind Faktoren, die nur von der Ausbildungsseite her befriedigt werden können. Und natürlich in der Folge der Einstellungs- und Einsatzpolitik des GF.

Ich lege keinen besonderen Wert auf

„Sex“ im Verkauf, allerdings stört es mich auch nicht, wenn
eine Verkäuferin gut aussieht und Charme hat :wink:

Es soll ja Branchen geben, wo „Sex“ /(was immer dazugehört) eingesetzt wird, um von den Schächen des Produktes abzulenken.

gruss
winkel

Hi

  • ich verlasse mich nicht auf die Kompetenz des Verkäufers,
    denn dieser soll verkaufen und gerade im Einzelhandel
    steht der Einzelabschluss oft vor der ggf. langfristigen
    Kundenzufriedenheit.

oha, noch nie im Einzelhandel gearbeitet oder woher beziehst du deine Meinung?

Daher eigne ich mir die nötigen Kenntnisse im WWW u.ä. Quelle
an, frage über Foren Nutzer des Produkts über ihre Erfahrungen
etc.

Und am Besten über die einschlägigen Werbebroschüren der Hersteller…

Ich lass meist meine Kunden selber ran, wenn die meinen sie hätten die Weisheit selber gefressen und das was sie ausgewählt haben ist das non-plus-ultra… und die stellen nachher fest das der grösste Sch… ist …

Sorry nix für ungut, aber so kann ich das nicht stehen lassen.

  • ist die Kompetenz des Verkäufers als Argument ausgeschaltet,
    zählt nurmehr das Auftreten des Verkäufers
    (freundlich/unfreundlich, geht auf Kunde ein/ versucht
    agressiv weitere Produkte zu verkaufen,
    kompetent/ahnungslos…).

Aha, die Kompetenz des Käufers spielt keine Rolle? :wink:

Gruss

Tim

Hallo,

ich finde es echt interessant, dass , wenn man seine Meinung schreibt, gleich mehrere darauf schreiben müssen, dass das garnicht sein könne und ja bitteschön korrigiert gehört und überhaupt…

Frei nach dem Motto „Jeder darf seine Meinung haben, Hauptsache es ist die Richtige.“

oha, noch nie im Einzelhandel gearbeitet oder woher beziehst
du deine Meinung?

zufällig arbeite ich u.a. ca. 1/4 meiner Arbeitszeit für den Einzelhandel und bin nebenbei auch dessen Kunde (aber das letztere zählt ja nicht).

Daher eigne ich mir die nötigen Kenntnisse im WWW u.ä. Quelle
an, frage über Foren Nutzer des Produkts über ihre Erfahrungen
etc.

Und am Besten über die einschlägigen Werbebroschüren der
Hersteller…

Warum, das hab ich nicht geschrieben, die schummeln ja genauso…

Ich lass meist meine Kunden selber ran, wenn die meinen sie
hätten die Weisheit selber gefressen und das was sie
ausgewählt haben ist das non-plus-ultra… und die stellen
nachher fest das der grösste Sch… ist …

…dann haben sie selber Schuld.

Sorry nix für ungut, aber so kann ich das nicht stehen lassen.

siehe ganz oben im Posting …

Aha, die Kompetenz des Käufers spielt keine Rolle? :wink:

na ja, ein kompetenter Verkäufer macht schon einen besseren Eindruck. Aber die Entscheidung, was ich kaufe, werde ich davon nicht abhängig machen, da gerade ein gut ausgebildeter und fähiger Verkäufer auch darin umfangreich geschult wird, wie er VERKAUFT, schließlich ist der dafür ja eingestellt worden.

Ich glaube, es wäre interessanter, WARUM Kunden zu einer so negativen Einschätzung des Handels kommen, anstatt zu versuchen, diese Meinung wegzudiskutieren.

Gruss

Andreas

Hallo Burkhard,

kennt irgend jemand von euch eine Studie, die belegt, dass
sich im Einzelhandel jüngere Kunden lieber von jüngeren
Verkäufern/innen, ältere lieber von älteren bedienen

lassen?

eine Studie kenne ich auch nicht, aber z.B. beim C&A kann man beobachten, dass entsprechend ihres Sortiments Verkäufer/innen in der Spanne zwischen 18 und 65 Jahren zu finden sind. Soviel ich weiß, fahren sie damit recht gut und umsatzstark.

In welchen Branchen ist das besonders wichtig?

vordergründig scheint es in der Bekleidungsbranche (Businesskleidung - Jeanshosen) wichtig zu sein. Bei anderen Warengruppen schauen Kunden nicht so sehr auf das Alter als auf die fachliche Kompetenz ihres Gegenübers. Und da hat wiederum jeder Kunde seine Vorlieben bzw. Vorurteile. Gut ist, wenn ein Geschäft sowohl Junge als auch Alte im Verkaufsteam zu bieten hat.

In welchen Branchen ist möglicherweise ein asymmetrisches
Altersverhältnis
hilfreich (z.B. jüngere Verkäuferin
bedient älteren Herrn in der Herrenoberbekleidung; ältere
Verkäuferin berät jüngere Kundin bei der Auswahl von
Elektro-Haushaltsgeräten)?

Auch das glaube ich, läßt sich nicht an der Ware festmachen. Die selbe Verkäuferin (25, blond, gut aussehend, charmant und eloquent) mag beim Sakko-Verkauf beim einen Kunden Verlegenheit und beim anderen Wohlbefinden auslösen.
Eher weiß ich von Vorbehalten gegen weibliche Verkaufskompetenz, wenn es um Ware aus der technischen Ecke geht.

In unserem Verkaufteam sind wir zwischen 18 und 63 Jahre alt, das Mittelalter (um die 40) ist am häufigsten vertreten. Da wir sehr klar umgrenzte Vorgaben haben, wie ein Verkaufsgespräch abgewickelt werden soll, und unser Wissensstand über die Ware vergleichbar ist, ist ein Vorbehalt seitens der Kunden (die ist zu jung - weiß sie überhaupt Bescheid, die ist zu alt - kann sie meinen Geschmack nachvollziehen) sehr bald ausgeräumt - so ist unsere Erfahrung und so das feedback durch Testkunden.

viele Grüße
grilla

Ich seh das wie du
Hi Grilla,

wir haben - glaube ich - schon mal auf der selben Wellenlänge gesendet. Ich sehe es wie du. Meine Frage ging halt in die Richtung, ob es irgendwo Studien zu diesem Thema gibt. Wär doch mal was für eine kleine Semesterarbeit im Bereich Handel, BWL, Marketing.

Aber mit den Niederungen des tatsächlichen Handels scheinen sich unsere Unis und Fachhochschulen ja weniger zu befassen (eine rühmliche Ausnahme kenne ich allerdings: Freie Universität Herdecke/Ruhr).

Herzlich!

Burkhard