am besten bei der betreffenden Außenhandelskammer (AHK) des DIHT http://www.diht.de/ahk/
hier die Adresse für Korea:
Büro: Seoul
Postanschrift: Korean-German Chamber of Commerce and Industry
C.P.O. Box 49 63
Seoul 100-649
Korea
Büroanschrift: 28-2 Hanam-dong, Yongsan-ku
Seoul 140-210
Korea
ich war mal bei einem Hersteller von Textilmaschinen-Komponenten beschäftigt und über 50% des Umsatzes haben wir mit Asiaten gemacht.
Unsere Verkäufer haben öfters mal erzählt, dass es ganz wichtig ist, dass die Asiaten „nicht ihr Gesicht verlieren“. Ausserdem wird scheinbar auf Einhaltung der Etikette wert gelegt.
Über die Zuverlässigkeit habe ich bisher nur positives gehört, allerdings braucht’s 'ne ziemlich lange Zeit, bis die ersten Geschäfte in Gang kommen (das Problem hatte ich als Einkäufer auch mit den Indern, wenn dann aber mal die erste Lieferung losging, war alles 100%ig).
Unsere Firma beginnt mit einer Handelsbeziehung mit Süd-Korea.
Nun bin ich auch derjenige, der dafür verantwortlich ist.
Wer kann mir weiterhelfen bei Informationen wie:
a) Wie zuverlässig sind Koreaner?
Sind meiner Erfahrung nach zuverlässige Geschäftspartner,
vertragstreu, zahlen gut
b) Auf welche Sitten bzw. Geflogenheiten habe ich zu achten?
Natürlich ist die Mentalität eine völlig andere. Einige Hinweise:
Persönliche Vertrauensbasis zu Geschäftspartner aufbauen - man muß sich das Vertrauen erst erarbeiten
LIEFERTERMINE UND ANDERE TERMINZUSAGEN MÜSSEN HALTEN
Keine technisch fadenscheinigen Aussagen machen - sehr schädlich
Auf Schriftverkehr SCHNELL QuALIFIZIERT antworten - maximal 24 h
NIEMALS ungeduldig oder ungehalten sein
Bei Verhandlungen immer ewig Zeit haben
in Verhandlungen nicht „nein“ sagen - Alternativen vorschlagen
Geschäftspartner niemals die Fußsohlen sehen lassen
Auf Visitenkarte keine Notitzen machen, wenn dann mit Bleistift, Visitenkarte nicht klammern, Visitenkarte mit BEIDEN Händen ünerreichen und entgegennehmen, empfangene Visitenkarte aufmerksam studieren
Bei Einladungen nach Europa auch ein wenig touristisches zeigen
c) Wie ist ihre Verhandlungstaktik?
Sie haben viel Zeit, sind sehr detailverliebt, wenn notwendig „enttäuscht“, … daß muß man alles emotionslos hinnehmen
Na ja, usw…
Etwa 95% der mit Südkorea danebengegangenen Gecshäftsbeziehungen scheitern oder gehen in die Brüche, weil von Seiten der Europäer „Unakzeptables“ Verhalten gezeigt wird, was für einen Europäer aber völlig normal erscheint.
Das „nicht ihr Gesicht verlieren“ hatte ich bisher nur aus Samurai-Filmen gekannt. Interessante Information vor allem, weil ich das schon mal gehört habe.
Na ja, jetzt wollen wir unser ersten Geschäft mit Ihnen tätigen und stimmt, hat etwas gedauert, bis es soweit kam. Der Grund war aber auch, zumindest teilweise, beidseitig bedingt.
Also nochmals vielen Dank für Deinen Tipp.
Tschüssi,
Thomas
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WOW!!! Das sind bessere Informationen als ich mir erhofft habe. Vielen vielen Dank für diese wertvollen Tipps.
Gerne komme ich auf Dein Angebot zurück bezüglich weiterer Hinweise. Nun gut:
a) Was hälst Du denn für besonders wichtig bzw. beachtenswert?
b) Wie sollte ich meinem Unmut oder Zustimmung Ausdruck verleihen?
c) Was empfinden die Koreaner als lästig, störend, unzumutbar, erfreulich, höfflich o. ä.?
d) Fragen die ich vergessen habe, die Du allerdings für bemerkenswert hälst.
Also nochmal vielen Dank. Hätte nicht gedacht, daß ich hier so´nen Profi finde.
Meinen Dank schon im voraus.
Tschüssi
Thomas
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WOW!!! Das sind bessere Informationen als ich mir erhofft
habe. Vielen vielen Dank für diese wertvollen Tipps.
Gerne komme ich auf Dein Angebot zurück bezüglich weiterer
Hinweise. Nun gut:
a) Was hälst Du denn für besonders wichtig bzw. beachtenswert?
Höflichkeit Geduld Respekt vor dem Anderen
b) Wie sollte ich meinem Unmut oder Zustimmung Ausdruck
verleihen?
Zustimmung ausdrücken: kein Problem.
Mit Unmut ist hintanzuhalten - das ist kein zivilisiertes Benehmen.
Verneinung irgendwelcher Argumente oder Vorschläge mit größter Zurückhaltung, z.B.:
Das ist für uns völlig unakzeptabel, wir schlagen vor: I am not in full conformity with this opinion, could we, please, consider alternatively …
c) Was empfinden die Koreaner als lästig, störend, unzumutbar,
erfreulich, höfflich o. ä.?
d) Fragen die ich vergessen habe, die Du allerdings für
bemerkenswert hälst.
Wenn Dein Verhandlungpartner sagt „ja“ dann heißt das nicht, „Ja ich stimme zu“ sondern „ja ich habe verstanden“
Beim small talk ist Gesundheit, Familie und private Lebensumstände erst nach ein paar Jahren Zusammenarbeit ein Thema
Wenn es irgendwelche Probleme gibt (man hat selbst etwas verbockt) dann kann man das ruhig gestehen, wenn es sowieso (auch nur partiell) herauskäme. Oft ist dann die Bereitschaft da an einer partenschaftlichen Lösung. Vice versa wird natürlich das selbe erwartet
Wichtig seind regelmäßige Meetings (persönlich) nicht per Videokonferenz etc - ansonsten schläft der Kontakt zu stark ein, und man demonstriert sein Desinteresse
Also nochmal vielen Dank. Hätte nicht gedacht, daß ich hier
so´nen Profi finde.
die anderen tips waren schon sehr gut - zusaetzlich noch:
wenn du geschaefte machst, werden auch frachten anfallen.
signalisiere, dass diese frachten mit koreanischen fraechtern durchgefuehrt werden ( z.b. korean airlines ).
treff dich also mal mit einem vertreter von denen, klopf die bedingungen allgemein ab, und lass dann die visitenkarte dieses gespreachspartners unauffaellig zwischen deinen gespraechsunterlagen rumliegen.
viel glueck
khs
Aha!!! Da hätte ich jetzt nicht gedacht, daß das wichtig ist. Ich dachte mir, daß macht die koreanische Firma, mit der ich Geschäfte mache. Mmmmhhhhh,…, wieso ist das jetzt wichtig?
Aber meinem Dank natürlich auch Dir, obwohl ich jetzt ehrlichgesagt nicht so ganz den Zusammenhang erkenne.
Tschüssi,
Thomas
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wenn du von korea importierst, werden deine lieferbedingungen meist exw,fob oder cif sein.
bei exw oder fob bestimmst du, mit welchem frachtfuehrer zu welchen preisen das produkt kommt, bei cif der lieferant.
du zahlst die fracht also in jedem fall direkt oder indirekt mit, und du darfst 100% davon ausgehen, dass beim cif-verkauf eine koreanische reederei/airline das geschaeft bekommen wird.
sei hier uebrigens froh, dass es keine japaner sind, denn bei denen zahlst du ueber die frachtraten die geisha-abende mit.
wenn du nach korea exportierst, gilt das gleiche: irgendeiner wird die fracht bezahlen muessen, und da ist es vorteilhaft, wenn du die konditionen eines koreanischen fraechters auf den tisch legen kannst. nen billigeren kannst du dann immer noch suchen.
im idealfall holst du dir raten von korean-airlines, verlaedst aber ueber einen grossen spediteur im „konsol“, und machst an der fracht noch nen schoenes schnaeppchen.
gruss
khs
Huuuuhhh! Ich merke, ich bin ein totaler Anfänger. Von Dir kann ich bestimmt einiges lernen.
Ähmmm,…was ist ein „konsol“? Das habe ich noch nie gehört.
Tatsächlich ist es so, daß wir alle Produkte C&F Hamburg bzw. Flughafen erhalten. Nein, anders, darf ich Dich weiterhin kontaktieren bezüglich Nachhilfe bzw. Hinweisen? Ich würde mich dann an Deine „Germanynet“-Adresse direkt wenden.
Wenn nicht, geht das natürlich in Ordnung und auch hier wieder, vielen vielen Dank für die Mitteilung Deiner Erfahrungen.
Tschüssi,
Thomas
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Ähmmm,…was ist ein „konsol“? Das habe ich noch nie gehört.
konsol ist ne art teilladung. ein spediteur sammelt einzelne sendungen verschiedener auftraggeber, erstellt einzelne hawb= houseairwaybills und uebergibt sie der airline als eine einzige sendung mit einem mawb=masterairwaybill von z.b. seoul nach frankfurt.
je schwererer seine uebergebene sendung ist, umso billiger kann er den frachtraum pro kg einkaufen. wie gnaedig er dann die verguenstigungen an seine kunden weitergibt, ist dann sein geschaeft.
Tatsächlich ist es so, daß wir alle Produkte C&F Hamburg bzw.
Flughafen erhalten.
c+f? wer versichert die fracht denn? bei cif steht das i fuer insurance