Hallo,
Gemeint war: Bei einer clickrate von mehreren Hunderttausend
auf z.B. ebay (pro Tag) ist die Chance, daß 20 auf seinem
Artikel landen und 1 dann kauft doch wesentlich größer, als 20
in seinen eigenen Shop zu kriegen! Oder seh ich das falsch?
Das ist natürlich in so weit unbestritten, daß man bei eBay (am besten noch in Kombination mit Amazon Marketplace) mehr potentielle Kunden erreicht als mit einem eigenen Shop. Ausgenommen natürlich, man macht massiv Werbung für den eigenen Shop, einschließlich ganzseitigen Anzeigen in allen Fachblättern, Fernsehspots und regelmäßigen Interviews in allen möglichen Zeitungen und Zeitschriften usw. usf.
Allerdings sind die Gebühren, vor allem bei eBay, dermaßen hoch, daß man ernsthafte Gewinne auf Dauer nur einfahren kann, wenn man es schafft, einen (erheblichen) Teil seiner Laufkundschaft aus eBay als Stammkundschaft in den gebührenfreien eigenen Shop zu ziehen.
Das wird vor allem wichtig, wenn das Sortiment im Laufe der Zeit immer weiter wächst. Man kann bei ebay eigentlich nur Artikel gebrauchen, die nach 10, maximal 20 Tagen verkauft werden. Es ist aber kein Händler dermaßen gut sortiert (also kein Sortiment dermaßen attraktiv), daß er alle seine Artikel bei ebay einstellen kann, weil man sich sonst an Einstellgebühren für Artikel, die vielleicht nur 1x alle 2 Monate verkauft werden, dumm und dämlich zahlt.
Auf der anderen Seite ist gerade eBay die perfekte Plattform, auf der man am besten vor großem Publikum Eigenwerbung für den Shop betreiben kann. Zwar sind direkte Links in den Artikelbeschreibungen inzwischen verboten, allerdings besteht nach wie vor z.B. die Möglichkeit, das Logo des shops in die Artikelbeschreibung einzubinden. Ebenso ist die deutliche Nennung der eigenen eMail mit Endung der Shop-Domain vielleicht für den einen oder anderen potentiellen Kunden ein Hinweis, daß dieser Verkäufer noch mehr im Angebot hat, als er bei eBay einstellt. Ich habe das sogar so ähnlich auf meine „mich“-Seite geschrieben.
Alternativ wäre hier natürlich noch das Einstellen bei Amazon Marketplace ohne Einstellgebühren möglich. Allerdings geht hier diese Form der Eigenwerbung nicht, da für die Artikelbeschreibung nur eine Zeile zur Verfügung steht. Zudem ist der Konkurrenzdruck bei Amazon durch die vielen Low Ball Angebote dermaßen groß, daß es für den professionellen Handel zunehmend unaktraktiv wird.
Was das Anschreiben der Kunden aus eBay, Amazon & Co. angeht, so halte ich für absolut nicht verwerflich, wenn jeder Kunde maximal 1x unverlangt angeschrieben wird. Immerhin hatten sie beim Kauf über eBay keine Möglichkeit, den Newsletter zu abonieren. Da kann man ihnen doch einen Newsletter zuschicken, mit der Möglichkeit, den Newsletter so zu abonieren. Wenn sie den Newsletter darauf nicht bestellen, dann sollte man sie natürlich tunlichst in Ruhe lassen.
Als Tip vielleicht noch: Dass der eigene Shop eröffnet wurde, ist sicherlich für den Betreiber ganz spannend, sonst interessiert das aber keine Sau. Deswegen sollte man solch eine Eröffnung (und dann regelmäßig wiederkehrend) mit einer Sonderaktion verbinden, wie z.B. im ersten Monat alle Bestellungen versandkostenfrei, oder zur Feier der Eröffnung „kauf 2 bekomm 3“ u.ä. Das dürfte dann schon mehr zum Besuch der beworbenen Seite verleiten.
viele Grüße,
Ralf