Re^2: Cheaply-Smoking-Club
Hallo Digi!
Eines gäbe mir aber zu denken:
Woher stammen die Ziggies?
Wurde der 'Zoll umgangen'?
Diese Clubs/Unternehmen bieten eine Dienstleistung, die zahllose Urlauber selbst machen, indem sie Zigaretten für den eigenen Konsum unverzollt einführen. Ich kenne die Mengenbeschränkungen nicht genau, meine aber, 800 Glimmstengel = 4 Stangen à 10 Packungen, darf man monatlich nach Deutschland einführen. Die Zigaretten muß man nicht unbedingt im eigenen Koffer eigenhändig über die Grenze schleppen, man kann sie sich auch schicken lassen. Genau das ist die Dienstleistung.
Es gibt mehrere dieser Dienstleister und wenn diese Leute für das per Vorkasse erhaltene Geld halbwegs zeitnah die Ware versenden, ist an dem Geschäft nichts zu beanstanden. Für Preisvergleiche unter verschiedenen Anbietern sollte man gucken, ob und in welcher Höhe Versandkosten und irgendwelche Mitgliedbeiträge anfallen. Unter dem Strich wird der Süchtige etwa 10 € pro Stange sparen. Bei einem durchschnittlichen Raucher läuft es auf etwa 30 € monatlich hinaus.
Ob man dafür wirklich den Zwergenaufstand mit Vorkasse, bei Nachbarn abgegebenen Paketen oder bei der Post oder beim Zoll abzuholenden Sendungen in Kauf nehmen will ... ?
Billigst-Ware vom Bahndamm?
Ob sowas vorkommt, weiß ich nicht. Aber egal welcher Tabak, letztlich sind es immer nur getrocknete und in Papier eingewickelte Blätter.
Beim Thema Zoll kann es natürlich passieren,
dass Du Dir die Vorkasse abschminken kannst,
wenn die Fahnder den Laden (zwischenzeitlich) abdichten.
Und evtl Deine Adresse noch ausgraben
und Dir auf die Pelle rücken wegen Steuerhinterziehung.
Wer sich mehr als 4 Stangen schicken läßt, muß mit Ärger rechnen. Bis zu 4 Stangen kann der Zoll nicht viel machen, außer sich bei der Abfertigung gaaaaanz viel Zeit und die Lieferung vom Empfänger selbst abholen zu lassen.
Die beste Lösung scheint mir daher:
b) nicht rauchen.
Willst Du den Staat ruinieren? Wenn die Leute nicht rauchen, keinen Alk trinken und für Kurzstrecken bis z. B. 10 km konsequent das Fahrrad benutzen, bekäme der Finanzminister ein ernstes Problem. Nicht nur, daß dann die Steuereinnahmen wegbrechen, die Bundeszuschüsse zur Rentenversicherung - immerhin einer der größten Haushaltsposten - würden dramatisch steigen, weil die Menschen noch älter werden als es ohnehin schon der Fall ist. Zur Sanierung des Bundeshaushalts und für die Einstellung weiterer Bediensteter zwecks Abbau der ruinösen Überlastung in allen Dienststellen ist für jeden Bürger ein monatliches Zwangskontingent an Zigaretten und Schnaps erforderlich sowie die Einführung einer jährlich von jedem Fahrradfahrer zu erwerbenden Vignette, deren Preis geeignet ist, das Fahrradunwesen zu beenden.
Siehst Du Herrn Steinbrück schon über sämtliche Backen grinsen?
Gruß
Wolfgang