BA-Ausbildung und dann?!

Hi folks,

gestern ist im Gespräch folgender Sachevrhalt aufgetaucht:
Man nehme einen jungen, dynamischen Menschen, der momentan eine Ausbildung an einer Berufsakademie zum Dipl-Betriebswirt, Fachrichtug Handel, durchläuft.
In ca 1 1/2 Jahren wird diese beendet sein - und dann?
Wie sehen die Erfolgs/jobmöglichkeiten aus?
Was gibt es an Weiter/Fortbildungsmaßnahmen?
Ergänzungsstudium? Auslandsaufenthalt? Anderes Studium?
Oder erst mal im Ausbildungsbetrieb bleiben und versuchen, dort Karriere zu machen?

Wäre Euch dankbar für Erfahrungsberichte, Info-Adressen im Inet und alles, was Euch einfällt!

Gruß
Gandalf

Hi Gandalf !

In aktiver Lebenshilfe/-beratung bin ich zwar nicht der König, aber ich darf Dir den Tip geben, Dich vorsorglich ca. 6 Monate vor Abschluß Deiner Ausbildung bei verschiedenen Firmen zu bewerben, die Dich interessieren.
Klappt es dann, ist alles gut. Klappt es nicht, kannst Du immer noch vorerst beim Ausbildungsbetrieb bleiben.

Solltest Du einen Auslandaufenthalt planen, dürfte das aufgrund des international relativ unbekannten BA-Abschlusses eher schwierig werden. Aber unmöglich ist nichts. Versuche es.

Ferner kannst Du ja mal Dein profil bei http://www.stepstone.de hinterlegen. Vielleicht meldet sich ja jemand direkt bei Dir.

Solltest Du nach der Ausbildung möglichst schnell etwas höher hinaus wollen, kann ich Dir ein Studium empfehlen, denn BA kennt kein Schwein und wer sie kennt, hält meist nicht viel davon…

Nicht entmutigen lassen und sein Ding sauber durchziehen führt aber so oder so zum Erfolg !

Gruß,

Mathias

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Hi folks,

gestern ist im Gespräch folgender
Sachevrhalt aufgetaucht:
Man nehme einen jungen, dynamischen
Menschen, der momentan eine

Ausbildung an

einer Berufsakademie zum
Dipl-Betriebswirt, Fachrichtug Handel,
durchläuft.
In ca 1 1/2 Jahren wird diese beendet
sein - und dann?
Wie sehen die Erfolgs/jobmöglichkeiten
aus?
Was gibt es an
Weiter/Fortbildungsmaßnahmen?
Ergänzungsstudium?

Auslandsaufenthalt?

Anderes Studium?
Oder erst mal im Ausbildungsbetrieb
bleiben und versuchen, dort Karriere zu
machen?

Wäre Euch dankbar für

Erfahrungsberichte,

Info-Adressen im Inet und alles, was

Euch

einfällt!

Gruß
Gandalf

Hi
BA Ausbildung ist momentan sicherlich
eine gute.
Ausserdem bietet die OpenUniversity
einen Kurs zum MBA an.

Hi Gandalf,

BA ist eine gute Ausbildung und auch die Anerkennung im restlichen Deutschland ist nicht schlecht (sonst würden Firmen aus Bayern Ihre Mitarbeiter nicht an die BA in BaWü schicken). Im Ausland ist die Ausbildung zwar nicht so bekannt, wenn man aber erklärt, dass es eine praxisnahe Ausbildung mit kurzer Studiendauer ist und evtl. auch noch etwas über die Inhalte (die der Fachhochschule in nichts nachstehen) rüberbringt, dann sind die Leute begeistert.

Weiterbildung:
MBA (nach mind. 2 Praxisjahrenn), ist auch an der BA möglich (schau mal auf der Homepage).
Oder ein zweites BA-Studium z.B. in Maschinenbau oder IT. Man hat dann eine Doppelqualifikation und mit insgesamt 12 Semestern liegt man sogar immer noch unter der Studiendauer eines Fachs (!) an der Uni !!! Und man muß sich nicht vorwerfen lassen, man sei eine „Ente“ (also weder richtig schwimmen, noch richtig fliegen können), so wie das bei den Wirtschaftsingenieuren der Fall ist.

Wenn man sich vorstellen kann, weiterhin für die Firma, mit der man BA gemacht hat, zu arbeiten, dann sollte man es auch tun, denn der Vorteil eines BA’lers ist, dass man ihm nicht mehr erklären muß, was wie und wo in der Firma passiert, das gibt ca. 1/2 - 1 Jahr Vorsprung in der Karriere gegenüber einem FH’ler.

Ansonsten wird man bei anderen Firmen z.Zt. auch mit Handkuss genommen. Aber ein Auslandsaufenthalt wäre evtl. auch nicht schlecht (vielleicht sogar mit der Ausbildungs-Firma ?)

Grüsse

Sven

P.S.: lass Dich durch BA-Hasser nicht beeinflussen, denn spätestens nach 2-3 Berufsjahren ist die Ausbildung sowieso egal und es zählt die erbrachte Leistung (in der IT-Branche gibt es z.B. viele Studienabbrecher und Quereinsteiger)

Hi Leute !

Wenn auch ich mit „BA-Hasser“ gemeint sein sollte, möchte ich nur klarstellen, daß ich das BA-System nicht etwa hasse, sondern lediglich über die Erfahrungen von einigen Bekannten berichten kann, die im europ. Ausland Probleme mit der Anerkennung hatten.

BA ist eine gute Ausbildung und auch die
Anerkennung im restlichen Deutschland ist
nicht schlecht (sonst würden Firmen aus
Bayern Ihre Mitarbeiter nicht an die BA
in BaWü schicken). Im Ausland ist die
Ausbildung zwar nicht so bekannt, wenn
man aber erklärt, dass es eine praxisnahe
Ausbildung mit kurzer Studiendauer ist
und evtl. auch noch etwas über die
Inhalte (die der Fachhochschule in nichts
nachstehen) rüberbringt, dann sind die
Leute begeistert.

Zunächst ist die Ausbildung an der FH (zumindest in Bayern) definitiv fundierter. Auch das Praxis-Argument wiegt geringer, da man auch an der FH Praktika zu absolvieren hat.

Weiterbildung:
MBA (nach mind. 2 Praxisjahrenn), ist
auch an der BA möglich (schau mal auf der
Homepage).

Das ist sehr empfehlenswert und aufgrund der guten Betreuung ein großer Vorteil der BA.

Oder ein zweites BA-Studium z.B. in
Maschinenbau oder IT. Man hat dann eine
Doppelqualifikation und mit insgesamt 12
Semestern liegt man sogar immer noch
unter der Studiendauer eines Fachs (!) an
der Uni !!! Und man muß sich nicht
vorwerfen lassen, man sei eine „Ente“
(also weder richtig schwimmen, noch
richtig fliegen können), so wie das bei
den Wirtschaftsingenieuren der Fall ist.

Davon würde ich abraten, da eine einzige Ausbildung völlig ausreichend ist. Der Rest kommt sowieso im Job.

Wenn man sich vorstellen kann, weiterhin
für die Firma, mit der man BA gemacht
hat, zu arbeiten, dann sollte man es auch
tun, denn der Vorteil eines BA’lers ist,
dass man ihm nicht mehr erklären muß, was
wie und wo in der Firma passiert, das
gibt ca. 1/2 - 1 Jahr Vorsprung in der
Karriere gegenüber einem FH’ler.

Der Vorteil ist bei diesem Vorschlag eher, daß man die Firma schon kennt.
In einem anderen Unternehemen wird sich der BAler genauso neu einarbeiten müssen, wie der FHler.

Ansonsten wird man bei anderen Firmen
z.Zt. auch mit Handkuss genommen. Aber
ein Auslandsaufenthalt wäre evtl. auch
nicht schlecht (vielleicht sogar mit der
Ausbildungs-Firma ?)

Besteht die Möglichkeit, über den Ausbildungsbetrieb ins Ausland zu gehen, sollte sie wahrgenommen werden.

Das mit dem „Handkuß“ würde ich allerdings nicht pauschal unterschreiben. Das hängt, wie bei anderen Ausbildungssystemen (UNI, FH) maßgeblich von der Fachrichtung und der Persönlichkeit des Bewerbers ab.

Grüsse

Sven

P.S.: lass Dich durch BA-Hasser nicht
beeinflussen, denn spätestens nach 2-3
Berufsjahren ist die Ausbildung sowieso
egal und es zählt die erbrachte Leistung
(in der IT-Branche gibt es z.B. viele
Studienabbrecher und Quereinsteiger)

Das kann ich nur voll unterschreiben.

Gruß,

Mathias

Hallo Matthias,

Wenn auch ich mit „BA-Hasser“ gemeint
sein sollte, möchte ich nur klarstellen,
daß ich das BA-System nicht etwa hasse,
sondern lediglich über die Erfahrungen
von einigen Bekannten berichten kann, die
im europ. Ausland Probleme mit der
Anerkennung hatten.

nein, damit warst nicht Du gemeint, sondern einige Leute u.a. in der Politik, die das BA-System verteufeln und sich gleichzeitig über zu lange Studiendauern in Deutschland beschweren. Sorry, hatte mich nicht gut ausgedrückt.

Zunächst ist die Ausbildung an der FH
(zumindest in Bayern) definitiv
fundierter. Auch das Praxis-Argument
wiegt geringer, da man auch an der FH
Praktika zu absolvieren hat.

Dazu läßt sich sagen, dass das Studium an der BA genauso lange dauert, wie an der FH (zumindest, wenn man die Wochen zählt). Denn von 8 Semestern FH sind 2 Praxissemester, verbleiben noch 6 Semester Theorie und das ist dann genauso lang wie bei der BA. Ausserdem gibt es Untersuchungen (zumindest für die Maschinenbau-BA), die belegen, dass die BA ca. 95% des Wissens der FH abdeckt, der BA’ler dafür aber noch den REFA Grundschein erhält (bei den BWLern ist es dafür der AdA-Schein).

Oder ein zweites BA-Studium z.B. in
Maschinenbau oder IT. Man hat dann eine
Doppelqualifikation und mit insgesamt 12
Semestern liegt man sogar immer noch
unter der Studiendauer eines Fachs (!) an
der Uni !!! Und man muß sich nicht
vorwerfen lassen, man sei eine „Ente“
(also weder richtig schwimmen, noch
richtig fliegen können), so wie das bei
den Wirtschaftsingenieuren der Fall ist.

Davon würde ich abraten, da eine einzige
Ausbildung völlig ausreichend ist. Der
Rest kommt sowieso im Job.

War bei mir auch so, denn nach dem Maschinenbau-Studium habe ich in 5 Jahren Einkauf genügend kaufmännisches Wissen angeeignet, um keine Probleme damit zu haben. Aber für den einen oder anderen ist es vielleicht eine Alternative.

Der Vorteil ist bei diesem Vorschlag
eher, daß man die Firma schon kennt.
In einem anderen Unternehemen wird sich
der BAler genauso neu einarbeiten müssen,
wie der FHler.

Mit dem kleinen Unterschied, dass der BAler schon mal die Abläufe einer Firma richtig kennengelernt hat und nicht nur als Praktikant irgendwelche „Sonderaufgaben“ erhalten hat, die mit dem Tagesgeschäft nichts zu tun haben => auch bei einer anderen Firma hat der BAler Vorteile.

Das mit dem „Handkuß“ würde ich
allerdings nicht pauschal unterschreiben.
Das hängt, wie bei anderen
Ausbildungssystemen (UNI, FH) maßgeblich
von der Fachrichtung und der
Persönlichkeit des Bewerbers ab.

Natürlich ist die Persönlichkeit das Ausschlaggebende (siehe Quereinsteiger), aber prinzipiell werden gute Leute gerade sehr gesucht und die BAler sind doch sehr anerkannt.

Grüsse
Sven

hallo gandalf,

also als fast fertiger ba-ler (im wahrsten sinne des wortes :wink: , allerdings fachrichtung wi kann ich (fast) nur positives berichten.
superstudium, schnell aber auch anstrengend, meistens uptodate aber manchmal auch ein wenig chaotisch und die kohle stimmt auch.
zum thema auslandsaufenthalt: viele bas kooperieren mit ausländischen unis/hochschulen. da wird dann oft an der ba z.b. ein austausch angeboten der meiner meinung nach eine super-erfahrung sein kann.
ich bin für 2,5 monate nach kanada gegangen und es war echt eine superzeit und dazugelernt hab ich auch eine menge.
also mal umhören und wenn nicht kann man sich auch selber im internet nach firmen umsehen die entweder ausländische studis suchen oder solche die vermitteln. und deine firma wird wahrscheinlich nichts einzuwenden haben wenn du ein wenig auslandserfahrung sammelst.
zusatztip: viele global tätige firmen haben (logischerweise) auch einen sitz irgendwo auf einem anderen kontinent oder in einem anderen land. einfach den chef mal fragen, ob du nicht mal (während der praxisphase) dahinkönntest. evtl. mit guten noten und vorteilen für die firma argumentieren…
viel erfolg
leo

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hi Uwe,
danke für die Tips

zusatztip: viele global tätige firmen
haben (logischerweise) auch einen sitz
irgendwo auf einem anderen kontinent oder
in einem anderen land. einfach den chef
mal fragen, ob du nicht mal (während der
praxisphase) dahinkönntest. evtl. mit
guten noten und vorteilen für die firma
argumentieren…

die da wären?! (Vorteile für die Firma)
Habe mit meinem Chef schon mal eine (leider) fruchtlos verlaufende Diskussion geführt, in welcher er von mir forderte, eine Kosten/Nutzen-Analyse für einen Auslandsaufenthalt bei einer unserer Tochterfirmen sowohl im In- als auch im Ausland zu erstellen. Außer, dass ich mich besser für den Arbeitsmarkt qualifiziere, sah er keinen Grund, warum er mich dorthin schicken sollte (Kurzform).
Tip?

THX
Gandalf

Hi Uwe,
danke für die Tips

gern geschehen!

zusatztip: viele global tätige firmen
haben (logischerweise) auch einen sitz
irgendwo auf einem anderen kontinent oder
in einem anderen land. einfach den chef
mal fragen, ob du nicht mal (während der
praxisphase) dahinkönntest. evtl. mit
guten noten und vorteilen für die firma
argumentieren…

die da wären?! (Vorteile für die Firma)
Habe mit meinem Chef schon mal eine
(leider) fruchtlos verlaufende Diskussion
geführt, in welcher er von mir forderte,
eine Kosten/Nutzen-Analyse für einen
Auslandsaufenthalt bei einer unserer
Tochterfirmen sowohl im In- als auch im
Ausland zu erstellen. Außer, dass ich
mich besser für den Arbeitsmarkt
qualifiziere, sah er keinen Grund, warum
er mich dorthin schicken sollte
(Kurzform).
Tip?

THX
Gandalf

hmm…
das hört sich ja nach einem ziemlich doofen und ignoranten chef an… :smile:
vielleicht sagst du ihm mal, dass du dort noch eine andere sprache lernst/verbesserst, du einige andere umgangsformen, methoden, vorgehensweisen kennenlernen könntest, die man in der firma umsetzen könnte um so effektiver zu arbeiten/kosten einzusparen.
insgesamt eine in erster linie für dich positive horizonterweiterung, die du allerdings auch zu einem gewissen teil an die firma weitergeben könntest. wie hört sich das denn so an?
(ich denk noch nach, vielleicht fallen mir noch einige argumente ein)
gruss

leo